Druckschrift 
5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
Entstehung
Seite
426
Einzelbild herunterladen
 

426

Februar und März 1625.

Aufsehen und Hülfe im Fall derNoth, die ihnen auch von allen Gesandten versprochen wird, I». Evange-lisch Glarns beklagt sich, daß Schwhz noch immer den Anfritt seines Landvogtes nach Uznach hindere. Dadieß in die Länge beschwerlich falle, so möchte man es bei seinen Freiheiten schützen und dieser Sache Zvgebührendein Austrag verhelfen; wofern dieß nicht geschehe, würden die evangelischen Glarner verursacht,den mit ihren Mitlandlcnten jüngst zu Baden geschlossenen Vertrag auch wieder aufzuheben. Die Gesandtender vier evangelischen Städte und Appenzell-Außcrrhvden lassen es bei jenem Vertrag und den darüberergangenen spätem eidgenössischen Erkauntnissen verbleiben. Damit aber der Vertrag desto eher ausgeführtwird und der Aufritt desto eher stattfindet, soll abermals an Lucern geschrieben werden, es möchte Schwhz Z^rGebühr und Billigkeit weisen. Die Evangelischen zu Glarus werden inzwischen zu weiterer Geduld ermahnt««. In Beziehung auf die Durchzüge fremden deutsche,? Kriegsvolkes, die in .Kurzem durch die Eidgenosseschaft vor sich gehen sollen, wird beschlossen, an Lucern zu schreiben und anzufragen, was ihn? davonbekannt sei. Der Marquis von Coeuvres und Herr Robert Miron werden ebenfalls davon benachrichtigt«R. Damit der Streit zwischen Bern und Basel wegen der Kosten für den jüngsten Zusatz nach Mülhawwgütlich verglichen werden könne, ersucht man die beiden Städte freundeidgenössisch, ein summarischeVerzeichnis? der Kosten anzufertigen, für die sie beiderseits Ersatz verlangen, und es beförderlich an Zürn?zu schicken und ihre Gesandten ans die nächste Zusammenkunft mit gehöriger Vollmacht abzufertigen, 3"'zwischen sollen sie mit den beabsichtigten Arresten und mit Hinterlegung des Geldes innehalten.

sss.

Konferenz von Lncern nnd Zug.

L«cer,». 1625, 10. März.

Staatsarchiv Lucern. Absch. <Io anno 1625 und 1626. Vd. XVI. toi. 2.

Gesandte: Sie sind nicht angegeben; es sind aber wohl dieselbe,?, welche in? folgenden Abschiede.

Veranlassung zu dieser Zusammenkunft sind „Beschwerlichkeiten und vortheilige Handlungen" der d?'^alten Orte, besonders wegen des Aufbruchs von 4000 Alan,? unter den? Namen des florentinischen Regime»^-». Zug beklagt sich wegen Uebervortheilung in? Verkehr, und daß Etliche von Schwhz seine Bürger u»dLandleute aufzuwiegeln suchen, indem sie vorgeben, als hätten Lucern und Zug die Pensionen empfa"!^"'auch darüber, daß die drei Orte der Pässe halber so trotzig seien. Wenn der Krieg angehe, so könn^Zürich und Glarus sich vergleichen, wie man den drei Orten den Paß künftig schließen könnte. ^sie ferner in den Freien Aemtern so viel Früchte aufkaufe??, daß eine^Vertheuerung zu befürchten 1^0 ^könnte man ihnen diesen Kornkasten auch schließen und von Lucern und Zug aus nur das Gewöhn^?verabfolgen lassen. 1». Lucern beschwert sich, daß die drei Orte seit einiger Zeit unter dein Vorwand vonBellenz besondere Tagsatzuugen halte,?, sich vergleichen und erwarten, daß die übrigen Orte ihnen bcifal^sollen.