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Mai bis Juli 1623. 341
werden in dein Hotel des Grafen von Soissous zum Morgenimbiß eingeladen. — Bis zum 5. Juli erhalten
^ Gesandten keine definitive Antwort. Unterdessen hatte sich der Hof nach Paris begeben. Am 26. Juni
iumcn die Gesandten ebenfalls dahin. Den 5. Juli erhalten sie wiederum eine Audienz beim Könige und
^ue schriftliche Antwort, des Inhalts, daß der König gehofft habe, die katholischen Orte würden seinem
Pchren in Beziehung auf den Anschluß an den Tractat von Madrid willfahren, da es dabei auf die Nuhe,
Sicherheit und Freiheit ihres und des Bnndnerlandes und auf die Aufrcchthaltung der katholischen Religion
abgesehen sei. Was die rückständigen Zahlungen betreffe, so seien daran die Unruhen in seinem Lande
iOuld, welche ihm große Unkosten verursacht hätten. Da nun der Friede hergestellt sei, hoffe er, seine Bundcs-
^wsscn der Früchte desselben auch thcilhaftig machen zu können. Er werde Anordnung treffen, daß vvr-
^ufig eine ansehnliche Summe Geldes geschickt werde, in der Hoffnung, daß noch mehr geschickt werden könne.
cinem Ambassador Miron werde er den Befehl zugehen lassen, daß er nach Vermögen die Eidgenossen in
imn unterstützen solle. Die alten Freiheiteil der hundert Garden verspricht der König zu handhaben und hofft,
^ auch diese ihrerseits sich ordnungsgemäß verhalten werden. Die Gesandten finden diese Antwort zu allge-
^ül und verlangen von dem Canzler und dessen Sohn Picheul (Pnisieulx?) eine bestimmte Antwort auf folgende
6^gen: 1) wie groß die Summe Geldes sei, welche der König schickeil wolle lind wann dieselbe geliefert werde,
^»lit dieses Jahr die ganze Bezahlung der 400,660 Liv. erlegt werde; 2) wird verlangt, daß die in der
^^inbarung stipulierten 400,000 Liv. an dem Ort, wo sie fundiert, verblöiben und vollständig übcrschickt
^ keineswegs an andere Orte verwendet werden, damit daraus jederzeit zwei Pensiouen lind zwei Distri-
^wiien bezahlt werden können; 3) „daß die begehrte billige Liquidation und die Rechnungen der Contracten,
chPen und Hauptgüter erfolgen und die Distributionen ohne Abbruch bis zu ganzer Abzahlung geschehen;"
i^'uer, daß die Geldsorten nach den Contracten und nach dem französischen Werth berechnet werden sollen;
"daß die Edict der extraordinari Mittel genugsam verificiert und nvthwendige Arreste und Expeditionen
^ sdcn Orteilfs zugestellt,. . werden oder unserm Procnrator;" 5) daß die Freiheiten der Leibgarde und
^ andern Eidgenossen lant der Requöte, welche den 9. Juni 1623 dem König präsentiert worden, nach
"chdurft beantwortet und von Neuem confirmiert werden. Alls diese Eingabe antworteil der Canzler und
^u ^vhu, der Köllig habe geglanbt, daß die Gesandteil durch die von ihm ertheilte Antwort befriedigt
wäreii. Wie groß die Summe, die er versprochen habe, sei, und an welchem Tage sie abgeheil
. ^ könne nicht angegeben werden; jedenfalls werde aber der König das ihm Mögliche thun; was auf
^ nneil oder der andern Seite geschehen sei, solle man vergessen; das Vündniß werde der König getreulich
^lten, ^ Jahr unfehlbar geschickt werden würden, dafür habe man das könig-
che Wort und das des Canzlers. Das Geld der Distributionen werde in dem Werths wie es in Frank-
^uh landläufig sei, nach den Contracten bezahlt werden. Wegeil der Liquidationen, Rechnungen und anderer
uiiste werde man dem Ambassador schreiben, daß er allen Jnconvenienzen abhelfe. Ferner begehre der
^'ig liiid der Canzler, daß der Garde halber eine gute Ordnung gemacht werde, und daß die Eidgenossen
^'lbe aufrecht halten. Was die außerordentlichen Mittel belange, so lasse sich der König das Verlangeil
'^llen, insofern dieselben von den Tresoriers in der Eidgenossenschaft lind nicht von andern eingezogen
^deii. Diese Antwort wird in den Abschied genommen. — Während der Zeit dieser Unterhandlung besuchten
^ ^sandten mehrere Fürsteil und Herreil und eröffneten ihnen ihre Beschwerden. Sie beschließen, daß
"u Lucrru an diejenigen Herren, welche ihnen gute Dienste geleistet habeil, Dankschreibeil erlassen werdeillvllcu.
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