November 1632. 717
Paulus vou Hünenberg, genannt Bengg, Statthalter; Beat Jakob Meyenberg, des Raths. Freiburg.Franz vvil Affry, des Raths und Gubernator der Grafschaft Neuenburg; Peter Heinricher, Scckclincister.Solvthur n. Johann Degenscher, Seckelmeister; Hans Jakob Stocker, Altrath; Benedict Hugi, Neurathund Bauherr.
Diese Confercnz ist zusauunen berufen worden, um sich über die auf nächster Tagleistung zu Baden zuErhandelnden Gegenstände zu besprechen, it. Der Nuntius führt den Gesandten zu Gemüthe, iu was fürgroßer Gefahr der Bischof von Constanz und das Stift sich befinde, und wie derselbe hoffe, daß die katho-^schen Orte nach dem Beispiel ihrer frommen Vorältern nach Mitteln sich umsehen werden, um ihn: Er-nüchterung zu verschaffen. Da man ferner höre, daß dieser Zeit Verhandlungen mit dem König vonSchweden stattfinden, bittet er die Orte, darauf zu sehen, daß die wahre Religion und die Freiheit keinenSchaden leide. Uebrigens versichert er die Gesandten der päpstlichen Liebe und bietet ihnen seine DiensteDurch einen Ausschuß wird ihn? gedankt und die Versicherung gegeben, daß man seine Begehren sichN^'de empfohlen sein lassen. I». Bei der Berathung über die fünf vom Herzog von Nohan vorgeschlagenenPunkte, die Neutralität betreffend, stimmen alle Gesandten darin überein, daß man Alles thun müsse, was^ Erhaltung von Friede, Ruhe und Sicherheit dienlich sei - und den benachbarten Freunden Schutz ge-bühren könne. Wie aber die Berathung in das Specielle eintritt, zeigt sich eine Verschiedenheit in den Fu-nctionen, und man erachtet für gut, die Entscheidung in dieser Sache zu verschieben, bis die Abgeordneten^ Bischofs von Constanz und des Abtes von St. Gallei? angehört worden sind. «. Der Abgeordnete des' tzchofs von Constanz, Sebastian Pilgerin Zweyer, berichtet, wie hart die Geistlichkeit des Bisthums jenseits/ Rheins und in Schwabenland bedrängt werde; keil? Religiöse sei mehr in einen? Kloster, kein Canonicus^ seine»? Stifte, kein Pfarrer bei seinen Pfarrkindern, oder sie müßten sich verkleidet ?mv verborgen halten;^ Unterthanen und Dörfer würden mit Mord, Brand, Plünderung und unerschwinglichen CvntributivnenküngZuchj.. namentlich schildert er die gefährliche Lage voi? Constanz und zeigt, daß, als Karl V. im römi-Reiche Krieg geführt habe, die Orte lant besonderer Vereinigung de»? damaligen Bischof ChristophWolfen hätten dessen Land, Leute und Einkommen zu schützen. Der Abgeordnete fügt die Bitte hinzu, diePchNischcn Orte möchten die Person des Bischofs, seine Kleriker, seine Hauptkirche, seine Residenz, seine"erthanen und Gefälle vor feindlichem Neberfall wie ihre eigenen Lande schirmen. «K. Der Abgeordneteb Abtes voi? St. Gallei? eröffnet, daß sein Herr erwarte, daß er als Bundesgenosse mit seinem Gvttes-^ u? dei? Generalbeschlüssen, welche man fassen »verde, als eingeschlossen »verde betrachtet werde»?, und daßihn »vissei? lassen »verde, »vie man sich im Fall eines plötzlichen Neberfalls zu verhalten habe, ob undw man Wachen aufstelle»? »volle, »venu man beschlösse»? habe»? »verde, daß »na»? kein Volk mehr aus der^genvssenschaft »volle laufen lassen. Er wünscht, daß man auf Abhülfe fiir die zu befürchtende Vertheue-des Korns bedacht sein möchte, da Zell am Nntersee eingenommen sei, und wenn Neberlingen ebenfalls^ Heinde Gewalt kommen sollte. Ferner möchte man „den Arrest der Stammheimischen Früchte und des^ r?nZ der Stadt Zürich abwenden; denn es sei wider Bünde, Burg-und Schirmrecht, sinteweil, »van»?
angefochten würde, das Gotteshaus mit seine»? Leute»? i»? seinen Koste»? mitreisen sollte, das doch aufn Fall nicht sei»? möchte, so »»an den? Gotteshaus das Seinige dergestalt vorhalte»? thäte." Endlich er-t>a ^ ^ möchte Zürich bestimmen, das unlängst vo»? dort aus verbreitete famose Libell zu unterdrücken,^ wa»? sonst zu replicieren genöthigt würdp/. und dieß bei Zürich Empfindlichkeit erwecken müßte, v. DiePrhre»? der beiden Abgeordneten »verde»? für billig erachtet; die Gesandten sehe»? es als eine Pflicht der
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