Januar 1622. 249
Ihrer Majestät und des christlichsten Königs in anhangender Tractation gestanden, haben die Bündnerohne einige vorhergehende Ursache oder Provokation feindlich Ihrer Majestät Volk und des Vcltlins zuWorms mit Feuer und Brand, auch unverschont der Kirchen, noch anderer heiliger Orten mit Neuerung»"gefallen, also daß die Gefahr größeres und mchrers Uebels vor Augen stehend, sammt der steten und recht-mäßigen Bitte der Vcltliner bin ich gezwungen worden, dieselben zu entschütten und denselben gebührendesRemedium zu procuricren, Welches Gott der Herr inmassen befördert, wie männiglich gesehen hat. Und weil dieBünde über alles das begehrt, mit mir wiederum einen Accord und Vergleich zu tracticrcn, habe ich das nachder heiligen Meinung Ihrer Majestät ihnen zugelassen, bereit, in allen gebührenden rechtmäßigen Mitteln nachBeschaffenheit und Gelegenheit des Standes und der Umstände, darin sich die Sachen jctztmals befinden,willfährig zu begegnen, mit der Bedingung, daß sie dem Gewissen und der katholischen Religion nicht wider-streben, und scsj wird dabei die Fürbitte der Herren Eidgenossen allezeit in gebührende Obacht genommenWerden. Mailand, 26. December 1621." (Nach der Ueberseßung des italienischen Originals im Staats-archiv Zürich Tr. 170. 7. 19 und nach einer Copie im Luccrncrexcmplar.)
SA«.
^hitulat zwischen dem spanischen Gubernator zu Mailand, dem obern und dem Gottes-hausbund nebst Maycnfcld und ihren Untcrthanenlanden.
Mailand. 1«22, t5. Januar.
KantonSnrchw Graubniiden.
(S. Beilage 2.)
Aündnist und Capitulat zwischen Spanien, dem Bischof von Chur, dem vbern unddem Gotteshausbund und der Herrschaft Mayenfeld.
Mailand. 1K22,15. Januar.
Ka„to»S»rck>»> Mrailbsuid«».
(S. Beilage 3.)
^ndnisz und Erbeinigungsvertrag zwischen Oesterreich und dem Bischof von Chur, demobern grauen'und dem Gotteshausbund nebst der Herrschaft Mayenfeld.
Mailand. 1«22, 15. Januar.
KaiUoiiSarchi» Kraiwündc».
(S. Beilage 4.)
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