430
April und Mai 1625.
»S8.
Cvnferenz von Uri, Schwyz und Nidwalden.
Brunnen. 1V25, SS. April.
LandcSarchiv Nidwaldc».
Gesandte: Uri. Johann Heinrich Zum Brunnen, Alt-Landammann; Kaspar Troger, Ritter, Statt-Halter. Schwyz. Gilg Frischherz, Landammann; Sebastian Abyberg, Statthalter; Christoph Schorn»,Alt-Statthalter; Martin Von Oüw, des Raths. Nidwalden. Kaspar Leu, Ritter, Statthalter; JostBlättler, des Raths.
». (S. u. Bellenz zc.) 1». Da von Zug auf das unlängst abgegangene Schreibell wegen desfür den Transit des Getreides noch keine Antwort eingelangt ist, wird Schwyz ersucht, dasselbe durch einSchreiben wieder zu erinnern, v. (S. u. Bellenz. zc.)
Man sehe auch im Abschnitte Hcn'schaftsangclcgenhcitcn:
Vogtei Bcllcnz :c. », «. Art. 361, 362.
»SS.
Cvnferenz von Uri, Schwyz und Nidwalden.
Brunnen. 1K25, 14. Mai.
LnndcSai'chiv Nidwalde».
Gesandte: Uri. Johann Heinrich Zum Brunnen, Alt-Landammann; Kaspar Trogcr, Ritter, Statt-Halter. Schwyz. Gilg Frischherz, Landammann; Heinrich Neding, Alt-Landammann und Pannerhcrr,Sebastian Abyberg, Statthalter; Joseph Grüninger, des Raths. Nidwalden. Jost Blättler, des ReithsBartholomäus Odermatt, des Raths.
Diese Cvnferenz wird wegen der bessern Verwahrung des Passes zu Bellenz und zu Ursern zusammen-berufen, da man Berichte erhalten hat, daß gegen dieselben heimliche Anschläge im Werke seien. — n. NmhUrsern eine Besatzung zu legen wird nicht für zweckmäßig erachtet, hingegen daß mau keine Kosten scheutsoll, um Späher anzustellen, damit man jederzeit von dem Vorhaben der Gegner bei guter Zeit Kenntmsterhalte; die Kosten sollen gesammte drei Orte übernehmen. 1». In Betreff der Zahlung an die Soldatenin der Besatzung zu Bellcnz wird mit Dogliani durch Landammanu Frischherz verhandelt. Dvgliani ist ^angenehm, wegen der Distribution der Zahlungen mit einer einzelneu Person zu verhandeln. Da ferneeder König bei den dermaligcn Zeitläufcn nicht immer „mit Geld gefasset sei", so halte er für rathsam, ^man statt derjenigen Soldaten, welche in Bellenz liegen, ebenso viel von den Fähnlein, welche im Herzogthum Mailand sind, dahin versetze, welche dann ihre Zahlung auch von Mailand zu empfangen hätte"'Die Gesandten halten dieß nicht für rathsam, nehmen es daher in den Abschied. In Beziehung auf düalten Restanzen macht sich der Ambassador anheischig, sich dafür nach Vermögen zu verwenden.mancherlei Warnungen wegen geheimer Anschläge den Orten zugekommen sind, so wird für passend erachtedie übrigen katholischen Orte davon sn Kenntnis; zu setzen und sie zu getreuem Aufsehen zu ermahne"'Luceru soll ersucht werden, beförderlichst eine Tagsatzung der sieben Orte auszuschreiben, auf welcher