484 Deccmber 1626 und Januar 1627.
den Contagion berichtet und will alles Mögliche anwenden, um die Gefahr abzuwehren, v. Abgeordnete derzwei Regimenter in spanischen Diensten beklagen sich über allerlei Procednren, die, seit Don Gonzalo Fer-nandos de Cordova die Administration des Herzogthums Mailand übernommen hat, den Capitnlationen zu-wider vorgenommen werden, daß er sie „nicht allein mit so oft ausgeschlagenem und versagtem Succursdränge, mit heimlich verschlagenen Musterungen hintergehe, mit öffentlichen pnblicierten verkleinerlichen Rüfeaschmähe, sondern auch mit stetem Trotz und Schmachwvrten anstatt der Abrichtung ihrer ausstehenden ge-bührenden, verdienten Zahlungen prosequiere, eine Sache, die mehr einer leibeigenen Dienstbarkeit, alsfreiem Dienst zu vergleichen." — Die begehrte Gesandschaft an den Gubernator wird bewilligt; sollte dieselbekeinen Erfolg haben, so wird man eine solche an den König selber abordnen, «t. (S. n. Freie Aemter.)«. Der päpstliche Nuntius ersucht abermals um eine Antwort auf seinen Vortrag wegen der geistlichenImmunität und der geistlichen Freiheiten. — Derselbe wird gebeten, sich bis nach der Tagsatznng von So-lothurn zu gedulden, t. Weil die nach Mailand erbetenen Gesandten sich nicht sofort auf die Reise be-geben können, wird Lucern ersucht, inzwischen an den Gubernator ein Schreiben abgehen zu lassen. A- DerBischof von Wallis will sein Amt niederlegen. Man hält dieß für sehr bedenklich und billigt, daßLucern, Freiburg und Solothurn Gesandte abgeschickt haben, um sich von des Bischofs Anliegen und Be-schwerden gründlich in Kenntniß zu setzen. Die Gesandten werden zu Solothurn Bericht abstatten. DleOrte haben ihre Gesandten nach Solothurn darüber mit vollständiger Instruction zu versehen. Ii. Was deraußerordentliche französische Ambassadvr Chateaunenf zu Solothurn vorbringen wird, weiß man nicht-Sollte das bündnerische Geschäft zur Sprache gebracht werden, so wird man bei der dein Marschall Bassow-pierre ertheilten Antwort verbleiben; sollte Weiteres zugemnthet werden, so wird man darüber an die Obrig-keiten referieren, i. Alis dem jüngsten Schreiben Zürichs an Lncern erhellt, daß jenes den Span zwischenSchwyz und Glarus weiter hinauszuziehen sucht. Die Obrigkeiten mögen bei dem Spruch der Sätze vonLucern verbleiben med die Widerpart zur eidgenössischen Pflicht mahnen. I<. Ans Ansuchen von Zug >virddem Hauptmann Brennhsen von Nvtweil ein Fürschreiben an Erzherzog Leopold bewilligt.
Man schc auch ini Abschnitte Hcnlchaftsangclcgcicheitcn:
Laitdvogtci Freie Aemter. N. Art. im. Verschiedenes.
Die Namen der Gesandten ans dem Nidwaldncreremvlar.
Gemeinerdgenösstschc Tagsatzung der XIII Orte und der Zugewandten.Solothurn. t«2«, SO.Decembev bis 1KL7, «. Januar.
Staatsarchiv Zürich. Kost. XII. itZ. toi. »88. Staatsarchiv Liicrr». Absch. <Io »n»o IVS7. Bd. XVII. t'ol.a.
Gesandte: Zürich. Hans Heinrich Holzhalb, Bürgermeister; Salomen Hirzel, Seckelmeister und desRaths. Bern. Anton von Graffenried, Schultheiß; Jakob Bikart, Venner. Lucern. Walthart Äm-rhyn, Ritter, Schultheiß; Jakob Bircher, Baumeister, des Raths; Jost Bircher, Ritter, des Raths-Uri. Kaspar Nomanus Troger, Ritter, Statthalter; Heinrich Zum Brunnen, Alt-Landannna»n-Schwyz. Sebastian Abyberg, Landammann; Heinrich Reding, Alt-Landammann und Pannerherr; GilgFrischherz, Alt-Landammann. Unterwalden. Wvlfgang Stockmann, Landammann; Peter Jmfeld, Ält-