Juli 1632.
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größerer eintretenden Roth zu deren Beschützung das Möglichste zu thun. Mit der Absendung eines Zu-satzes will man für dicßinal noch innehalten, weil derselbe dermalen nicht nothwcndig ist und auch nicht»lehr begehrt wird. Zu besserem Trost der Einwohner und um ihnen mehr Ansehen bei ihren WidersachernZu verschaffen, sollen die daselbst befindlichen Hauptleute von Zürich und Bern noch weiter dort gelassenwerden. Ueberdieß ersucht man Schaffhausen, zu der Absendung und Unterhaltung eines Zusatzes, wennrs künftig die Nothdnrft erfordern sollte, dem alten Herkommen und den Bünden gemäß auch beizutragen.Die Gesandten Schaffhausens, soweit nicht instruiert, sind der Ansicht, daß man, weil ihre Herren undObern selber Volk zu werben und in ihre Stadt zu nehmen genöthigt seien und in größerer Gefahr alsMülhausen schweben, ihnen die Contribution an der Erhaltung des Zusatzes erlassen sollte. Weil darausschlimme Consequenzen gezogen werden könnten, ersucht man die Gesandten, ihre Herren und Obern dahin zubcrmögen, daß sie sich solcher gemeinsamen Contribution nicht entziehen; man werde später sehen, wie mansolcher Last künftig enthoben werden könne, 1». Schultheiß von Erlach und Oberstzunftmcister Fäsch,Zürichs Ehrensätze in seinem Streit mit den fünf katholischen Orten, berichten über die angefangenen Ver-handlungen. Sie hoffeil ihres Theils Mittel vorgeschlagen zu haben, ans denen man entnehmen werde,daß sie Gerechtigkeit und Billigkeit vor Augen gehabt habeil, lind durch welche auch den fünf Orten anihrer Hoheit nichts benommen werde. Die Ehreilsätze der fünf Orte hätten freilich Mittel vorgeschlagen,die von deil ihrigen weit entfernt seien und mehr die Bekräftigung des Nrtheils von Fraueilfeld als dessenAufhebung bezwecken; der Judicaturpunkt sei darin ganz weggelassen. Weil wegen dieses Punktes von densüiif Orteil wenig zu erhalteil sein werde, mich die rechtliche Handlung große Weitläufigkeit mit sich bringenwürde und letztlich der rechtliche Ausspruch ungewiß sei, so begehren sie Rath, wie in dieser Sache weiterfortgeschritten werden solle, ob man es ersprießlicher erachte, ans der Freundlichkeit zu beharren oder rechtlichfortzufahren. — Zürich antwortet, daß seine Herren und Obern die gepflogene Verhandlung vor sich nehmenünd nicht ermangeln werden, ihre Meinung darüber selber zu eröffnen.
SS8.
Conferenz der V katholischen Orte.
Lueern. 1K32, 12. und 13. Juli.
Staatsarchiv Luccr». Absch. >lo anno lSSS. Vd.XXII. koi. 2IZ.
Gesandte: Lucern. Ulrich Hcinserlin, Statthalter lind Pannerherr; Ludwig Schumacher, Venncr undDcckclmcister; Jost Bircher, Ritter, Zeugherr; Ludwig Meher, Kornhausmcister, alle des Raths. U ri.Heinrich Zum Brunnen, Ritter, Alt-Landammann; Sebastian Heinrich Trösch, Alt-Landammann. Schwyz.Sebastian Abyberg; Hans Käspar Ceberg, Ritter, Statthalter. Unterwaldcn. Sebastian Wirtz, Land-wnmann und Pannerherr, von Obwalden; Johann Zelger, Landammann und Landshauptmann; Johann^ussi, Ritter, Alt-Landammann und Pannerherr, von Nidwaldcn. Z u g. Beat Jakob Znrlanben, Aminann -Caspar Blattmann, des Raths.
u. Auf die Berichte von der Annäherung der schwedischeil Macht gegen die Grenzen der Eidgcnossen-fchäst, auf das um schleunige Hülfe bittende Schreiben der Stadt Rotweil, mkf die mündliche Auseinander-setzung des Oberstlieutnants Zweher, wie die Sachen hie und da stehen, und was für Rücksichten man wegenStadt Konstanz haben sollte; ferner auf die Schreibeil der Gesandten der fünf katholischen Orte nebst
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