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Januar 1622.
jene beseitigen. Der freie Verkehr sei den Gehorsamen gegenüber wieder gestattet worden, jedenfalls nie-mals das Verbot desselben zum Schaden der Eidgenossenschaft gegeben worden. — Gegenüber den katholischenGesandten, welchen der Erzherzog besondere Audienz gab, beklagte er sich über der Engadincr ungebührlicheHandlungen und Worte gegen das Haus Oesterreich und dessen Ehrenwappcn; er habe Chur, Mahcnfcldund andere Orte eingenommen, weil dieselben Wider alles Abmahnen den Prätigauern und Engadinerngeholfen hätten. Er werde nichts behalten, als was laut Brief und Siegel ihm gehöre; der Bischof >»üdie katholische Religion werde wieder eingesetzt werden; die alten Bündnisse habe er nicht abschaffen, »ochdie Engadincr dazu zwingen, vielmehr dieselben erhalten und die neuen nicht gestatten wollen; ihm s"nie in den Sinn gekommen, gegen die Eidgenossenschaft etwas zu unternehmen. Mit den Evangelische"soll er auch scharf geredet und ihnen die Ursache des bündnerischcn Tumults zugeschrieben und ihnen ver-wiesen haben, das; sie dem Mansfcld Volk geschickt und gegen die Erbcinigung gehandelt hätten. (Staats'archiv Freiburg: Rathsprotokoll vom 22. Dccember 1621.)
Zu l»>'. Die Gesandten wandten sich ferner den 17. Dccember zu Lautcrburg an den Grafen von Mns-fcld, welcher Miene machte, in das Elsas; und den Sundgau zu ziehen, mit dem Ansuchen, er möchte von sei'nein Vorhaben abstehen und das Elsas; und die vorderöstcrrcichischen Lande, den „Brotkasten und Wein-keller der Eidgenossenschaft," mit seinem Kricgsvolk nicht überschwemmen, widrigenfalls die Eidgenosse"vermöge der Erbeinigung mit Oesterreich sich zu der bereits nachgesuchten Dcfension anschicken müßten. D"Graf antwortet, daß er unter den Befehlen des Königs von Böhmen stehe und das Ansuchen an densclbc"müsse gelangen lassen. Wenn aber die Abgeordneten Vollmacht von ihren Herren und Obern hätten, Z"erklären, daß des Königs Feinde aus deren Landen zögen, so könnte alle Gefahr beseitigt und guter W^gezeigt werden. sS. Staatsarchiv Zürich. Tr. 170. 7. 21. 22. 23.f
Zu Die bündnerischcn Gesandten hatten den Auftrag, an den Gubernator zu Mailand das Ansuche"zustellen, das Kricgsvolk aus demVeltlin, der Grafschaft Eleven und Worms wegzuziehen und das Bcltli«wieder an die zwei Bünde zu übergeben und ein Capitulat zu schließen. Die Rückerstattung des Vcltli^nebst Worms schlug der Gubernator ab, jedoch sollten die beiden Landschaften jährlich einem jedengeeicht der zwei Bünde eine gewisse Summe bezahlen. Uebcrdieß stellten auch Erzherzog Leopold und d"Bischof von Chur Ansprüche an das Veltlin auf. Die Gesandten mußten nothgcdrungen einwilligen, ^das Veltlin und Worms „frei und ledig gesprochen wurde". Dicß war die Antwort, welche die Gesandte"den 26. Dccember (a. K.) vorläufig an ihre Committentcn von Mailand aus schickten. Ucbcr die and""Punkte wurde nach diesem Datum verhandelt. (Dies; aus den Schreiben, welche dem Basier Abschiedexcmplar beigelegt sind.)
Zu »->. Die eidgenössischen Gesandten stellten an den Gubernator zu Mailand folgende vier Begeh""'1) er möchte einen Waffenstillstand herbeiführen, 2) das spanische Kricgsvolk von den Landen und Grenztder Vündncr beseitigen, 3) denselben unter billigen Bedingungen ihre verlorenen Lande wieder einräume"-4) den freien feilen Kauf, Handel und Wandel zwischen den beiden Ständen wieder zulassen. ^Gubernator antwortet durch Platvnus: „(Der Bündncrj eigene und freiwillige Unruhen, darin sieeinige Jahre her gelebt, und die schwere Unterdrückung und Schaden, damit sie unaufhörlich die ar»""Katholischen verfolgt haben mit so großem Mißfallen der ganzen Christenheit, hat gemacht, daß ichentschlossen, dcro Ruhe zu Procurieren; und damit die Tyranneien und bösen Hebungen so dasVeltlin und Worms zu der dcspcriertcn Resolution verursacht, aufhörten, habe ich auf ihre Bitte siekönnen unbeholfen lassen und inzwischen gebührende Mittel tractiert. die Katholischen und die kathoM"Religion zu versichern und also in diesem guten Willen verharrend, auch die Ministri Ihrer Heiligt'