April 1626. 461
ZT. Um dem neu erwählten Bischof von Constanz zu congratulieren, werden zwei Ehrengesandte deputiert,welche auch noch wegen anderer Geschäfte zu tractieren haben, i». Lucern verliest ein Schreiben der IIIBünde (dat. den 27. Januar), worin dieselben den katholischen Orten und Wallis danken, „das; sie denTractat von Madrid anzunehmen befördert haben." Da dieß ein Mißverstand ist, so läßt man das Schreibenunbeantwortet. «. (S. u. Thurgan.) «I. Der päpstliche Nuntius erklärt in einem Vortrage, der Papsthabe die zu Solothurn gefaßte Resolution mit Widerwille!; vernommen. Mai; möchte ihn; also, besonderswas das veltlinische Geschäft betreffe, Satisfaction geben, zumal da man wiederholt erklärt habe, daß vonSeite der Orte gegen den Willen des Papstes nichts geschehen solle. In; klebrigen beziehe er sich auf daspäpstliche Breve und seinen den 7. dieses Monats gethanen Vortrag'). Mai; möchte auf die sechs ii; dem-selben enthaltenen Punkte antworten. — Mai; läßt durch vier Musgeschosseue erwidern, was die zwei erstenPunkte betreffe, so werde man ii; der Autwort auf das Breve darüber genügenden Aufschluß gebe,;, undpaffe, daß der Papst die zu Solothurn gefaßte Resolution nicht als einen Fehler betrachten werde.Den; apostolische!; Stuhle sei man, wie die Vorfahre«;, erbötig und halte sich für schuldig zu alle«; Zeitenbeizuspringen und dessei; Würde zu schütze«;. Was die zwei Regimenter von Uri und Wallis betreffe, sowerden sich die beide«; Orte zu entschuldige«; wissen. Die Heimberufung derselben sei eine Sache, welche fürdie „größere Gewalt" gebracht «verde«; müsse, deren Antwort beförderlichst mitgetheilt werden solle. Daß «na«;die Püsst ins Vcltlin sperre«; solle, dessen hoffe man durch gute Pacificatio«; enthoben zu «verde«;; diese aberUuid abzuschlagen, sei weder jetzt noch zu andere«; Zeiten ihnen zllzuinnthen, indem «na«; dadurch dei; Kriegwöglicherweise ins Land ziehe«; würde. Daß jemand gestattet worden, Volk gegc«; de«; Papst i«; ihren; LandeZu werben, davon wisse man nichts; «na«; habe sich auch «acht so «veit vermessen, die von Ihr» Heil, er-griffenen Waffen als ungerecht zu gualificieren. — Die Beantwortung des päpstliche,; Breve unterläßt man,weil den; Nuntins das angefertigte Concept nicht gefällt, und «veil die Fricdensnnterhandlung hoffentlich baldZu guten; Ziele gelangen wird. v. Frciburg bringt die Jnconvenienzcn zur Sprache, die ihm in letzterZeit voi; Bern widerfahren sind, namentlich daß unlängst in seinem Walde von bernischen Nnterthanen mitbewehrter Hand viel Holz gefüllt worden sei, und wünscht abermals, daß man ihn; zu der oft begehrtenDheilung der Vogteiei; verhelfe. — Man nimmt die Sache all rolsronänm und räth Freibnrg, sich beiBern um Beschleunigung der angesetzte-; Conferenz zu verwenden. Sollte dieß erfolglos sein, so mag Freiburgdas Geschäft auf nächster Tagsatzung zu Baden anbringen, i. Der französische Ambassador Miroi; hälteinen Vortrag des Inhalts, die Resolutionen der Orte hätten de«; Beifall seines Königs erhalte,;; ihnengebühre die Ehre, dei; Knoten dadurch gelöst zu haben, daß sie das Veltlin, Eleven und Worms dei;Büudncrn, ihren natürlichen Herren und alte,; Besitzerl; restituiert «vissei; wolle,; unter der Bedingung,baß die katholische Religio«; daselbst sichergestellt «verde. Sic möchtei; bei diesen; Entschlüsse verharre«;, undwen«; auch der Papst mit demsclbcn einstweilen nicht zufrieden sei, so werde derselbe, wen«; er besser be-richtet sei — und das «verde bald geschehe«; — ihn gutheiße«;. Sie möchtei; allen denjenigen, welche den^n ihnen gefaßte,; Resolutionen zuwiderhandeln wollten, ihre Pässe sperre,;. — Dieser Vortrag wird dahinbeantwortet, daß man bei der zu Solothurn gefaßten Resolution verbleiben «verde. Der Abt von St. Gallen,dessen Gesandter nicht dort gewesen, kann nicht einwilligen. Die Instruction des Wallisergesandten geht'pcht so «veit. — Es wird für nothwendig erachtet, an den König zu schreiben, daß er die anerbotencSatisfaction gegen Jhro Heil, zur Vollziehung bringen möchte. Marschall vo«; Bassompierre wird ebenfallsschriftlich ersucht, hiefür zu wirken, und gebeten, sich bei dem König und dessen Rüthen dafür zu verwenden,