Dccember 1624 lind Januar 1625.
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danken, den Aufbruch zur Vertheidigung der Grafschaft Badeil und anderer Pässe zu unterhalten. Siewürden das Anerbieten gar gerne annehmen, wenn sie es für nothwcndig hielten; allein weder ErzherzogLeopold noch Andere hätten bei ihnen darum angehalten, ans ihren Grund und Boden zu zieheil. Dennochlassen sie durch die Einwohner der Grafschaft und von Mellingen fleißige Wache halteil, so daß des KönigsVolk, das bereits in Bünden sei, nichts zu besorgeil habe. Sie erklären, daß sie ihren vollen Befehleröffnen werdeil, wenn die Gesandteil von Freibnrg und Solvthurn angelangt sein werden. — DerAmbassador spricht den Gesandten seine Verwunderung aus, daß sie deu Nachbarn des Hauses Oesterreich"ad dem General Tillh so sehr traute», daß sie, als das französische Volk durchpassiert sei, zu dem Erzherzog^schickt und sich bei ihn: unterthänig entschuldigt und Hülfe begehrt hätten, was leicht als Argwohn gegendie französischen Waffen ausgelegt werdcu könue, welche sie, trotz der Aufforderungen dazu, nicht in das Veltlinhätten begleiten wollen. Ferner sei oft hie und da davon gesprochen worden, daß wenn der Erzherzog seinenWeg durch die Eidgenossenschaft nehmen wolle, sie ihn daran nicht wohl hindern könnten, und daß sie, wenndie Protestanten es verslichen sollten, diesen nicht helfen könnten, so daß in einem solchen Fall des KönigsKriegsvolk Gefahr laufen würde, von der Zufuhr abgeschnitteil zu werden, zumal da das Gerücht gehe,daß iil Tyrol uud im Mailändischen zwei Armeen stehen, welche zu gleicher Zeit einen Angriff beabsichtigten.^ hätte gewünscht, daß überhaupt die Orte dem Könige sich angeschlossen hätten, die Angelegenheiten derVüiidner in Ordnung zu bringen. Die von Frankreich übernommene Bewachung der Grafschaft würdeävcrdieß die Einwohner milder stimmen, da man dieselben bisher habe glauben machen wollen, daß sie derFranzosen wegeil Wache halteil müßten.
Den 23. December geben alle Gesandten ihre Crcdcnzbriefe ab und werden vom Ambassador zumFuibißmal eingeladen. Der Gesandte von Freiburg dankt im Namen seiner Obern, weil dieselben vernommenhätten, daß die Gesandtschaft vom König und dem französischeil Hofe so freundlich und ehrenvoll aufgenommenworden sei, und vom König eine günstige Antwort erwarte. Des Königs Waffen seien in den Bünden und imVeltlin so glücklich, daß wohl kein französisches oder anderes Kriegsvolk weiter nöthig sein werde, zumal^ Venedig ihm auch dieneil könne. Der Gesandte bittet die andern Gesandten, den Durchzug jener 1000bis 1200 Fußkncchte bis zur Rückkunft der Gesandteil vom Könige aufzuschieben, und spricht die Hoffnungaus, daß bis dahin die Sache durch den Nuntius und die Ambassadoren geschlichtet werden könnte. — Der^nbassador spricht sein Befremden aus über das Mißtrauen und die Kälte der katholischen Orte gegenüberdc»l Köllig und hebt die Nothwendigkeit einer Verstärkung des Volks im Veltlin hervor, sowie auch, daßber König, wenn er gehört hätte, daß man den Paß sofort bewilligt habe, den Gesandten, die zu ihm^kommen seien, eine bessere und günstigere Antwort geben würde. Er sieht keinen Grund vorhanden,^leil Aufschub des Durchzugs zu begehren.
SS«
Conferenz von Urs, Schwyz und Nid Waiden.
Altovf. 1625, Januar.
Landcsarchiv Nidwaldc».
Gesandte: Uri. Jakob Tanncr, Ritter, Landammann; Emanuel Beßler, Ritter, Pannerherr; JohannKvnrad von Beroldingen, Ritter, Alt-Landammann; Melchior Megnet, Alt-Landammann und Landshaupt-