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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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Juli 1630.

ein Glied desselben allein aus der Ursache feindlich anzufallen, weil sich derselbe mit des Königs Kriegsvolkgegen den Kaiser nicht habe verpflichten wollen. Der Kaiser und der Erzherzog hätten erwartet, daß der. auf die Tagsatznng nach Solothnrn abgeordnete österreichische Gesandte zugelassen und daß ihm solche un-bescheidene Vorträge mitgetheilt worden wären, zumal da er Befehl gehabt habe, die Unbegründetheit der-selben nachzuweisein Dessenungeachtet wolle der Kaiser bei seinen friedfertigen Absichten und bei der mitdem Hause Oesterreich bestehenden Erbeinigung verbleiben. Es sei ihm auch berichtet worden, daß abermalsviel böse Practiken durch widerwärtige und friedhässige Leute heimlich und öffentlich zu dem Zwecke insWerk gesetzt werden, damit zwischen der Eidgenossenschaft lind denjenigen, welche bisher die Feinde undRebellen des Reiches und des Hauses Oesterreich mit Rath und That geschlitzt hätten, neue Bündnisse ge-schlossen werden sollten. Der Kaiser und der Erzherzog erwarten aber von der Eidgenossenschaft eine stand-hafte Haltung und die Observanz alles dessen, was der Erbeinigung gemäß ist. Die Urheber solcher Practikenhätten keine andere Absicht, als den mnthwillig erregten Krieg von sich ab- nnd ans Andere zu leiten. DieEidgenossen möchten deßhalb „in die noch schwebenden Kriegsverfassnngcn" sich nicht verleiten lassen, weit-anssehende Bündnisse und widrige Insinuationen von der Hand weisen, gegen Kaiser und Reich, als dessenhochbefreites Glied, und gegen das Haus Oesterreich in friedfertiger Rachbarschaft verbleiben und für un-zweifelhaft halten, daß dies; die einzige Grnndsäule ihres freien Standes wie bisher, so auch künftig seinwerde, und daß, sobald diese durch Leute von friedhässiger und eigennütziger Zunge umgerissen werden sollte,eine schwere Veränderung dieses freien Regimentes erfolgen würde. — Alan läßt dem Abgesandten durcheinen ansehnlichen Ausschuß die wiederholte Versicherung des Kaisers und des Erzherzogs verdanken nnddabei ferner eröffnen, den Aufbruch des Kriegsvolks habe man dem König kraft des Bündnisses nicht ver-weigern können; die Obrigkeiten hätten jeder Zeit dem kaiserlichen Wort völligen Glauben geschenkt nnddas Vorgefallene viel mehr den Ministern und der ungezähmten Soldateska zugemessen in der Hoffnung, eswerde der Kaiser in möglichster Kürze die Bünde der so lästigen Einlagerungen entledigen und alles wiederin den vorigen freien Stand setzen, um was man den Kaiser demüthigst gebeten haben wolle. Wenn be-hauptet werde, daß die Orte durch Practiken friedhässiger Leute zu neuen Bündnissen verleitet werden sollen,so könne man versichern, daß bei den Obrigkeiten dergleichen Versuche von niemanden gemacht wurden seien.Man sei gewillt, die ewige Erbeinignng aufrecht nnd redlich zu halten, in der Erwartung, es werde derKaiser und das Haus Oesterreich ihren mehrmals gethanen Erklärungen gemäß solche nicht weniger aufrechterhalten und nicht gestatten, daß dawider gehandelt werde. Schließlich wird dem Subdelegierten bemerkt,daß auf Angekommene Berichte hin, als gehe man mit Anschlägen auf die eidgenössischen Pässe um, etlicheOrte dieselben mit Volk haben besetzen lassen; diese Maßregel habe aber blos einen defensiven, keinen offen-siven Charakter. «. Glarus ist veranlaßt worden, die Ziegelbrücke zu Erleichterung des Verkehrs anders zubauen. Weil dieser Vau bedeutende Kosten verursacht hat, aber den Durchreisenden, sowie für das Hin- undHerführen der Maaren sehr dienlich ist, so gedenkt es, einen mäßigen Zoll zu fordern und ersucht um Gestat-tung dieser so billigen Sache. — Alan hält es für bedenklich, neue Zölle errichten zu lassen, und nimmt dasBegehren uck reloronckuin. (S. u. Vier ennetb. Vogteicn überh.) «. Etliche Orte haben die früher gemachteMünzordnnng und die darüber ergangenen Abschiede schlecht gehalten, indem sie allerhand kleine Münzengeprägt haben, wodurch das gute, silberreiche Geld ausgewechselt, in die Tiegel geworfen nnd also nothwen-diger Weise im Preise gesteigert worden ist. Es wird daher daran erinnert, daß man bei den Abschiedenverbleibe;; möchte, um nicht wieder in das alte traurige Wesen zu gerathen. Uri, Schwhz, Bern, Freibnrg