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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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Marz 1625.

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AS4.

Konferenz der VIII katholischen Orte.

Lncern. 1625, II. und 12. Miirz.

Staatsarchiv Lueern. Äbsch. 60 anno 1625 und 1626. Bd. XVI. toi. 5. Landesarchiv Schw^z.

Gesandte: Lucern. Heinrich Cloos, Ritter, Schllltheiß und Venner; Walthart Amrhyn, Ritter,Alt-Schultheiß und Stadtfähnrich; Heinrich Fleckenstein, Ritter; Gilg Fleckenstein. Ritter, Seckelmcister;Rudolf Pfyffer, Ritter; Hans Rudolf Sonnenberg, alle des Raths. Uri. Emanuel Beßler, Pannerherr;Heinrich Zmn Brunnen, Landanunann. Schwyz. Gilg Frischherz, Landanunann; Heinrich Neding, Alt-^andanunann und Pannerherr. Unterwalden. Johann Wirtz, Landanunann, von Obwalden; CrispinusLAger, Landanunann, von Nidwalden. Zug. Kaspar Brandenberg, Anunann; ibs. Jten; fBeat JakobsMcyenberg. Freiburg. fHanss Reiff, Statthalter. Solothurn. fJohanns Degcnscher, Seckelineister.Appenzell-Jnnerrhvden. fJakobs Schiegg, Landanunann; fJakobs Wiser, Seckelineister.

Diese Tagsatzung ist auf Begehren von Schwhz wegen der.im Veltlin vorgefallenen Thätlichkeiten ange-ätzt lvordeil. — ». Junker Vigier übergiebt ein Credenzschreibeil des Ambassadors Miroie und legt in dessenRainen einen schriftlichen Vortrag ein. In demselben hebt er hervor, daß in Folge des Aufbruchs aus den^rten angeblich zur Defension des Mailändischen die Besatzung der mailändischen Plätze zum Angriff des^niglichm Volks im Veltlin weggezogen worden sei, daß im Veltlin die festen Plätze nicht mehr in Ver-wahrung des Papstes seien und daher die Situation der Art sei, daß der Tractat von Madrid vollzogenwerden müsse. Der Köllig habe dem Papste anheimgestellt, einen Vergleich zu Stande zu bringen, und sei^ueigt, zu diesem Zwecke auch die katholischen Orte zuzulassen, obwohl er sich eines Argwohns nicht ent-l'chlagen könne, da einige Herren aus den Orten ohne Mitwissen der übrigen etiler Anzahl fremden VolkesRe Pässe geöffnet hätten. Er spricht den Wunsch aus, die Gesandten möchten den Abt von St. Gallen^stimmen, den Durchzng der Delltscheil zu Mieren. Nachdem man ferner die Schreibeil des Kölligs undbeiden Ambassadoren angehört hat, läßt man den Nuntius durch einen Ausschuß anfragen, was fürRiittel zum Friedeil er in Händen habe. Der Nuntius übergiebt ein apostolisches Brcve nebst einem SchreibenCardinal Barberini und antwortet, der Papst habe seinen Nepvten an die beiden Könige geschickt,^wiln dieser nichts ausrichte, so könne er kein Mittel angeben, wie die Orte sich interponieren könnten. Eswäre nicht unpassend, wieder eine Gesandtschaft nach Frankreich zu sendeil, um mit des Papstes Nepoteu,Cardinal Barberini, für den Frieden zu arbeiten. Bedauerlich komme es dem Nuntius vor, daßW'ter deil katholischen Orten Zwietracht sein solle; er bittet dringend, dieselbe zu beseitigen, wenn die Orteder Vermittlniig etlvas ausrichten sollen. — Die Gesandten freueil sich, daß der Papst sich dieses GeschäftesW eifrig annimmt, halten aber die Gesandtschaft einstweilen für unzweckmäßig, damit es nicht scheine, alsMan dem Papste vorangehen wolle. Dagegen wird gerathen, durch Schreiben bei dem Gubernator zuRiailand, dem Herzog von Savvhen, dem Cvnnetable Desdiguieres, den französischen Ambassadoren und^sonders bei dem König selbst um einen Waffenstillstand anzuhalten. Dem Nuntills wird seine väterliche^"Malt verdankt und derselbe gebeten, sich dieses Geschäftes ferner anzunehmen. Den Hochdeutschen denzu sperren, hält man für unthunlich, damit der Gubernator zu Mailand sich nicht beklageu kann , undRluüt jeue, in vollem Durchzug begriffen, sich nicht im Lande anhäufen. I». Alls das Schreiben desRmrcgüs Dogliani und den Vortrag des Lieutenant Püntiner wird geantwortet, man verdanke die anerbotene