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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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Juli 1630.

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und Solothurn berichten, was für eine Beschaffenheit es mit dem Münzwesen bei ihnen habe. Die Mehr-zahl der Gesandten erachtet für nützlich, daß eine gute, beständige Ordnung gemacht und fest daran gehaltenwerde. Es wird in den Abschied genommen, daß man nochmals bei den alten deßwegcn gemachten Ord-nungen verbleiben solle. Das Münzen der kleinen Sorten soll eingestellt sein und keine guten groben Silber-sorten sollen vermünzt werden. Wolle man Silbergeschirr vcrmünzen, so sollen allein ganze und halbe Dickendaraus gemacht werden, widrigenfalls man andere Münzen verrufen würde. Die ausländischen Münzen,welche den festgesetzten Schrot und Halt nicht habe», sollen gänzlich verrufen und der schädliche Wechsel ab-gestellt sein. t. Wegen des Besuchs der Jahrrechnung zu Baden war einiges Mißverständnis vorgefallen,indem etliche Orte sich früher als andere auf die Reise begeben hatten. Damit dergleichen Confnsion künftigvermieden werde und jedes Ort eigentlich wisse, auf welchen Tag es ankommen solle, vereinbart man sichnochmals dahin, daß fürderhin die Jahrrechnung zu Badeil, wie im Jahr 1626 verabschiedet worden ist, aufden ersten Sonntag im Juli n. K. anfangen und daß zuerst die allgemeinen Geschäfte, hernach die Appellationenund die Jahrrechnungsgeschäfte vorgenommen werden solleil. zx« W^lll die Heiden und Zigeuner den mehr-mals ergangenen Abschieden und Mandaten entgegen zum höchsteil Schaden des gemeineil Mannes sich hinund wieder im Land aufhalten und sich allein mit Stehlen und Ranben erhalten, so verabschiedet manwiederum, daß dieselben allenthalben entfernt und nirgends geduldet werden sollen. Den Landvögten in dengemeinen Vogteien wird ernstlich befohlen, den deßwegcn ergangenen Abschiedeil und Maildaten nachzukommen,diesem schädlichen Diebsgesindel in ihren Amtsbezirken nicht allein keinen Aufenthalt oder Durchpaß zu ge-statten, sondern dieselben, wo sie sich finden lasseil, gefangeil zu nehmen, was sie bei sich tragen, zu derObrigkeiteil Händen zu confiscieren und sie noch dazu ihrer Uebertretungen nach hart abzustrafen, damit dasLand gesäubert werde und man vor ihnen gesichert sei. Ii Uri hat durch eine „ehrliche, vaterländische unddein Land ganz wohl gewogene Person" Bericht erhalten, daß der Herzog von Friedland vorhabe, den Gott-hard und alle andern ennetbirgischen Pässe in seine Gewalt zu bringen, was man um so eher für glaub-würdig halte, weil an dem Latifer eine fremde unbekannte Mannsperson sich geweigert haben soll, den Zollzu geben, mit den Worten, daß dieser Zoll bald in fremde Hände kommen werde. Ilm dergleichen Anschlägenzuvorzukommen und die vortheilhaften Pässe zu erhalten, ist Uri mit seinem Landesfähnlein bereits aus-gezogen und ermahnt die XII Orte, daß jedes 200 Mann nachschickeil und im klebrigen sich gerüstethalten möchte. Schwyz und Unterwalden haben bereits etwas Volk nach Bellcnz abgeordnet. Man hältzwar diese Berichte nicht für zuverlässig, erklärt sich aber nochmals dahin, einander im Fall der Roth nachInhalt der Bünde mit Gut und Blut wider alle diejenigen beizustehen, welche den eidgenössischen freieil Standzu perlurbieren oder zu schwächen sich unterstchen sollten. Man ermahnt einander, wachsam und gerüstet zusein, um für jeden Fall einander die Hülfshand bieten zu können, i. Obige eingelangte Berichte theilt mandem österreichischen Gesandten mit nnd eröffnet zugleich, etliche Orte hätten allein zu Versicherung der Pässeund zu niemandes Offension einiges Volk dahin abgeordnet. Der Subdelegierte schenkt den Berichten keinenGlauben, sondern ist der Ansicht, es möchte solches von Widerwärtigen, die gern Mißtraueil erregen würden,herkommen; überdies; erklärt er, durch einen eigenen Curricr den Herzog von Friedland davon inKenntniß setzeil zn wollen und dessen Bescheid darüber zu vernehmen. Den 14. Jnli Abends kommt derCurrier wieder an, und am folgendeil Mvrgen stellt Vvlmar die Antwort des Herzogs abschriftlich zu, inwelchem derselbe erklärt, daß er niemals dergleichen im Sinne gehabt, was man von Einnahme der Pässeberichte. Volmar fügt in seinem an die Gesandteil gerichteten Schreiben bei, die Orte möchten ihr Volk