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Mai 1632.
Ausweis der Erbeiuigung zu willfahren. Endlich rügt man auch die Insolenzen, welche das von dem Com-missär Ossa durchgeführte Kricgsvvlk zu Dörflingen, Thahngen und Gebenhausen (sie!) verübt hat, mit demErsuchen, dergleichen zu verhüten, da es der Erbeinigung zuwider sei. i. Dem Herzog von Rohan läßtmali durch einen Allsschuß, zu welchem jedes der XIII und der zugewandten Orte einen Gesandten ab-ordnet, den gnädigen Gruß und den wohlaffectivnierten Willen des Kölligs verdanken und zugleich, was denbegehrteil Aufbruch betreffe, eröffnen, daß, weil etliche Orte sich deßwegen dem Ambassador gegenüber be-reits schriftlich erklärt hätten, dieselben es dabei bewenden lasseil. Die übrigen Orte würden das Begehreilihren Herren und Obern referiereil und deren Entschluß ihm beförderlich zur Keuntniß bringeil. In Be-ziehung auf die Pässe gebe die mit der Krone Frankreich errichtete Vereinigung Erläuterung; dieser gemäßwerde man sich zu verhalten wissen und niemanden den Paß wider den König oder dessen gute Freuildegestatten. Weil die Gesandten etlicher Orte in Bezug auf die Pässe ohne Instruction seien, wollen sie dieSache in den Abschied nehmen, mit der Versicherung, daß ihre Herren und Obern nichts vornehmen werden,was der Vereinigung enigegen sei. Der III Bünde halber lasse man es bei der im Februar abgegebenenErklärung verbleiben. Schließlich hält man um beförderliche Entrichtung der ausstehenden Zahlungen undPensionen an, desgleichen um Abstellung der an gewissen Orten in Frankreich der Vereinigung und denbestehenden Pacten zuwider neu errichteten Zölle. Ii. Denen von Rotweil wird geantwortet, weil ihnendermalen keine besondere Gefahr drohe, so halte man den Zusatz auch nicht Vonnöthen; wenn es aberkünftig die Roth erfordere und sie zu unnvthigcn Kriegen keinen Anlaß geben, werde man sich in solchemFalle den Bünden geinäß zu verhalten wissen. Den begehrteil Schein, daß sie noch in dem gemeinen Bundebegriffen seieil, stellt man ihnen zu, läßt ihnen aber zugleich sagen, sie möchten, da sie früher etliche 'Maleauf ergangene eidgenössische Einladung zu allgemeinen Tagleistungen nicht erschienen seien, sich künftig, wennsie Eidgenossen sein wollten, fleißiger einstellen. I. Auf das Schreibeil des Königs von Schweden wirdgeantwortet, zur Zeit wisse man nichts von einem spanischen aus Italien nach Deutschland ziehenden Kricgsvvlk,und weder bei gesummten noch einzelnen Orten sei der Paß sollicitiert worden. Sollte derselbe künftigbegehrt werden, so sei man gesinnt, nicht einzuwilligen, sondern sich der Neutralität, soweit dies; ohne Ver-letzung der Bündnisse geschehen könne, aufrichtig zu befleißen, in der Hoffnung, der König werde die Ver-fügung treffen, daß die Eidgenossenschaft und ihre Zugewandten, die sich in das deutsche Kriegswesen nichteingemischt hätten, von allen Kriegsbeschwerden verschont bleiben, und daß zugleich ihres mitlaufenden Inter-esses wegen auch die angreuzende Nachbarschaft, soweit immer möglich, verschont werde, m. Schließlich erklärtman sich eid- und bundesgenössisch, daß man Bünde, Verträge und Landfrieden aufrecht und redlich gegeneinander halten wolle. Sollte eines oder mehrere Orte wider Recht und Billigkeit angegriffen werden, siwill man einander nach dem Inhalt der geschworenen Bünde mit Gut und Blut zu Hülfe kommen. I»«(S. u. Baden.)
Verhandlungen der katholischen Orte.
<». Gesandte des Bischofs von Basel ersucheil die sieben katholischen Orte um Bestimmung eines Tage'6für die Erneuerung des Bundes. Sie hoffen, daß es inzwischen bei der alten Vertraulichkeit verbleiben werde,wie wenn der Eid bereits geleistet wäre. Ferner eröffnen sie, Bern stifte die Münsterthaler auf, die kaiser-liche Contributivn nicht mehr zu erlegen, und habe von dem Bischof eine Zusammenkunft begehrt, offenbarum die alten Streitigkeiten zu erneuern und- die Forderung der wegen Biel aufgelaufenen Kosten weiter zubetreiben; der Bischof ersuche deßhalb die Orte um ihren Rath. Da bei diesen leidige» Zeiten viele kathw