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Juni 1632,
zuerst über die Neligions- uud Laudfriedeussachen verhaildelt werde. Da die Jnstructiouen beider Parteienso weit auseinander gehen und die von den Sätzen projectierten Vergleichsvorschläge keinen Eingang finden, sowerden dieselben den Gesandten zu Händen ihrer Herren und Obern übergeben mit dem Ansuchen, dieselbenmöchte» sich weitergehende Instructionen geben lassen oder, wo möglich, einen Versuch zu einem Vergleichemachen. Sollte ein solcher nicht zu Stande kommen, so bestimmen die Sätze für die Fortführung der Ver-handlung in Baden den 1. August, wo alsdann eine rechtliche Entscheidung zu gewärtigen sei. ZürichsGesandte sprechen den Sätzen und den unparteiischen Protokollistcn ihren Dank aus; die der fünf katholischenOrte erklären, daß die von den Sätzen vorgeschlagenen Mittel zu ciucm Vergleiche ohne Präjudiz für ihreHerren und Obern sein solleil, daß sie dieselben ihnen zur Annahme nicht heimbringen können, und daß sieBedenken tragen, über das Generalgeschäft der Judicatur zu antworten. Sie suchen nichts Neues uudwollen auch nichts Altes zerstöreil, sondern lediglich bei den Bnndbriefe», Abschieden und Verträgeil ver-bleiben. Sie bitteil zugleich, mau möchte in den Abschied setzen, daß die Erkanntniß von Frauenfeld imBeisein der Gesandten von Zürich ergangen sei, oder daß man das Wörtlein „absonderlich" radieren solle;auch sie sprechen den Dank den Sätzen und Prvtokvllisten aus. In Folge dessen protestieren auch diezürcherischen Gesandten gegen die Vorgeschlageneil Vergleichsmittel und den Abschied, verlangen, daß dasWörtlein „absonderlich" nicht gestrichen werde, und begehren nichts Anderes, als beim Landfrieden, derReligion, den Bundbriefen und Verträgeil geschützt zu werden. Sie protestieren dagegen, wenn etwas indie Protokolle geschrieben werden sollte, was hier nicht geredt und vorgebracht worden sei. Dieser Pro-testation schließen sich auch die fünf Orte an, dehnen dieselbe aber nicht auf den Abschied ans.
Anm. Diesem Abschied geht im Lucerncrcxemplar das einläßliche Protokoll dieses Nechtstages,beginnend mit dem 22. Juni, voraus. Die Protestatio» der fünf katholischen Orte, die GegenprotcstationZürichs, das Project gütlicher Mittel finden sich auch im Staatsarchiv Bern: Thurgau Bücher O. toi-819. 823. 831. 835.
SS4.
Jahrrechnung der die IV ennetbirgischen Vogteien regierenden XII Orte zuLauis. 1632, 24. Jnni (auf St. Johannis Bapt.).
SiaaiSarchiv Zürich.
Gesandte: Zürich. Johann Jakob Löw. Bern. Johann Rudolf Dubi. Luecrn. Niklaus Cloos-Uri. Heinrich Plantzer. Schwyz. Melchior Beeler. Unterwalden. Melchior Nvrer, Landschreiber.Zug. Wolfgaug Wikart, Seckelmeister. Glarus. Jakob Feldmann, Landsfähnrich. Basel. NiklausBischofs. Freiburg. Pancratius Python, Generalcvmmissarius. Solothurn. Johann Jakob Stocker.Schaffhausen. Johann Jakob Ziegler, Stadtschreibcr (ist nicht erschienen).
Das Verhandelte findet sich im Abschnitte Herrschaftsangelegenhcitcn:
Landvogtci Lauis. ». Art. Sö. Beamte.
L». „ 69. Beamte,v. „ 139. Justizsachen.