September 1635.
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Confercnz der lV evangelischen Städte.
Zürich. 1K25, Üt. und ü. September (29. und 30. August a. 51.).
St.xitsnlchl» Zürich. <Zost, XII. 112. M. SU,
Gesandte: Zürich. (Hans Heinrichs Holzhalb, Bürgermeister; (Johann Rudolfs Nahn, Bürgermeister;sSalvinous Hirzel, Statthalter; (Hans Konrads Esther, Statthalter; Hans Esther, Heinrich Bräm, KonradGrebel, alle drei des Raths. Bern. David Fellenberg, Seckelmeister; David Ammann, Zeugherr. Basel.Hans Rudolf Fäsch, des Raths. Schaffhausen, Rochus (Schweiler, Burgermeister; Hans MartinPehcr, Seckelmeister.
». Isaak Wake, Ritter, des Königs von Großbritannien bei der Herrschaft Venedig residierender Am-bassador, überreicht ein königliches Credenzschreiben und halt alsdann einen Vortrag, in welchem haupt-sächlich drei Dinge hervorgehoben werden, der christliche Hinschied des Königs Jakob von England, die"fröhliche und heilsame Reichssuccession" dessen (unterlassenen Sohnes .Karl, und der Zustand der betrübtenChristenheit, insbesondere löblicher III Bünde. Mit Bezug auf diese heißt es in dem Vortrag, der Könighabe mit besondcrm Vergnügen vernommen, daß deren Lande wieder erobert und ihnen ihre Freiheitrestituiert worden sei. Die Orte möchten zu Erhaltung der geistlichen und weltlichen Freiheit der Bündeauch fürderhin ihr Möglichstes thun und das Vorhaben der verbündeten Fürsten nach Kräften unterstützen.
sei nicht zu befürchten, daß die Bündner nur den Herrn, nicht aber die Dienstbarkeit ändern werden;drnn die Milde des allerchristlichsten Königs, die Aufrichtigkeit der Herrschaft Venedig und die TapferkeitHerzogs von Savohen seien aller Welt bekannt. Mit Frankreich habe der König einen Bund geschlossen.Die Conjunction sei bequem, der Wind gut und günstig; die Orte möchteü zu Erhaltung der gemeinenFreiheit mitarbeiten. Es sei keine Gefahr, mit denen zu schiffen, die „so gut gebackenes Brvd bei sich haben."-- Der Vortrag des Ambassadors wird erwidert. De» .Hinschied des Königs hätten die Orte mit großemHerzeleid vernommen; sie hätten gewünscht, daß Gott demselben zum Segen der gemeinen Christenheit dasLeben noch länger vergönnt hätte. Dem jetzt regierenden König wünschen sie zu der angetretenen Negierungund zu der mit dem „Fräulein" aus Frankreich getroffenen Heirath Glück und Segen, und daß ihn GottZum Wohl der ganzen Christenheit, besonders aber zum Trost und Schirm der bedrängten evangelischenstände gnädig erhalten wolle. Mit Bezug auf den dritten Punkt sind die Gesandten ohne ausdrücklichenBefehl, nehmen daher die Präposition in den Abschied; sie berichten aber ausführlich, was ihre Herrenu»d Obern seit etlichen Jahren für die Bünde gethan, daß aber alle ihre Anstrengungen das erwünschteZiel nicht erreicht hätten, so daß der Mord im Vcltlin und die Vertreibung der Evangelischen erfolgt sei.Zürich und Bern hätten kraft des Bündnisses 3000 Mann den Bündnern zu Hülfe geschickt und noch eineAnzahl Volks ihnen zulaufen lassen und ihnen Geld, Victualicn und Munition zugeschickt und SummenGeldes geliehen; aus Anhalten des Königs von Frankreich endlich Hütten sie voriges Jahr und noch injüngster Zeit eine große Anzahl,Kriegsvolk nach den Bünden ziehen lassen und ihnen geholfen, die werlvreneuLande wieder einzunehmen. Man sei gesinnt, auch ferner zu thun, was zu Erhaltung der Bünde und der^'Meinen Wohlfahrt dienen könne. — Weil man aber vernimmt, daß dieses Geschäftes halber zwischen denKönigen von Frankreich und von Spanien durch das Büttel des päpstlichen Nuntius wegen des Friedens^handelt wird, wobei der vier evangelischen Städte, besonders aber der freien Ausübung beider Religionen