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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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< November 1632.

Erbeinigung unausgesetzt zu verbleiben. Dessenungeachtet habe man vernehmen müssen, daß bei jüngster allge-meiner Tagsatzung etliche weitaussehende Punkte in Beziehung auf eine zwischen dein König von Schwede»und der Eidgenossenschaft aufzurichtende Neutralität auf die Bahn gebracht worden seien, und daß darin derzwischen dem Haus Oesterreich und der Eidgenossenschaft bestehenden Erbeinigung entweder gar nicht oderdoch nicht in der Form, wie es die Nothdurft erfordere, gedacht worden sei. Die Erzherzogin habe zwarvernommen, daß diese Neutralitätspunkte bloß all rskorönclun: genommen worden seien; es sei aber noth-wendig, daß eine solche Neutralität mit beiden kriegführenden Parteien verhandelt und daß kein Theil von derVerhandlung ausgeschlossen werde. Durch die projectierte Neutralität würde die Eidgenossenschaft abgehalten,die von Oesterreich allfällig begehrte Hülfe zu leisten, zu der sie durch König Ludwigsewigen Bericht" ver-pflichtet werde, und dem durch die Erbeinigung geforderten getreuen Aufsehen nachzukommen; die Conse-quenzen hiervon könne man leicht ermessen. Durch die schwedischen und württembergischen Commandante»seien dein Hause Oesterreich unterschiedliche Erbherrschaften abgedrungen worden. Die Stadt Villingen, dirAbtei St. Blasien, die vier Waldstädte sammt den zugehörigen Herrschaften seien in und aus verschiedene»Orten der Eidgenossenschaft, als Zürich, Bafel, Schaffhauscn, Brugg, durch Hamilton, Fordes, Gunticrund Andere ganz freventlich und ohne Scheu gleichsam im Augesicht der ganzen Eidgenossenschaft nunmehrzun: vierten Mal sowohl schriftlich als mündlich in des Königs Protection und Dienstbarkeit gefordertworden. Ans eidgenössischen: Gebiet werde hin und wieder ganz uugescheut geworben; man maße sichsogar an, alle durchreisenden kaiserlichen und österreichischen Diener, Befehlshaber, deren Leute und Güterauf offenen Straßen und sogar in den Flecken, Dörfern, Städten und Gasthcrbergcn anzuhalten, gcfange"zu nehmen und zu berauben. Mit dergleichen Thatcn werde man ohne Zweifel fortfahren, bis der ge»:ei»eMann in Aufstand gebracht und die Neutralität zu einer Partialität werde. Weil die Eidgenossenschaft sichjeder Zeit dahin erklärt habe, daß sie gesinnt sei, die Erbeinigung unverbrüchlich zu halten, so möchten dirOrte sich zu einer so bedenklichen Verhandlung über die Neutralität uicht weiter herbeilassen oder wenigstesdie Erbeinigung mit gleichen: Vorbehalt wie in: vierte:: Artikel gegen die Krone Frankreich ausbedingen u»dalsdann solchen: Vorbehalt gemäß bei den schwedischen und württembergischen Commandanten dahin wirke»/daß die Abtei St. Blasien, die Stadt Villingen und die vier Waldstädtc, auch andere angrenzende öste^reichische Landschaften von ihnen fürderhin unbeeidigt bleiben, v. 1) Freiherr Peter König, kaiserlicher Oberstund Gubernator zu Lindau, schreibt, die Orte möchten die Erbeinigung mit dem Hause Oesterreich iu gut^Observanz halten. Weil die Württembergischcn und Schwedischen die Stadt Zell in ihre Gewalt gebrachthätten, so habe er besorgt, sie möchten ihn: die lindauischen Schiffe, wenn er sie mit Salz und andere"Waaren nach Schaffhausen oder andere benachbarte Orte abfahren ließe, überfallen. Man möge es ilsi"daher nicht verdenken, wenn er nichts verabfolgen lasse. Wenn man ihn aber versichere, daß die SclMvon Lindau und andern Orten frei und ungehindert fahren können, so anerbiete er sich, Handel und Wa»^wie vorher frei zu lassen und alle gute Nachbarschaft zu halten. 2) Aus den: Thurgau wird geschriebendaß den 17. October etliche ehrliche Leute von Keßwyl, Uttwhl, Egnach und aus den: Nhcinthal auf ih^Heimfahrt von Ueberlingen nahe bei Münsterlingen auf thurgauischem Boden von der in der Mainau kingenden Garnison bei Nacht angegriffen, mit Streichen übel mißhandelt und von ungefähr 300 fl. bacu'e"Geldes ohne die Waaren beraubt worden seien. Man möchte dafür sich bemühen, daß ihnen dasrestituiert werde. 3) Hauptmann, Bürgermeister und Rath der Stadt Consta»; schreiben, weil Zell ^Württembergs che Gewalt gekommen sei und ihre Stadt v on daher einen Ueberfall besorge, so möchten die