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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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Januar 1623.

S7S.

Conferenz der V katholischen Orte.

Gersan. t«23, 3l. Januar.

Landcöarchlv Schwyz.

Gesandte: Lucern. Jakob Vircher, des Raths und Bauherr; Rudolf Pfhffer, Ritter, des Raths-Uri. Johann Heinrich Zum Brunnen, Laudaminanu; Emanuel Beßler, Alt-Landammann. SchwYZ-Johann Sebastian Abhberg, Landammann; Heinrich Neding, Ritter, Alt-Landammann; Gilg Frischt'Alt-Landammann. Un terwalden. Johann Jmfcld, Landammann, von Obwalden; Johann Lussi, Ritter,Landammanu und Paunerherr, von Nidwalden. Zug. (Niemand.)

Diese Conferenz ist wegen der Prätension des Grafen Theodor Trivulzio an das Thal Mesvcco und Mesobcina und der erfolgten Investitur zusammenberufen worden. !». Der spanische Ambassador Hieronymus Casaüeröffnet unter Vermeidung eines gnädigsten und gnädigen Grnßes vom König von Spanien und dein Herzogvon Feria, wie es mit der Uebertragung jener beiden Thäler an Trivulzio zugegangen sei. Dieser habevon? Kaiser nach Vorlegung seiner Nechtsame diese beiden Thäler als ein kaiserliches Lehen erhalten, indewder Kaiser der Ansicht gewesen sei, daß es weniger schaden möchte, wenn dieselben unter einem Haupt alle»',als unter den Bündnern ständen, deren Handlungsweise der Eidgenossenschaft schon so viel zu schaffen genügsthätten. Damit habe der Kaiser nichts der Erbeinigung Zuwiderlaufendes bewilligen »vollen und geglanbt-daß der katholischen Religion dadurch geholfen werde. Wegen dieser Sache habe man jetzt allein mit Trnvulzio zu verhandeln. Ferner erscheinen Abgeordnete des Thales Mesolcina, berichten von den Streitigkeiten,die sie mit Trivulzio gehabt, von den Urtheilen, die darum ergangen sind, legen ihre Nechtsame vor m>erklären, daß sie sich von genanntem Grafen losgekauft haben. Da sich derselbe nun wieder eindrängenwolle, bitten sie um Rath uud Hülfe. Die Gesandten sehen diese Sache als eine die ganze Eidgenosse,schaft berührende an und erblicken in diesem Vorgehen die Absicht, der Pässe sich zu bemächtigen und Mdieser Seite mit gutein Glimpf einzudringen, zumal da der Gubernator den Gesandten der Bünde keemAudienz geben will, wenn nicht zuvor die Sache des Trivulzio ins Reine gebracht worden sei. Mau oereinigt sich dahin, einen Läufersboten an den Gubernator abzuschicken und ihn ernstlich zu ersuchen, d»udiese Prätension, welche den Bünden, der Erbeinigung und den jüngst zu Mailand geschlossenen Trackn^stracks zuwiderlaufe, das gute Einvernehmen nicht zu altcrieren und den Trivulzio abzumahnen, damit »mnicht genöthigt werde, die Sache vor gemeine Eidgenossenschaft zu bringen. Ferner wird Casati ersin'^er möchte die Beschwerde ihrer Herren und Obern dem Gubernator vorstellen und um Einstellung der El'ecution anhalten. Zugleich wird auch Oberst von Beroldingen durch ein Schreiben beauftragt, demnatvr wohl zu Gemüthe zu führen, was für Ungelegenheit und Unwillen entstehen würde, wenn manMSache fortfahren sollte. Die Abgeordneten des Thales Mesolcina werden ermahnt, sich in keiner Meeinzulassen, und vertröstet, daß die Herren und Obern sie nicht verlasseil werden. Frciburg undSolot)^werden von der Lage der Sachen in Kenntniß gesetzt. Die Gesandtschaft von Lucern, ohne hinlängInstruction, nimmt die Sache in den Abschied, ii». Der Gesandte von Lucern, der sich dermalen am sn"^scheu Hofe befindet, wird durch ein Schreiben beauftragt, um Auszahlung der savoyischen Pensionendes noch ausstehenden Geldes für des Obersten Ulrich sel. Regiment anzuhalten.