März 1626.
459
sachen; Bcrn mache auch große Vorbereitlmgcn; es sei deßhalb nothwcndig sich auszlisprechen, wie sich diekatholischen Orte verhalten werden, falls eines oder mehrere von Bcrn und dessen Glaubensgenossen ange-guffen werde» sollten; Freibnrg werde mit Gut und Blnt zu den katholischen Orten stehen. — Die zweiStädte vernehmen die ungereimten Thaten Berns mit Bedauern, wollen aber doch den Erfolg der Confereuzabwarton in der Hoffnung, daß Freiburg dadurch zur Nuhe komme. Sollte dieß nicht der Fall sein undFreibnrg etwas Unfreundliches begegnen, so wird man ihm mit Rath und That beistehen. — Für die ver-trauliche Mittheilung der Berichte wird Freiburg gedankt und für rathsam erachtet, auch auf den Paß zukkrsern ein wachsames Auge zu haben. Freiburg soll die Berichte deu geheimen Näthcn der übrigen katho-kischcn Orte mittheilen und sie zur Wachsamkeit ermahnen, ßv. Lucern berichtet, der Nuntius beklage sich,baß der zu Rom gewesene Currier, Urs Rudolf, Großweibcl zu Solothuru, bei den Orlen nicht Bericht^'stattet habe. — Man beschickt denselben, hört seinen mündlicheil Bericht an, vernimmt aber daraus nicht'"ehr, als was schon in dem päpstlichen Brevc enthalten ist. Alan läßt es dabei verbleiben und ist mit derVerrichtung des Großweibels zufrieden. Um bei dem Ambassador Miron nicht Argwohn zu erregen,begrüßt man denselben und theilt ihm das Benehmen Berns mit. Derselbe verdankt die Begrüßung und""erbietet sich zu allein Gnten.
Zu A». Das Breve des Papstes, datiert 17. Februar 1626, in sehr energischen Ausdrücken abgefaßt,enthält, nachdem des Papstes Bemühungen für den Frieden geschildert worden, folgende Stelle: In tumuberi llalorum provontu tuistis llaotonn« »olatium sollicitnllinis nostrnz, Uelvetii (latboliei, militari»nati«, oui bolla «olont esse triumpbi. Oo^itasti voAitationos paois et pro Ueli^ionis impsrio vitamllovovisti. blune autein vix clivi potsst, cpiam invitis Uomaniv üeelssüv auribus aoeeptum sit Kola-llorense Nonatus eansultum, «pioll in spem itoruin oeeupanllcv Valtelliin» (Iriisones lnvrotioos vocat.Ue^imuL litora» tum all no« ipsos, tum all Earllinalom Uarbarinum »eripta»; potostne Uomanus Uon-titdx, eujus ülloi salutom tillelium Lpiritu» «anetus eommenllavit, tieri autlmr nlliu» lleoroti, gnollbieretiearum t^rannilli subi^at Eatbolieos liboro»? ü'anta pietats kortitulliuom IIvlvotiW Dentis armatamesse erollimus, ut simul ao aullioritw voeem boati Uotri, Uontitieio vre loguentis, »poremus, vns ab oa»outontia nun lliseossuro», per guam sam lliu Ueelosiastioso libortatis llokensoro» nuneupamini. bliin-guam eerto biobi» porsuallero possnmu», portentum Nun borribilo a prcvssnti mtate allspieionllum esse,ut Eatlmlioi llolvetii auxilia atguo arma prmboatis ii» exereitibus, gui in Valtellina pro luvretieorurnimperio llimieabnnt. Imitomini masaro« vostros, llileeti ülii, ns patiamini, tantam IlolvstiW xlorilvnotam innri Uolixionw, propuAnantes arbitrium et llserotum UaliAionis munienllW exspeetatv a Uon-titieia autboritato, agna nna leFos eolvnllm ülleipotoro llsbont roz;natoros nnivvrsi.. . (Staatsarchiv Luccrn.)
!L8«.
Cvnfercnz der V katholischen Orte.
Weggis. MSK, 39. März.
Staatsarchiv Lnccr». 'Atsch. <Ia anno imd MAi. B. XVI. tvi.lZ?. Äandcöarchiv Nidwaldc».
Gesandte: Lucern. Walthart Ainrhhn, Ritter, Schultheiß lind Stadtfähnrich; Heinrich Cloos, Ritter,^kt-Schultheiß lind Vcnncr. Uri. Aielchior Btegnet, Landshallptmaun; Hans Jakob Schund, beide des^aths. Schwhz. Gilg Frischherz, Landaminann; Heinrich Rcding, Ritter, Alt-Laudammann und Panner-