Druckschrift 
5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
Entstehung
Seite
431
Einzelbild herunterladen
 

Juni 1625.

431

sich auch wegen der Verunglimpfungen und „Spitzworte" verantworten könne, welche Lucern gegen die dreii^rte geäußert habe. «I—k. (S. u. Bellenz:c.) zx» iDas Begehren des Obersten von Beroldingen, daßihm die Kosten für drei im Namen der drei Orte unternommene Reisen vergütet werden möchten, wird inden Abschied genommen. Ii , I. (S. u. Bcllenz:c.) It. Jeder Gesandte wird über den Vortrag seinenHerren und Obern zu berichten wissen, welchen Landrichter von Moni gehalten hat. Jedes Ort soll seineStimme deßwegen an Uri übersenden.

Man schc auch im Al'schnittc HcrrschaftsailgclcgcnhciteiuAogtci Bellciiz :c. I», i. Act. 363-337.

»KO.

Coufcretiz vorr Uri, Schwyz und Nidwald cn.

Brunnen. 1VS5, V. Juni.

Landcönrchlv Schweiz-

Gesandte: Uri. Johann Konrad von Beroldingen, Ritter, Landammann; Johann Jakob Troger,Nitter, Statthalter. S ch whz. Gilg Frischherz, Landammann; Sebastian Abyberg, Statthalter; ChristophSchorno, Alt-Statthalter; Martin Betschart, Alt-Statthalter, Landsfähnrich und Seckelmeister. Nidwalden.Johannes Zelger, Laitdaimnann; Jost Blättler, des Raths.

n. Den drei Orten war eül mehrere Beschwerdepunkte enthaltendes Schreiben „von ihren Eid- undBundesgenossen" saus Bünden^ zugegangen. Auf dasselbe wird folgendermaßen geantwortet: Erstens, daßsie den Paß dem König von Spanien gestattet haben, sei nach dem Laute des Bündnisses geschehen undbivs zur.pLeschirmung des Herzogthums Mailand, wie sie ebenfalls nach dein Laute des Bündnisses dein^önig von Frankreich den Paß gestattet hätten; zweitens sei die Gefangennehmung ihres Vnndesmannes5u Bellenz ohne Befehl der Orte geschehen: der Vorfall thue ihnen leid; der Gefangene sei bereits entlassen.Und die Orte würden dafür sorgen, daß Aehnlichcs künftig nicht mehr geschehe. I». Landrichter von Moniwegen eines an Hauptmann Baldeggcr gerichteten Schreibens bei seinen Herren und Obern und denFranzosen in Ungnade gefallen und begehrt nun Rath und Hülfe. Es wird ihm gerathen, bei dein Legaten"ud einzelnen Herren in den katholischen Orten, welche dem französischen Ambassador Mirvn angenehmsiud, um ein Fürschreiben anzuhalten; zugleich wird ihn: die Versicherung gegeben, daß auch ihreHerren und Obern ihm gerne ratheil und helfen wollen, soweit es ohne ihren Nachtheil gescheheil könne.^ Baldegger, Hauptmann der Besatzung zu Bellenz, hat sich Manches angemaßt, wozu er keinen Befehlisrhabt; so hat er gegen die von Nuffle Wachen aufgestellt. In einem Schreibeil soll er ernstlich ermahntwerden, nichts Anderes zu thun, als wozu er den Befehl habe. Alle drei Hauptleute sollen die gleicheilNutzungen habeil. Fällt etwas Wichtiges vor, so soll das von allen drei Hauptleuten, auch im Beisein des^»liilissarius beratheil werden. Die „Allsspäher" sind von allen drei Hauptleuten zu bestelleil. «I. Der^»lbassadvr Dvgliani wird in einem Schreiben um Erlegung etiles Monatssvldes angegangeil. v. Lucern,etile fünförtische Tagsatzung ausgeschrieben hat, wird ersucht, auch die übrigen katholischeil Orte dazu

einzuladen.