Mai 1627.
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Confcrenz der IV evangelischen Städte.
Aarau. 1627, 26. und 27. Mai (16. und 17. Mai a. K.).
StaalSar-»!» Zürich, tlost. XII. IIS. Iv». ävl.
Gesandte: Zürich. Heinrich Bräm, Salomou Hirzel, beidi Seckelmeister und des Raths. Bern.Glado Wchermann, Zeugherr; Michel Freudenreich, beide des Raths. Basel. Hans Rudolf Fäsch, Zcug-hcrr; Leonhard Lützelmann, beide des Raths. Schaffhausen. Rochus Gvßwciler, Vurgerincister.
Basel hat wegen der an seinen Grenzen sich täglich - mehrenden Kriegsmacht diese Zusammenkunftausgeschrieben. Es berichtet über die Beschaffenheit dieser Kriegsmacht und eröffnet insbesondere, es seienmehrfache Warnungen gekommen, dahin lautend, daß der General von Pappcnheim einen Anschlag aufBasel beabsichtige und zu diesem Zweck einen vornehmen Ingenieur bestellt und allerlei Kriegsiustrumentehabe zurichten lassen. Basel bittet um getreues Aufsehen und daß Zürich und Bern, (Schaffhauseu, ebenfallsan den Grenzen gelegen, habe genug für sich zn sorgen), für das nächste Bedürfnis) tausend Mann so ge-richtet halten möchten^ daß Basel derselben auf die erste Mahnung, welche ohne dringende Roth nicht ge-schehen werde, versichert sein könne. — Die drei Städte erklären, daß sie nach Inhalt der Bünde und nachbestem Vermögen Basel zu Hülfe eilen werden. Zürich und Bern haben bereits die Anordnung getroffen, daßeine Anzahl ihres Volkes sich bereit halten solle, um auf erste Mahnung aufbrechen zu können. I». Lucernbat Basel für den Fall der Roth getreuen Beistand zugesichert. (Das Schreiben ist datiert den 22. Mai.)Weil nun anzunehmen ist, daß die andern katholischen Orte ebenso gesinnt seien, daß dieselben aber,um Hülfe gemahnt, für ihr Volk ohne Zweifel die Uebung ihrer Religion gestattet haben »vollen, wasWohl Bedenken erregen könnte, so bittet Basel um ein Gutachten, ob und unter welchen Bedingungen selbigeHülfe im Falle größerer Roth zu begehren und was, wenn der Zuzug stattfinde, in Beziehung auf dieNcligivnsübung zu bewilligen sein möchte. Dieser Punkt, „daran ein Hohes und Wichtiges gelegen ist", wirdM den Abschied genommen. Einige Gesandte sind der Ansicht, daß man sich auf nächster Tagsatznng zuBaden in allgemeiner Versammlung freundlich unterreden und beiderseits über gegenseitige Zulassung odermie abschlägige Antwort vergleichen sollte. Denn, wenn mau von den katholischen Orten keine Hülfe be-gehrte würde daraus Aulaß zu allerlei Verweisen und, was noch mehr ist, zu einer Trennung gegebenwerden' falls aber die zugezogene Hülfe wegen verjagter Religionsübung wieder heimkehren sollte, w würdesolches 'gemeiner Eidgenossenschaft zu Schimpf und Spott gereichen. «. Auf einen in Betreff Mülhausensgestellten Anzug wird für gut befunden, daß die Gesandten ans künftige Jahrrechnung zu Baden oder eineandere nächste Zusammenkunft instruiert »verde», damit ein „satter Nathschlag" gefaßt werde.» könne, wiedie Haushaltung dieser Stadt verbessert und ihr Regiment also eingerichtet »verde.» könnte, daß die evan-gelischen Städte der früher ihrethalben gehabten großen Unkosten sürderhiu möglichst entledigt »verde» nndsie ihr zu nothwendigem Schirm die Hand auch biete.» können; inzwischen sollten die von Mülhausen miteiner Anzahl Waffen' und Munition ans den Zeughänsern der Städte versehen »verde». Einstweilen erachtetman für uothwendig, daß von Zürich aus im Namen der vier Städte ihmm geschrieben werde, auf gegen-wärtige schwierige Läufe gute Achtung zu haben, fleißig Kundschaft einzuziehen, sich mit de». Nothwendigen,Mn dem Feind Widerstand leisten zu können, zu versehen und die Städte von ihrer Lage zu benachrichtigen.6. Wxil man benachrichtigt worden ist, daß die zwischen Zürich und Lucern wegen des Schwyzer und