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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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Mal bis Juli 1023.

Verhandlungen der von den VIl katholischen Orten nebst Appenzell-Jnnerrhoden undkatholisch Glarus an König Ludwig XIII von Frankreich abgeordneten Gesandtschaft.

t«23, 12. Mai bis Mitte Julis.

Solothurn. Besondere Abschiede 94.

Gesandte: Lucern. Rudolf Pfyffer, Ritter, des Raths. Nri. Melchior Megnet, Alt-Landanunannund Landshauptmann. Schwhz. Heinrich Nediug, Alt-Laudanuuauu und Paunerherr. Unterwalde».Anton Von Znben, Alt-Laildammann, vo>c Obwalden; Kaspar Juchof, des Raths, von Nidwalden. Zug-Konrad Zurlanben, Alt-Ammann; Christian Jten, Seckelineister. Glarns. Fridolin Hässi, Ritter, Alt-Landammann. Freiburg. Jakob Vögeli, Ritter, des Raths. Solothurn. Johann von Noll, Ritter,Stadtvenner, Seckelineister und des Raths; Victor Hafner, Stadtschreiber. Appeuzell-Jnuerrhoden-Konrad Schiegg, Landanunann.

In Folge des Beschbisses der am 4. Mai zu Lucern gehaltenen katholischen Tagsatzung kvinint die Mehrzahlder Gesandteil den 12. Mai in Solothurn zusammen. Zweck der Gesandtschaft ist, theils dem Könige zugratulieren, theils sich zu entschuldigen, daß einige der katholischen Orte in den Tractat von Madrid nichteingetreteil sind, theils um an die Auszahlung der rückständigen Pensionen und Distributionen zu erinnern- Die Gesandten verfügen sich zum Ambassadvr Mirou, setzeil ihm die Motive ihrer Abordnung auseinanderund heben uame»tlich hervor, daß sie wünschen, den König zu bestimmen, seinen gegen die katholischen Orbgefaßteil Unwillen aufzugeben, die alte gute Freundschaft wieder herbeizuführen lind ihm zu erklären, daßsie das alte Bündniß in allen Treuen halteil werden; sie bitten zugleich den Ambassadvr lim gute l!iwpfehluug bei Hof. Den 31. Mai komnien die Gesandteil in Norot sn dnstinois an, zeigeil ihre AnknnftBassompierre, dem Marschall von Frankreich und General der eidgenössischen Truppen, an lind bitten ihn,zu einer Audienz beim König ihnen behülflich zu sein. Den 9. Juni werden die Gesandten durch den Hrrr"von Bouucville in zwei königlichen Carossen nach Fontainebleau zur Audienz bei dem Könige abgeholt-Unter einem Fußfall vor dem Könige wünschen sie ihm Glück zum Antritt seiner Negierung, zu seiner Heirat)und zu seinen erfochtenen Siegen, und nachdem sie ihr Credcnzschreiben übergeben haben, legen sie in cüurSchrift bestens die Gründe vor, warum sie der Aufforderung des Königs, den Vertrag von Madrid an-"führen zu helfen, nicht entsprochen hätten, nämlich wegen des Artikels 3 desselben, nach welchem die Ca-vinische Lehre im Veltlin geduldet worden wäre, da sie vor 1017 schon daselbst bestanden habe. UebngtN^hätten sich dermalen die Sachen so gestaltet, daß eine Beilegung des Streites in naher Aussicht stehe nneine Resolution von ihrer Seite unnöthig erscheinen lasse. Ferner sollicitiereu sie um die Bezahlung ^von Heinrich IV 1002 und 1604 zugesagten 400,000 Livres und die rückständigen Pensionen und Distril'^tionen, indem sie die bedrängte Lage der Greise, der Mttweu und Erben der Pensionsberechtigten schildoGund wünschen, daß, wenn Zahlungen gemacht werden, dieselben vertragsgemäß nicht in einem höherudem eidgenössischen Cnrs gemacht werden. Endlich bitten sie, daß den hundert Garden ihre Gnaden nFreiheiten nicht möchten aufgehoben und der Sold mit der zugesagten Augmentation bezahlt werden. ^König antwortet vorläufig, daß er alles getrertlich halten werde, was das Bündniß bestimme. Die Gesandt^machen darauf der Königin, der Mutter, dem Bruder und der Schwester derselben ihre Aufwartung