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April 1623.
von den fünf katholischen Orten begehre, sie möchteil statt des päpstlichen Kriegsvolkes, welches für dieSpaincr geschickt werden solle, ihr eigenes zu Bewahrung des Thals und der Festungen schicken. Solothw'»ersucht die drei Orte, iu dieses wcitaussehende Begehreil nicht einzuwilligen.
Zu ». 5') Die in Form eines Schreibens an den König den Gesandten ertheilte Instruction enthistfolgende Stellen. Nachdem dieses Schreiben es als Vcrläumdung bezeichnet hat, daß die Orte die einzigUrsache seien, daß das Veltlin noch nicht restituiert sei, wird auseinandergesetzt, was die Herren und Oda"abgehalten hat, in den Vertrag einzuwilligen. Der dritte Artikel desselben sei ihnen nämlich schwer undbedenklich vorgefallen, welcher also gesetzt ist, „daß alle Neuerungen Wider die katholische Religion, stund seither dem 16-17 Jahr im Veltlin eingeführt und gemacht worden, sollen aufgehoben werden, so würdein Kraft dieses Artikels allein die katholische Religion exerciert werden. Es zweifelt unsere Herren u»Obern bei dem wenigsten nicht, daß man in Aufrichtung oftgemeldeten Madridischen Tractats dasselbige a >vermeint und verstanden habe; so ist aber bewußt, daß zwanzig und mehr Jahr vor dein 1617 Jahr ^Calvinische Religion in gemelten Enden heftig eingewurzelt gewesen und ob gleichwohl die Neuerungen, "ein Collegium bauen für die Calvinischcn aus dem Kirchengut und anderes vermag gemelten dritteArtikels hätte sollen aufgehoben werden, so wäre doch hieraus nicht erfolgt, daß keine andere dann d>ekatholische Religion allein in dem Veltlin sollte verübt werden, sondern so viel mehr den Calvinischcn abchwichenen Veltlincrn und andern ihres Gleichen nicht benommen worden, ihre Religion in dem Veltlin U'Udcrum zu exercieren und üffnen, dicwcil selbige vor dem 1617 Jahr schon viele Jahre ist exerciert worden 'Ucberdieß wird auch hervorgehoben, daß es befremdend vorgekommen sei, daß der Vertrag von Madr>zuerst den Gemeinden der drei Bünde vorgelegt und von denselben angenommen und erst einennachher den Orten zur Einwilligung vorgelegt worden sei, so daß es ihnen nicht möglich gewesen sei, vorh^ihre Bedenken gegen einzelne Punkte zu eröffnen. „Daß aber auf letztes Eurer Allerchristlichsten Mastl"gnädigst an unsere Herren und Obern gethancs Schreiben, wie auch Ihr Gu. Herr Miron Euer allcrclstülichsten Majestät Ambassador um Einwilligung im oftbcmelten Madridischen Tractat anhalten, unsere ülA. E. W. M. und B. der Stadt Solothurn mit etwas Vorbehalt cingewilliget, so haben unsereund Obern übriger katholischer Orte nicht vermeint, daß Eurer Allcrchrichstlichsten Majestät mit ihrer,Herren und Obern, Bewilligung mehr gedient sein würde, dicweil es des Veltlins halb seither ewandere Gestalt gewonnen und unsere Eid- und Bundesgenossen, gute Freund und Nachbarn in Biw^andere Tractaten ohne unserer Herren und Obern Wissen und Willen seither aufgerichtet und gemacht h"und letztlich sowohl schriftlich als durch Gcsandtschaftschickung mündlich unsere Herren und Obern ^st^und bitten lassen, daß sie des Madridischen Tractats sich nichts mehr annehmen noch für sie verspw^sollten, dann sie obigen Tractat rcjiciert haben ss. Beilage 7s und wollen ihn endlich nicht halten."bitten sie für entschuldigt zu halten, wenn sie namentlich wegen des dritten Artikels das Versprechen n>geben. Darauf folgt die Sollicitation der Pensionen. (Staatsarchiv Frciburg: Lucernische Abs)'Bd. 70.)