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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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Februar 1632.

beistehen werden. Dem Herzog von Rohan wird in Beziehung auf den begehrten Aufbruch geantwortet, dieMehrzahl der Orte habe davon keine Nachricht erhalten und habe deßhalb ihre Gesandten nicht instruierenkönnen; man wolle den Antrag den Obrigkeiten referieren. Den III Bunden wird geschrieben, man seientschlossen, bei diesen so seltsamen Läufen ein getreues Aufsehen auf sie zu haben und ihnen im Fall derNoth den beschworenen Bünden gemäß tröstliche Hülse zu leisten; zugleich wird ihnen mitgctheilt. was manihretwegen an den Erzherzog Leopold geschrieben habe. Freiburg und Solothurn erklären sich dahin, daßsie zwar in Beziehung auf die Bünde, mit denen sie nicht verbündet seien, keinen Befehl haben, auch nichtin ein Schreiben einwilligen können; weil man aber insgemein der Ansicht sei, daß damit dein gemeinenWesen geholfen sein werde, willigen sie auf die Bitte der übrigen Orte im Namen ihrer Obern auch ein,in der Hoffnung, daß ihnen nicht das Mißfallen darüber bezeugt werde.') «. Zürich eröffnet, der Herzog vonRohan habe gewissen Bericht erhalten, daß die Oesterrcicher den Rheinbereiten" und durchwaten lassen^ sodaß zu besorgen sei, es möchte bei so kleinem Rhein etwas wider die Bünde versucht werden. Der Herzog habedeßhalb an Zürich, als eines der nächstgelegcnen Orte, das Anstichen gestellt, es möchte etwa 2000 Mannins Sarganserland legen; Zürich habe aber bisher, che die übrigen daselbst regierenden Orte davon auchbenachrichtigt worden seien, es noch in Bedenken gezogen, k. Wider die früher ergangenen Abschiede haben etlicheOrte das Münzen kleiner Sorten fortgesetzt und dieselben an Gehalt so gering gemacht, daß die groben gutenSorten im Preise steigen und durch den Aufwechsel gar aus dem Lande geführt werden. Es wird deßhalbabermals verabschiedet, daß die Münzen allenthalben geschlossen, die Stempel aber zu der Obrigkeiten Händengenommen werden sollen. Sodann wird Zürich ersucht, die Sorten aufzusetzen und zu valuicrcn und dasResultat durch den Druck bekannt zu machen, damit man der Münzen halber eine Gewißheit habe und sichdarnach zu richten wisse. A. Zürich eröffnet, es sei ein alter eidgenössischer Brauch gewesen, daß jeder Gesandteauf den Tagsatzungen seinen Befehl und seine Meinung sofort eröffnet habe. Jetzt aber seien einige Maledie Gesandten etlicher Orte, wenn die Umfrage an sie gekommen sei, abgetreten und hättenübernächtigenVerdank genommen", wodurch die Tagleistungcn verlängert, große Kosten und andere Ungelegcnhcitcn ver-ursacht worden seien; man möchte sich dahin entschließen, fortan den alten Brauch zu beobachten. Man ist damitinsgemein einverstanden; wenn aber Umstände nothwendig einen Verdank erfordern sollten, wie es frühermehrmals geschehen sei, so sei es billig, daß niemand verkürzt werde. I». (Mit Spanien verbündete Orte.)Es werden zwei Schreiben, eines vom Herzog von Feria, ein zweites von dem spanischen Ambassador,Grafen Casati, verlesen; sodann was Hauptmann Crivelli mitthcilt, nämlich der Herzog sei durch die gegen-wärtigen Läufe verhindert worden, das Bündniß zwischen dem Haus Mailand und der katholischen Eidgenossen-schaft zu erneuern. Die Orte möchten zum Nachthcil des Herzogthums nichts gestatten, wie denn auch derKönig bereit sei, den Nutzen der Orte jeder Zeit zu fördern. Lucern soll dem Herzog und dem Ambassadorangemessen antworten.

I» aus dcm Luccrncrcrcnwlar.

Zu «»'). Dieser Passus ist dein Solothurnerexcmplar enthoben. Der solothurnischc Gesandte Hafnerbemerkt am Rande:Ich habe swcder) in der Bündner Begehren noch in die Schreiben eiugewilligct. DerGesandte von Freiburg hat auf diese Form sich erklärt."

Anm. In der Tschudischen Sammlung der Originalabschicde im Statsarchiv Zürich (dost. XII, 93)ist ein kurzer Bericht von den Verhandlungen dcm Abschied beigelegt, in welchem angegeben ist, was diekatholischen Gesandten in ihren besondern Versammlungen verhandelt haben. Der Inhalt derselben ist