October 1629. 609
Lucern Walthart Amrhh», Ritter, Schultheiß; Moriz An der Allmend, Stadtfähnrich und des Raths.Ur i Sebastian Heinrich Trösch, Landaminaun; Kaspar Romanus Troger, Ritter, Alt-Landammann. Schwy z.Heinrich Nediug, Ritter, Landammaun; Gilg Frischherz, Ritter, Alt-Landammann; Johann Kaspar Ceberg,Ritter Alt-Statthalter und des Raths, llnterwalde». Marquard Jmfeld, Statthalter, von Obwaldcn;Johann Lussi, Ritter, Landammann^ von Ridwalden. Zug. Paul Bengg, Statthalter; Johann Trinkler,Akt-Amman». Glarns. Balthasar Gallati, Landnmmann; Heinrich Pfändler, Alt-Landammauu. Basel.Hans Rudolf Fäsch, Zeugberr; Leonhard Lübeln,an», beide des Raths. Freibnrg. Johann Reiff, Statt-halter Solvthurm Jobanu Degenscher, Seckelmeistcr; Victor Hafner, Stadtschreiber. Schaphausen.Rochus Goßweiler, Burgermeister; Hans Ulrich Hagenloch, Seckelmeister. Appenzell. Martin Suter,Landa.nn.ann, von Jnnerrhoden; Konrad Zellweger, Landaunuann. von Außerrhoden. Abt St. GallenHans Rudolf Nediug. des Raths und Laudvogt zu Lichtensteig. Stadt St. Gallen. Christoph Schlaparizi,
Seckelmeister.
Eidgenössische Begrüßung Der außerordentliche französische Ambassador, Herr Brulart de Leon,läßt nach freundlicher Begrüßung eine ProPosition in deutscher Sprache verlesen. In derselben erklärt er,daß der vom spanischen Ambassador vor den fünf katholischen Orten zu Weggis gehaltene Vortrag, der zun,Zweck habe die Katholischen und die Evangelischen in Uneinigkeit zu stürzen, ihn zu reden veranlasse.Wenn man' sagt er recht und wohl die schlechten und schwachen Gründe und Ursachen dieses gcmeltcn"Disconrses erwägen will, wird man sehen, daß solche nur von einem jungen Doctvr hcrfließen thnn, dessen"Geschicklichkeit so gering, als sein Geist ungestüm und aufrührerisch ist, weil er bei den Katholischen die"Liebe so sie gegen' ihrem Vaterlande tragen sollen, unterstehet zu schwächen, zu ändern und zu verderben,"ja dieselbige begehrt er von den Evangelischen unter einem falschen Schein der Religion, deren er sich"Mangel halb besserer Ursachen gar oft behilft, zu sönderu, vermeint damit die Augen des gemeinen Volkes,"als geschehe es aus Frömmigkeit, zu verblenden und also die Personen zu betrügen und zu verführen, auch"sie lel-tlich unter das Joch der Dieustbarkeit, so ihnen gerichtet ist, zu stürzen." Er spricht sein Bedauernaus daß die fünf katholischen Orte ans der zu Weggis gehaltenen Taglcistung beschlossen haben, die angebotene.nächtige Hülfe des Königs nicht anzunehmen. Inden, er seinen zu Solothnrn gehaltenen Vortrag mit demdes spanischen Ambassadors in Parallele stellt, spricht er die Hoffnung aus, daß, gleich wie das Licht dieFinsternis, verscheuche, die fünf katholischen Orte alle Rebel des Betrugs und der Irrung ans ihren Gemüther.,verschencben und daß sie den Entschluß, de» sie zu Weggis gefaßt, gegen einen bester., vertauschen werden.Es sei notwendig, den Geist des Friedens und der Einigkeit zwischen allen Orten zu erhalten und ihn nichtunter de... falschen Deckmantel der Religion vergiften zu lassen; der Ruh,., der Altvordern werde erbleichenwenn die Orte, auf allen Seiten mit Waffen »...gebe», bei die,er Gelegenheit nicht ein Zeichen ihrerFürsichtigkeit und Maunheit gäben. Gebe man ein solches, so könne ...an sicher sein, daß die Orte wederangetastet noch beleidigt würden; werde aber die Sache anders vorgenommen, ,o wurden d.e Gegner alleZeit sagen und tbnn können, was ihnen ihre Amb.t.on e.ngebe D.e E.dgenosten sollten weder ka.serl.chnoch französisch, auch nicht spanisch, sondern nur gute, wahre, vaterländssch gestm.te Leute M und memanden
. ' n.itw» darauf beruhe das Gluck und das He.l .hres Vaterlandes.
Glauben scbenken als denen, d.e sie Werth hauen, ^ .
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