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October 1629.
Conferenz der V katholischen Orte.
Wcggis. 1KS9, 1K. October.
Landcsarchiv Nidwaldc».
Gesandte: Lucern. Walthart Amrhhn, Ritter, Alt-Schultheiß und Stadthauptmann; Moriz An derAllmend, Stadtvcnner; Ludwig Schumacher, Seckelmeister und Venuer. Uri. Sebastian Heinrich Trösel),Landammann; Kaspar Nomanus Troger, Ritter, Alt-Landantmann. Schwhz. Heinrich Neding, Ritter,Landammann und Pannerherr; Gilg Frischherz, Ritter, Alt-Landammann und Landshauptmann; JohannesSebastian Abhberg, Alt-Landammann. Unterwalden. Aiarquard Jmfeld, Ritter, Statthalter, vonObwalden; Johann Lussi, Ritter, Landammann; Johannes Zelger, Alt-La»dammann, von Nidwalden. Zug-Johann Hasler, Ammanu; Paul Bengg, Statthalter; Beat Jakob Aiehenberg, des Raths.
Diese Conferenz wird von-Lucern zusammenberufen, damit die katholischen Orte noch vorder zu Badensich versammelnden gemcineidgenössischen Tagleistung sich besprechen können, z». Die Instructionen lautendahin, daß man von der dem außerordentlichen französischen Ambassador durch eine Gesandtschaft schriftlichund mündlich abgegebenen Erklärung nicht abgehen könne. Da man bis dahin keine Gelegenheit gehabt hat,die Motive dieser Erklärung auseinanderzusetzen und man anderwärts dieselbe als hervorgegangen ausMangel an Muth und der Absicht, eine Trennung herbeizuführen, deutet, während die Orte gerade Ein-müthigkcit herbeizuführen bemüht sind, und man auch dem Ambassador oder dein König selbst die Motiveauseinanderzusetzen wünscht, so bequemt man sich dazu, die nach Baden ausgeschriebene Tagleistung zu be-suchen, namentlich um auch die übrigen katholischen Orte über jene abgegebene Erklärung belehren zu können.I». Ueber die einzelnen im Ausschreiben von Zürich enthaltenen Gegenstände faßt man keine Beschlüsse, sondernläßt es auf die allgemeine Berathung ankommen, v. Es wird auch für gut erachtet, daß Zug seine Er-klärung und sein Begehren wegen der Besatzung in: Sarganserland zu Baden anbringe. «I. Die Gesandt-schaft von Schwhz stellt die Frage, ob es in den derinaligcn Zeiten, wo die durch die Religion herbeigeführteEntzweiung dein Ansehen der Eidgenossenschaft so großen Abbruch thue und die Ucbelgcsinnten so herzhaftmache, nicht ersprießlich wäre, wenn von den katholischen Orten insgemein den Orten der neuen Religiondie Einmüthigkeit zu Sinn gelegt würde, welche zur Zeit ihrer Vorältern bei deren „Glaubensprofession"statt gefunden habe, und wie bei fortdauerndem Glaubenszwiespalt die wahre Vertraulichkeit keine Wurzelschlagen könne. Die übrigen Gesandten theilen den Wunsch, daß etwas Ersprießliches zu Stande kommenmöchte, nehmen den Anzug in den Abschied und stellen ihren Obern anHeim, ob nicht auf der nächsten Tag-leistung der außerordentliche Ambassador gebeten werden sollte, „das Geschäft mit glimpflichen torminisanzutreten."
Gememeidgenössische Tagsalzung der XIII Orte nebst Abt und Stadt St. Gallen.
Baden. IK29, St. bis 27. October.
Staatsarchiv Zürich, kost. XII. 14Z. toi. 1K7, Landcöarchiv Nidwaldc».
Gesandte: Zürich. Heinrich Bräm, Bürgermeister; Salomvn Hirzel, Seckelmeister. Bern. FranzLudwig von Erlach, Herr zu Spiez, Schultheiß; Glado Wcyermann, Alt-Zeugherr und des Raths.