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Juni bis Juli 1624.
Näthe des Königs in den Wind geschlagen hätten. Durch den Tractat von Madrid hätte Blinden in dasVeltlin wieder eingesetzt werden können; einige der Orte hätten aber in denselben nicht eingewilligt unddadurch seien die Blinde in den schlimmen Zustand gerathen. Der König sei entschlossen gewesen, Gewalt zugebrauchen, wenn er nicht durch den Rath der Orte davon abgemahnt worden wäre. Bei den Unterband-lungen, welche zu Rom in die acht Monate gepflogen worden seien'), habe Spanien den freien Paß durchdas Veltlin begehrt, was der König nicht habe bewilligen können. Bei dein Papst habe er sich für die Ein-rünmnng des Veltlins nntcr den im Tractat von Madrid begriffenen Bedingungen verwendet. Auf dieserProcedur »verde der König beharren und sei der Ansicht, die gütliche Unterhandlung der Gewalt jederzeitvorhergehen zu lassen. Er wünsche, daß die Orte insgesammt einen gebührlichen Entschluß fassen. Wasdie ausstehenden Pensionen und die „Erläuterung der Schulden" betrifft, zeigt der Gesandte an, daß derKöllig nach Wiederherstellung des Friedens und der Ordnung der Finanzen letztes Jahr eine Summe von666,000 Pfd. geschickt habe, welche dieses Jahr wiederholt, ja vermehrt werden solle. Mit Bezug auf dirEinführung des französischen Salzes habe der Köllig kein anderes Vorhabeil, als den Orten einen Vvrtheilund mehrere Bequemlichkeit zu verschaffen, zumal da das französische Salz gesunder und wohlfeiler sei alsdasjenige, welches man anderswoher beziehe. Deßgleichen hat der Ambassador Befehl, allerlei andere Vic-tualien anzubieten, an welchen das Kölligreich Ueberfluß habe; dafür erwarte der Köllig, daß die Orte d>ralten mit Frankreich geschlossenen Verträge getreu halten und sich zu ihm schlagen werden, um die Aul"-'und einen glücklicheil Zustand für die Blinde wieder herbeizuführen. Zum Schluß versichert der Ambassadmdie Orte seiner besondern Affection; er freue sich über seine Legation um so mehr, da er die Orte jederzeitbewundert lind hochgehalten habe. — Herr Miron versichert, er »verde gemeinsaui mit dem außerordentliche"Ambassador ebendieselbe Affection und Fürsorge anwenden, die man bisher an ihm bemerkt habe. — Weildie Prvpositionen eben sehr zu bedenken und die Gesandten ohne Instruction sind, so werden dieselben >"den Abschied genommen. Um mit gebührendem Bescheid und gemeinsamer Antwort begegnen zu könne"/wird auf Sonntag den 11. August eine Xlllörtische Tagleistung nach Solothurn angesetzt. Inzwischen w"ddem Köllig schriftlich und den Ambassadoren mündlich für ihre geneigte Affection gedankt. I». (VII katömlische Orte und Appenzell-Jnnerrhoden.) Der Marquis von Coeuvres tritt Tags darauf vor den siede".katholischen Orten und Appenzell-Jnnerrhoden auf und hält eineil Vortrag folgenden Inhalts: Der Kv""Ihabe den Herrn von Bethünc zum Papste geschickt wegen der Restitution des Veltlins, und es sei keim""Zweifel unterworfen, daß nicht derselbe die katholische Religion im Veltlin, in Eleven und Worms hinlä"ö'lich sicher stellen »verde, wozu der König voll Frankreich auch das Seinige thun »verde; er hoffe zugüW'/daß die Orte ihre Zustimmung zur Exemtion dessen geben werden, was zwischen dem König von Frankrenlund dem voil Spanien vereinbart worden sei, da dieselbe ohne die Kosten der Orte vor sich gehen selb-«. (XIII Orte.) Dem Landvogt, welchen die katholischeil Glarner in die Grafschaft Werdeilberg erwählthaben, »vollen die evangelischeil Glarner den Aufritt nicht gestatten, weil Schwhz dem von ihnenUznach gesetzteil Landvogt als mitregicrcndes Ort den Aufritt aus bekannten Gründeil bisher auch nichtlassen hat. Obgleich die Gesandten von Schwhz ihre Nechtsame nicht bei der Hand haben, vereinigt "M"sich dahin, daß der 1623 Mischen den beiden Rcligionsparteien errichtete Vertrag unangetastet bestehe"verbleiben und die gewähltcn Landvögte ihre Verwaltung beförderlich antreten sollen, jedoch den Rechts"'"^von Schwhz ohne Schaden. Dem neuen «lach Uznach gewählten Landvogt soll ernstlich zugesprochen »verde"/sich in seiner Verwaltung „der Religion nicht zu beladen", sondern sich hierin behutsam und still zu verhalte"/