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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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September 1625.

in den bündnerischen Landen gar bald vergessen werden möchte, so wird für nothwcndig erachtet, den Königenvon Frankreich und England im Namen der vier Städte, der Herrschaft Venedig durch die von Zürich undBern, dem Herzog von Savvhen durch Bern deßwcgen zu schreiben. Das Concept dieser Schreiben, überwelche die drei Städte bei erster Gelegenheit ihre Gutachten Zürich mittheilen sollen, wird rslorsnäumin den Abschied genommen. Z». Burgermeister Meher von Chur bringt im Namen der III Bünde vor,die Städte Zürich und Bern erinnerten sich wohl noch des an sie gerichteten Schreibens in Betreff derschmählichen und unbegründeten Proposition, die bei dem König von Frankreich durch den päpstlichen zuParis residierenden Legaten zum Zwecke der gänzlichen Ausrottung der evangelischeu Religion in den Blindenund im Veltlin und der Entziehung ihrer Lande gehalten worden sein soll. Durch ihre Geistlichkeit hättendie Bünde eine Apologie schreiben lassen und dieselbe dem Marquis von Coeuvres, wie auch den übrigeninteressierten Ambassadoren und deren im Feld liegenden -Obersten und Beamten in Abschrift zugeschickt-Sie gedenken sich deswegen bei dem König von Frankreich auch zu rechtfertigen und bitten darüber um Rath-Die Apologie erregt aus vielerlei Ursachen Bedenken, und es wird für rathsamer erachtet, daß die Blinde sichgegeil die Verläumduug durch eine Botschaft rechtfertige». Dem Burgermeister Meher wird deßhakögerathen, man möchte mit der Verbreitung der Apologie einstweilen innehalten, die Antwort des Marquisvoil Coeuvres darüber abwarten und eine Abschrift derselben an Zürich schickeil, um sie Bern auch »übthcilen zu können; alsdann werde man ihnen mit Rath weiter an die Hand geheil, inzwischen aber indem Schreiben, das im Namen der vier Städte an den Köllig geschickt werde, der Bünde auch eingedenksein und sie »lach Gebühr entschuldigen. «. Basel berichtet über de» Stand der Mülhausen betreffendenStreitigkeiten, besonders über Doctor Heinrich Petris Schuldforderung, der von seiner Ansprache nichtmehr als 1660 fl. wolle fallen lassen; ferner daß dem aufgestellten Seckelmeister die Bürgermeister »och nichtdas ganze Einkommen der Stadt, solider» nur das Umgeld übergeben, jedoch ihm auferlegt haben, alllAusgaben und Schulden zu zahlen, was zwischen der Burgerschaft und der Obrigkeit Zwietracht erregt habe-Obgleich nicht alle Gesandten instruiert sind, wird doch für nvthwendig erachtet, eine einfache Gesandt-schaft der vier Städte nach Mülhausen abzuordnen, welche darauf hinarbeiten soll, daß die obrigkeit-licheil Personell unter einander und die Bürgerschaft mit der Obrigkeit verglichen, daß Doctor Petri uudaildere Schuldfvrderer für ihre Ansprachen befriedigt werden, und, falls das gemeine Gut nichtklecken" svtktc',was für ein Mittel durch Cvntributivn der Burgerschaft oder auf anderem Weg zu finden sein möchte. DccGesandte von Basel wird gebeteil, seine Obrigkeit zu ersuchen, daß sie ihr Ansehen bei Doctor Petri fernerinterponieren und ihn zur Gebühr und Billigkeit anweisen wolle. Die Gcsandren der drei Städte werden sich/falls von keüler Stadt abgeschrieben wird, Sonntag den 11. September in Basel einfinden. Des De-fensioilswerkes halber erachten Zürich, Bern und Schaffhallseil für hochnothwendig, daß bei erster Gelegewheit zwei, drei oder auch mehr verständige Kriegsräthe nach Aarau abgeordnet werden, um reiflich 5"berathen, was zu diesem Werk erforderlich sein möchte. Der Gesandte von Basel eröffnet, daß seu^Herren und Obern es bei dein früher gethanen Anerbieten der 660 Mann verbleiben lassen; jedoch anerbieüter sich, die von den andern Gesandten vorgebrachten Gründe rotsi-enäuin, zu nehmen. Weil bei de»jetzigen Lällfeil auf der nächsten Tagsatzuug zu Aarau neben dem Defensionswcrk ohne Zweifel auchandere Sachen werden zur Sprache gebracht werden, so bittet man Basel, welchen Entschluß es auch fasse"werde, diese Tagsatzung auch zu besuchen, lim bei denWiderwärtigen" allerlei unguten Verdacht zu ve»meiden. Mail ist mich der Ansicht, daß es nicht unthunlich wäre, jenem Nathe zweirechte Kriegserfahrene