November 1632.
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«11.
Gemeineidgcnvssische Tagsatzung der XIII Orte.
Baden. 1632, 7. November.
Staatsarchiv Zürich, «est. XII. IIS. tal. ,<a.
Gesandte: Zürich. Heinrich Bräm, Bürgermeister; Salomon Hirzel, Seckelmeistcr. Bern. FranzLudwig von Erlach, Herr zu Spiez, Schultheiß; Johann Frischherz, Hans Rudolf Willading, beide VennerUnd des Raths. Lucern. Moriz An der Allmend, Schultheiß und Stadtfähnrich; Jost Bircher, Zeughcrrund des Raths. Uri. Karl Emanuel von Roll, Ritter, Landammann und Pannerherr; Johann KasparArnold, Statthalter. Schwyz. Sebastian Abyberg, Landammann; Heinrich Neding, Ritter, Alt-Land-unnnann und Pannerherr. Unterwaldcn. Sebastian Wirtz, Landainmann, von Obwalden; Johann^ger, Landammann und Landshauptmann, von Nidwalden. Zug. Beat Zurlauben, Ammann; Kaspar^attinann, des Raths. Glarus. Rudolf Tschudi, Landammann; Fridolin Tschudi, Statthalter. Basel,^uns Rudolf Fäsch, Oberstzunftmeister; Hans Rudolf Weitstem, Zeugherr und des Raths. Freiburg,manz von Affry, des Raths und Gubernator der Grafschaft Neuenburg; Peter Heinrichcr, Seckelmeistcr.^ulothurn. Johann Degenschcr, Seckelmeister; Johann Jakob vom Staal, des Raths; HieronymusGallier, Bauherr; Johann Jakob Stocker, Altrath; Benedict Hugi, Neurath. Schaffhausen. Johann^uithurn, Burgermeister; Hans Jakob Ziegler, Stadtschreiber und des Raths. Appenzell. Jakob Wiser,uudammann, von Jnnerrhoden; Jost Hcinzenberger, Landammann, von Anßerrhoden.
Eidgenössische Begriißung. z». Fortunat Sprecher von Berneck, Ritter und der Rechte Doctor, prä-Uiert ein Schreiben des Herzogs von Nohan und hält einen Vortrag. Er eröffnet darin im Namen und^ Auftrag des Herzogs dessen geneigte Gesinnung und crmahnt die Orte, Alles anzuwenden, daß die Dif-zwischen Bern und Solothurn beseitigt werden. Zu diesem Ende hin anerbiete sich der Herzog,^ den Gesandten der sechs Orte persönlich dahin zu gehen. Der Landvvgt im Rhcinthal habe etliche Sol-ku aus dem Nheinthal, welche in den Blinden im Dienst des Königs seien, unter Androhung von Strafe""gemahnt. Der Herzog könne nicht denken, daß solches auf Befehl der regierenden Orte geschehen sei,bitte dcßhalb, den Landvogt von dieser Prvcednr abzuhalten. Derselbe benachrichtige sie auch, daß derbon Puy, welcher um bewußter Ursachen willen zu dem König von Schweden gesandt worden sei," ^ördlingen aus geschrieben habe. Es sei zu hoffen, daß er bald mit befriedigender Antwort erscheinenR die Gesandten möchten sich dcßhalb noch etliche Tage gedulden, damit man in dieser Sache destoo)cr vorwärts schreiten könne. — Alan läßt dem Herzog seine gute Affection für den allgemeinen helve-Stand und die anerbotcne Jnterpvsition verdanken. Der Landvvgt im Nheinthal wird crmahnt, dcr-Prvceduren zu unterlassen und allein den rechten Sinn des jüngst wegen der fremden Volkswerbungendes Passes halber an ihn ergangenen Schreibens im Auge zu haben und demselben nachzukommen. Inans die erwähnte Neutralität ist die Mehrzahl der Gesandten nicht instruiert. Man hält dcßhalb"Miöthig, ans den Herrn von Puy zu warten, und nimmt jene Anzeige in den Abschied. I». Die Ab-"udtcu der verwittweten Erzherzogin Claudia von Oesterreich eröffnen, die Orte würden hoffentlich sicherinnern, daß der nunmehr verstorbene Erzherzog Leopold mit der Eidgenossenschaft jeder Zeit gute^ ^ arschast gepflogen und dieselbe wiederholt ermahnt habe, bei diesen Kriegslänfen keine Partei"chmen, sondern dic Conservation des eigenen friedlichen Wohlstandes im Auge zu haben und bei der ewigen