738
März 1633.
in der Clus Betheiligten zufrieden geben; zweitens sollten sie den Königen von Frankreich und Schwede»Kenntnis; geben von den Besorgnissen wegen des Durchpasses der spanischen Truppen und von ihrem Ent-schlüsse, denselben zu hindern, und zugleich fragen, was für einer Hülse sie sich gctrösten könnten, im Falledaß Gewalt angewendet würde. Frankreich werde das Seinige thun, um die katholischen Orte mit ihne»zu vereinigen. Endlich sollten sie heimlich einen Abgeordneten an die Versammlung zu Ulm abschicken u»dmit dem Marschall Horn um Zusendung eines tüchtigen Cavallcriecorps unterhandeln, an dem es ihne»gebreche. Inzwischen sollten sie sich nach tüchtigen Führern umsehen und die nöthigen Vorbereitung^treffen.
«21.
Conferenz der V katholischen Orte.
Lucer»». 1t»3Z, t«. März.
Staatsarchiv Lueern. Absch.de anno 16?3. Bd.XXIIs. kol.71.
Gesandte: Lucern. Moriz An der Allmend, Alt-Schultheiß und Stadtvcnner; Jakob BirchcbBauherr; Ludwig Schumacher, Seckelmcister und Venner; Ludwig Meier, Spend- und Kornmeister, a^des Raths. Uri. Karl Emanuel von Roll, Ritter, Landammann und Pannerherr; Johann Heinrich Z»»'Brunnen, Ritter, Alt-Landammann. Schwyz. Heinrich Neding, Ritter, Alt-Landammann und Pann^Herr; Johann Sebastian Abybcrg, Alt-Landammann. Unterwalden. Sebastian Wirtz, Landau?,na»»und Pannerherr, von Obwalden; Johann Zelger, Landammann und Landshauptmann, von Nidwalde»'Zug. Beat Zurlauben, Ammann; Kaspar Blattmann.
Diese Zusammenkunft ist ausgeschrieben worden, um sich über die Gegenstände besprechen zu könne»-welche auf der nächsten Tagsatzung zu Baden zur Sprache kommen werden. ». Es wird berichtet, d»hBern die Jnterposition Luccrns in Sachen des Mordes in der Clus nicht wohl aufgenommen und sich h»^vernehmen lassen, daß es nicht gesinnt sei, sich ferner „mit Luft speisen zu lassen". Solothurn habe d>6gefällten Urtheile revidiert, über die drei zu den Galeeren Verurtheiltcn das Todesurtheil gesprochen.verabredet sich, Zürich zu schreibe!?, daß man die ausgeschriebene Tagsatzung für nicht nothwendig halte ?»^es dieselbe wieder abstellen möchte, k. Die Häupter und Standesräthe der III Bünde bitten, da die kaiserlich^Truppen sich den Grenzen nähern und Gefahr vorhanden ist, daß sie sich der Pässe bemächtigen, umDie Gesandten finden diese Bcsorgniß unbegründet, da das Hans Oesterreich unlängst die Eidgenossen!^alles Guten und der treuen Beobachtung der Erbeinignng versichert habe. Uebrigens habe man sich sih»"zu wiederholten Malen erklärt, man werde die Bünde redlich gegen einander halte»?; auf diese Erklärung^beruft man sich. Sollte auf thätlichc Hülfe noch weiter gedrungen werden, so müßten die höchsten ^walten darüber entscheide,?, und auch ans diesen? Grunde sei die nach Baden angesetzte Tagsatznng unnötlKJedoch stellt man an Zürich das Anerbieten, man wolle nach Ostern zu einer gemeinsamen Unterredn»öerscheine,? und den? Landvogt von Sargans den Auftrag zukommen lassen, daß er ein gutes Aufsehen h»'sund, wenn etwas vorfalle, es sogleich berichte. «. Es wird die Antwort des Königs von Frankreichdas an? 2. Januar abgegangene Schreiben vorgelegt, in welchem derselbe berichtet, daß er an Marsch^Horn und den Rheingrafen Ludwig geschrieben habe, sie möchten die den Landen des Bischofs von Baffauferlegte Contributivn aufheben und von der Einquartierung abstehen. «I. Es wird ein Schreiben