Marz und April 1628.
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458.
Visitation des Thurgaus und des Nheinthals.
162». 1(». März bis ? April (6. Marz a. K.)
Staatsarchiv Zürich, «est. XII. 14». t'ol. 22.
Gesandte: Zürich. Heinrich Bräm, Bürgermeister. Lucern. Jost Bircher, Ritter, des Raths.Schwpz. Sebastian Abyberg, Landannnann. Glarns. Heinrich Pfändler, Landanunann.
Die auf der gemeineidgenössischen Tagsatzung bezeichneten Abgesandten begeben sich zu gehorsamerVollziehung des ergangenen Abschieds Donnerstags den 16. März von Baden in Gottes Namen ans dieReise und eröffnen selbigen Tags im Durchreisen zu Kaiserstuhl bei dem fürstbischöflichen Vogt, wie auchbei der Stadt ihren Befehl und finden bei denselben bereitwilligen Gehorsam, so daß man nicht zweifelt,sie werden zn Beschützung des namhaften Passes daselbst auf jeden sernern Spccialbefehl das Ihrige gern thnn.An demselben Abend langen die Abgesandten bei dem Gotteshans Rheinau an. Der Prälat will zur Ver-wahrung des vortheilhaften Passes daselbst, über dessen Beschaffenheit jeder Gesandte seinen Herren undObern ausführliche Mittheilnng machen wird, das Seinige nach Möglichkeit thnn, wie er denn sofort dieWachen ziemlich verstärkt. — Freitag den 17. begrüßt Oberst Graf Allwig von Sulz die Abgesandtenzu Rheinau. Wie derselbe über das dermalige Kriegswesen sich geäußert hat, wird jeder Gesandte znberichten wissen. — Bon Burgermeister und Rath der Stadt Schaffhausen durch eine Ehrengesandtschafteingeladen, reiten die Abgesandten desselben Tages dahin. Samstag den 18/ lassen sie sich daselbst dasZeughaus,' alle Porten und besonders die Festung Unnoth und Anderes, was zur Defension dienen kann,zeigen und finden dabei einen besonderen Trost für selbigen namhaften Paß. Die Gesandten werden diesesalles sowie auch die große Ehre und Freundschaft, die ihnen daselbst widerfahren ist, ihren Herren undObern zu referieren wissen. - Sonntag den 19. kündigen die Gesandten der Stadt Dießenhofen ihrenBefehl an und finden daselbst gar bereitwilligen Gehorsam, und daß dieselbe zur Defension dieses Passesbei 550 ziemlich wohlbewehrte Burger und nächstgesessene Untcrthanen in Bereitschaft habe. Die Gesandtentreffen auch die Verfügung, daß die Fallbrücke an der Rheinbrücke vollendet werde. - Montag den 20.treffen die Gesandten das von Baden aus an den Herren Hauptmann zu Eonstanz ergangene Schreibennoch an und finden rathsam, daS Datum desselben zu „erfrischen", weßhalb man selbiges eröffnet und einanderes in der Gesandten Namen, jedoch gleichen Inhalts, ausfertigt und sofort abschickt. Das Antwort-schreiben von der Stadt Constanz verspricht die Continuierung guter Nachbarschaft. - Die thurgauischenQuartierhauptleute sammt etlichen ihrer Befehlshaber erscheinen den 21. auf schriftliche Einladung hin fastalle Den aus den regierenden Orten in den Thnrgau abgeordneten Hauptleuten und Befehlshabern checktman der Herren und Obern Befehl und Entschluß umständlich mit und findet bei ihnen ebenfalls bereit-willigsten'Gehorsam; man bemerkt, daß die Untcrthanen der Landgrafschaft Thnrgau, deren ungefährbei 10 000 streitbare Mannspersonen sein mögen, gleichfalls guten Willen haben, auch mit den ihnen früherborgeschriebenen Wehren ziemlich wohl versehen sind. Hierauf lassen die Gesandten die churgauische Kriegs-ordnung ablesen, die sie ihres Theils auch gut befinden; pe lassen sich auch gefallen, daß nach der thur-gauischen Quartierhauptleute Vorschlag zwei „-briste Landeswachtmeister", deßgleichen Mi Provia.ck- undMunitionsherren" bestellt werden. Darauf werden Kilian Keffelrmg und Junker Heinrich Goldc zu Bolsch-hausen zu obristen Wachtmeistern, Gabriel Wysing, Statthalter zu Tobel, und Kaspar Muller, Statthalter
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