März 1633. 737
Clus als wegen der III Bünde eine XIII örtische Tagleistnng nach Baden auszuschreiben ersucht werden?vll und zwar auf den 10. dieses Monats. Inzwischen soll der Herzog von Nohan auch davon benachrichtigt undfür seine guten Berichte und Räthe gedankt), den III Bünden von dem Beschlüsse Anzeige gemacht und unter-znr Wachsamkeit ermahnt werden mit der Andeutung, daß man hoffentlich nicht ermangeln werde,Bisten, was die Bünde verlangen. Was die Cvnservation der III Bünde sowohl als der vier Städtegrifft, so wird es die Nvthwendigkeit erfordern, daß man deßwegen bessere Maßregeln treffe. Man wirdtrüber auf bevorstehender allgemeiner Tagleistung thcils mit den übrigen Orten, theils besonders zu Nathegehen. J^e Stadt soll sich daher bei Zeiten entschließen und ihre Gesandten über folgende Punkte mit^'structiou versehen: Ob man nicht den König von Frankreich davon in Kenntniß setzen wolle, was fürfahren den m Bünden drohen; desgleichen, wie beschwerlich die kaiserlichen und bayerischen Volks-^'lagcrungen so nahe an den eidgenössischen Grenzen seien, in Folge deren man in steter Unsicherheit lebe" allerlei Jusolenzen ausgesetzt sei. Bei diesem Aulasse könnte man auch wegen der drückenden Unkosten, die'An st, ^ wunerwähreuden Kriegsläufe habe, um die Bezahlung der ausstehenden Zinsen und. Mwnsgelder anhalten und sich berathen, ob man nicht wegen der Einlagerungen dem General vonUuger selbst schreiben oder, wenn man es bei dem Schreiben an den König bewenden lasse, diesenlachen wolle, solches dein Aldringer gegenüber zu thun; was mit den fünf katholischen Orten zu^ sein möchte, falls man für gewiß erführe, daß eine so große spanische Macht, wie verlautet, nach^ 'lchland den Weg nehmen wollte; ob man, wenn die katholischen Orte gesonnen sein sollten, den Paß^ den Gotthard zu gestatten, ihnen dieß erlauben und eine solche fremde Macht mitten durchs Landdas wolle, oder wie man sich im Falle, daß man den Durchpaß verweigere, verhalten wolle, wozu
Schreis Nohaus Anleitung gebe. — Es wird auch darüber zu sprechen sein, ob man nicht (weil dieZV lehrt, daß mit unerfahrenein Landvolk nicht auszurichten ist, was man beabsichtigt) bessere»regeln treffen wolle in Bezug auf Wehr und Waffen, taugliche Commandauten, Bestimmung der Zahl,^ jede Stadt zu Formierung eines Corps geben kann und will, sowie auch der Orte, wo man etwako>u,^^ ^ bilden gedenkt; wie Pferde und Reiterei im Lande zu finden seien, wie man zusammen-
ol> man nicht eine gemeine Kasse haben, besonders aber mit was für einem General-Hauptmannlüy versehen wolle. Was deßwegen weiter besprochen worden ist, werden die Gesandten mündlich zuu>a>/^ «I. Man findet, daß der Zusatz vou Mülhausen dermalen nicht abberufen werden könne;
^ird aber auf nächster Taglcistung berathen, wie daselbst eine bessere und ordentlichere Haushaltung
bcsst^^^ werden könne, und was sonst in dieser Sache zu thun sei, damit die evangelischen Städte derllverlichm Erhaltung der Zusätze einmal entledigt werden. «. Die verwittwete Königiii von Böhmenu»d Huischicd ihres Gemahls an. Es wird ein freundliches Antwortschreiben erlassen. L. Zürich^ ^'n schien aii den Herzog zu Venedig ein Jntercessionsschreibcn für Michael Angcli Zenvini, der' gegenwärtig zu Basel aufhält.
ZuH»>). Durch Vermittlung des Herzogs von Nohan verglichen sich Bern und Solothurn schließlichdaß Solothurn an Bern 5000 Gulden bezahlen solle, die drei früher zu den Galeeren verurthciltene othnrnischcn llntcrthancn enthauptet, die Landvögte Philipp von Noll und Ursus Brunner entsetzt undeeöannt werden sollen. (Staatsarchiv Berni Bündnusse und Verträge Dam. VI S. 550. 551.)^ Zu Nohan räth in einem Schreiben (datiert Chur 8. März), erstens möchte Bern den katholischeneu keinen Vorwand zu Streit geben, namentlich möchte es sich mit der Vernrthcilung der bei dein Morde
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