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September 1632.
vieren müssen. Desgleichen läßt Bern unterschiedliche hierüber ergangene Wechselschreiben verlesen, in dereneinein Berit von Solothurn Satisfaction und Bestrafung der Urheber begehrt. Da von de» SvlothurnischenEhre, Eid, Burgrecht und Bünde übersehen und Berits Angehörige unverschuldet feindlich und mörderischtracticrt worden seien, so ersuche Bern die übrigen evangelischen Städte und Orte tun getreues Aufsehen,und daß sie ihm auf nicht erfolgende billige Satisfaction mit Rath und That an die Hand gehen möchten.Einstweilen bitte sie Bern, ihr eidgenössisches Gutachten ab',»geben. — Es wird Bern das lebhafte Bedauernüber diesen traurigen Vorfall bezeugt und eröffnet, man habe allerseits Befehl, dahin zu arbeiten, daß diesesgefährliche Feuer in der Asche erstickt werde, weßhalb es gut wäre, daß alle Thätlichkeiten bis auf nächstbevorstehende Tagleistung zu Baden eingestellt würden; man wolle alsdann ans Mittel denken, wie zu allergebührenden Reparation und Satisfaction des Beleidigten ein Vergleich getroffen werden könne. BernsGesandte möchte» sich aussprechen, ob seine Obern mit der Thätlichkeit innehalten wollen, da man sonst ge-sonnen sei, nach Bern und Solothnrn zu reiten und darum anzuhalten, sowie auch um Abstellung der Wachenund aller aufreizenden Injurien mit Worten oder Werken: das alles dem Herzog von Nohan auf sein in-ständiges Begehren und den evangelischen Orten zu Gefallen lind zum Wohle des Vaterlandes; damit solleBern an seinen Rechten nichts benommen sein. — Die Gesandten Berns erklären nach gethaner Danksagung,daß sie keinen andern Befehl hätten, und daß ihren Herren und Obern schwer fallen werde, ihren gefaßtenEntschluß zu ändern. Die Gesandten der drei übrigen Städte begeben sich deßhalb nach Verrichtung der übrigenGeschäfte sofort auf die Reise nach Bern. Weil Zürich unlängst durch eine Gesandtschaft der fünf katholischenOrte zu Abschickung einer solchen Botschaft mit und neben ihnen ersucht, diese aber wegen der bevor-stehenden Conferenz aufgeschoben worden ist, so benachrichtigt man Luccrn durch einen Boten von dem der-maligen Vorhaben. Dem Herrn du Puy zeigt man auf seinen Vortrag hin den gefaßten Entschluß an undcrtheilt ihm überdieß ein Dankschreiben und Gegencreditiv an den Herzog von Nohan. v. Weil um»durch die beharrlichen Verlockungen des Volkes in schwedische Kriegsdienste in der Weise, wie es bisher ge-schehen, weder Ehre, Lob noch Nutzen, wohl aber von außen und innen gar viel Verweise erhält und da-durch auch Mangel an Volk eintreten könnte, auch früher die Neutralität eingegangen worden ist, so erklärtman sich gegen einander, daß man an den aller Orteil gcthanen Verboten des Reislaufens festhalten wolle-Der vorderösterreichischen Regierung wird auf ihr deßhalb erlassenes Schreiben geantwortet. «I. Was dasVerbot von ungewohnten Durchzügen fremden Kriegsvolkes und die Säuberung der eidgenössischen Pässtbetrifft, weßhalb auf das Begehren Lucerns eine Xlll örtischc Tagleistung nach Baden ausgeschriebenwordeil ist, so ist man der Ansicht, daß man zu Verhütung von allerlei Jnsvlentien und Gewaltthätigkeitenbesseres Einsehen thun und sich deßwegen zn Baden vergleicheil sollte; jedoch werde man denjenigen, welchesich „gleitlich und bescheideil halten", unschädlichen Paß und Repaß, wie es altes Herkommen sei, undwie man bisher zu thun befugt gewesen und es auch der Neutralität gemäß sei, fürbaß nicht versagen, v.das Flüchteil fremder Güter in die Eidgenossenschaft betrifft, so könnte dasselbe allerdings ungleich ausg^deutet werden, ja sogar Angelegenheiten verursachen; dessenungeachtet hält man das alte Herkommen unddie Gewohnheiten, welche etliche Orte ihren Nachbarn gegenüber beobachten, aufrecht und erachtet, daß ^wider die jnra üninanitatis und fast unbarmherzig wäre, wenn Mail denjenigen, mit welchen man inFriedenszeiten Handel und Wandel gehabt und gute Nachbarschaft gepflogen, in ihren Nöthen die Aufnähtihrer Habe versagen wollte. Ueberdieß ist man der Ansicht, daß die Aufnahme solchen geflüchteten Gutesder Neutralität nicht zuwider sei, und daß niemand mit Fug etwas dagegen einwenden könne, zumal da