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Januar 1628.
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Konferenz der VII katholischen Orte.
Lueern. 1K23, 21. bis 3t. Januar.
Staatsarchiv Laccr». Absch. de anno 1628. Bd. XVIII. toi. 12.
Gesandte: Dieselben, welche im vorhergehenden Abschiede.
Diese Zusammenkunft ist wegen der Walliserangelegenheitcn von dem Nuntius zusammenberufcnworden. ». Der Bischof von Sitten erscheint persönlich sammt einem Ausschuß des Domcapitels, deßgleichenvier Gesandte der sieben Zehnden. Der Bischof beruft sich wegen seiner Beschwerden auf den schriftlich ein-gereichten Vortrag und bittet, daß man ihn bei seinen Rechten und Immunitäten schirme. Der Domdecanbeschwert sich im Namen des ganzen Capitels, daß ihnen zur Zeit der letzten Wahl schriftliche Gewahrsamedurch Arglist und Gewalt zum Nachtheil der Kirche zu Sitten abgedrungen worden seien. — Die Gesandtender sieben Zehnden verdanken die bisher angewendete Mühe und erklären sich bereit, die Meinung desPapstes anzuhören, auch bei der wahren katholischen Religion zu verbleiben und dieselbe einzig zu cultiviercnin der Hoffnung, daß das Band der Liebe zwischen den beiden Parteien wieder befestigt werden könne. —Der Nuntius eröffnet hierauf, laut Bericht habe man in letzter Zeit im Wallis zum Nachtheil der wahrenReligion und der geistlichen Jurisdiction allerlei Neuerungen vorgenommen; er könne seinen Befehl nichteröffnen, bis er wisse, in welcher Absicht dieß geschehen sei. Bedauerlich sei, daß trotz wiederholter Mahnungund trotz Versprechungen die Anhänger der neuen Religion im Lande geduldet werden, daß mau dem reis-fertigen Bischof alle seine Sachen durchsticht und das Landessecretsiegel neben das bischöfliche Siegel gedrückthabe, daß der Rath dem Landshauptmann befohlen habe, sich in das bischöfliche Schloß zu begeben; daßein Edict publiciert worden sei, daß niemand, ohne einen Schein von der Obrigkeit vorzuweisen, sich ansdem Land begeben dürfe. Noch immer werde der Pfarrer von Sitten in Verwahrung gehalten und beisiebzig oder mehr Personen seien bloß deßhalb bestraft worden, weil sie sich den Vätern der Gesellschaft Jesufreundlich erzeigt hätten; von Anderm wolle er schweigen. Er stellt ferner die Frage, ob man die Ver-mischung mit den Protestanten künftig gestatten, und ob man die Priester ebenfalls unter jenes Edict stellenwolle, und verspricht strenge Bestrafung des Pfarrers zu Sitten, wenn er, wie verlaute, sich ein großesLaster habe zu Schulden kommen lassen. — Am folgenden Tag sprechen sich die Gesandteil von Wallis inAbwesenheit des Nuntius über dessen Beschwerden umständlich aus und bemerken dabei, sie hätten sich dieserVerweise nicht versehen und seieil von ihrer Obrigkeit blvs dahin instruiert, die Meinung von Ihr» Heilig-keit über die schwebende MißHelligkeit zu vernehmen und nochmals zu erklären, daß man bei der alten, wahreilReligion zu verbleiben gedenke, und daß den Rechten des Bisthums nichts benommen werden solle.Sie verantworten sich nun den einzelnen vom Nuntius ihnen gemachten Zulagen gegenüber, k». Derfranzösische Gesandtschaftssecretär, Junker Wallier, ttägt vor, es sei als ordentlicher Ambassador HerrFoucquct ernannt, dessen Abfertigung nur deßhalb noch nicht geschehen sei, weil der König mit der Bela-gerung der Stadt Nochelle sehr beschäftigt sei. Er habe Befehl, sein Möglichstes zu thun, daß der altewahre Glaube in der Landschaft Wallis sicher gestellt und die MißHelligkeit beseitigt werde. Die Ortemöchteil sich auch des auf jüngster Jahrrechnung zu Baden gegebeilen Versprechens erinnern, das Bündnis;und die Pflichten gegen den König wohl zu halten, damit derselbe Ursache habe, seine Affectiou nichtnur zu behalten, sondern auch noch zu steigern. — Die Sache wird hierauf beiderseits sehr ausführlich