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Decembcr 1624.
Erbeinigung) aufgerichteten Tractate und Abhandlungen aufsagen, cassicren und annullieren laut Ihr Exell.des Herrn Markgrafen vor gemeiner Bünden vollkommener Rathsversammlung zu Chur den 16/26. Novem-ber dieses ablaufenden 1624 Jahrs ausführlich gethancr Präposition.
Wann wir dann nun hierüber unserer chrs. Gemeinden Mehr erdurct und befunden, daß selbige gewilltund geneigt, Ihr hochgcdachten Exell. in angedeutetem ihren: Begehren des Annullicrens gänzlich zu will-fahren, dcrowegcn so annullieren, cassiercn, widerrufen, lösen auf und entsagen wir uns, für uns, wieauch als Bevollmächtigte von unfern ehrs. Räthen und Gmcindcn für sie hiemit in Kraft dieses authentischenUrkunds aller und jeder Conventionen, Articulativnen, Begleichungen und Abhandlungen, so seither dem1617 Jahr mit obhochgedachten Potentaten, als Oesterreich, Hispanicn oder Mailand, zu Mailand, Lindauund anderwärts, unsere wvhlhergebrachtcn, rühmlich alten rhätischcn Freiheiten zu Nachtheil und in allerStänden Präjuditium concludiert, aufgerichtet und verhandelt worden, nach allen vollkommenen Begehrenhochgedachter Ihrer Excell. des Herrn Markgrafen und General von Coeuvres, vorbehalten den madrilischcnTractat, so den 26. April des 1621 Jahrs aufgerichtet, wie auch die uralte mit hochlobl. Haus Kesternichhabende Erbeinigung soll hiemit klarlich reserviert und ungeschwächt verbleiben, und solche Annullation wollen
wir hiemit in aller kräftigster und best formierter Form und Gestalt stipuliert und verrichtet, als
immer geschehen könnte, haben.
Dem allem zu wahrem Urkund und besserer Bekräftigung haben wir unserer gemeinen III Bünden eignegewöhnliche Secret-Jnsiegel hierauf gedruckt. Beschechen den 24. Decembcr Anno 1624.
(Die durch Punkte substituierten Worte sind unleserlich.)
Zu tll'). In der schriftlichen Antwort des Erzherzogs Leopold (Befort 13. November) erklärt derselbe,wenn er auch die Versicherung, daß die katholischen Orte die Erbeinigung getreulich halten wollen, mitBefriedigung vernehme, so könne er ihnen doch nicht verhehlen, daß es ihn: bedauerlich vorkomme, daß s"die Gelegenheit, der Pässe gegen Bünden und der angrenzenden österreichischen Landschaften sich zu ver-sichern, nicht benützt haben, wodurch die Einführung fremden Kriegsvolkes in die Eidgenossenschaft hätteverhindert werden können. Ferner vernehme er, daß diesem Kriegsvvlk alle Pässe nun so geöffnet seien,daß die österreichischen Erblande stündlich einem Ucberfall ausgesetzt seien. Er erwartet, daß die katholischenOrte gehörigen Ortes dieß mit Ernst rügen, künftig ein wachsames Auge haben und, wenn die vorder-österreichischen Lande beleidigt werden sollten, kraft der Erbeinigung „mit wirklicher Zusetzung" dieselbenschützen werden. Er verspricht den Gesandten, die katholische Religion zu schützen und im Falle einerAnfeindung den Orten beizustehen und den Paß für die Zufuhr von Früchten, Wein, Salz u. drgl. offenzu halten. (Staatsarchiv Zürich. Acten: Bünden. 171. 2. 36.)
S4S
Verhandlungen einer Abordnung der VII katholischen Orte mit dem ordentlichen französische"
Ambassador.
Solothuvn. 1K24, 22. und 23. Decembev.
Laiidcsarchw Nidwaldc».
Gesandte: Lucern. Walthart Amrhyn. Uri. Kaspar Trvger. Schwyz. Gilg Frischherz.Kourad Zurlaubeu. Freiburg. (Franz) von Affry. Svlothurn. (Nicht angegeben.)
Nach Vollendung der Tagsatzung zu Lucern begeben sich die Gesandten der die Grafschaft Baden reg"'renden Orte zu dem ordentlichen französischen Ambassador nach Solothuru, um ihm für das Anerbieten Z"