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Januar 1622.
Hans Georg Grevel, des Raths. Bern. (Franz Ludwigs von Erlach, Herr zu Spicz; (Franzs Glider,beide des Raths. Glarus. (Sebastians Marti, Panucrherr. Basel. Hans Rndolf Fäsch, des Raths'Schaffhausen. fHans Konrads Pcyer, Statthalter; (Matthäuss Peyer im Hof, Scckelmeister. Appen'zcll-Außerrhoden. (Koilrads Zcllweger, Landauunann; (Jvst?s Hcinzenberger, Statthalter. StadtSt. Gallen. Sebastian Schvbinger, Christoph Vnffler, beide des Raths.
». Es wird der Vortrag des venetianischen Ambassadvrs, Mvderante Scarainelli, angehört. Derselbebespricht das schwebende bündncrische Geschäft und versichert die Gesandten der guten Affection und desgeneigten Willens seiner Herrschaft gegenüber den eidgenössischen Ständen. Es wird alsdann über dasreferiert, was die eidgenössische Gesandtschaft an den Erzherzog Leopold ') und an den Grafen von Mansseld')ausgerichtet hat, und was die bündncrischcn Abgeordnelen zu Mailand für sich selber tractiert Habens; ">-gleichein über die Antwort des Gubernators'). Nachdem man die Angelegenheiten der Bünde in reiflicheBeratschlagung gezogen hat, wird als nothwendig erachtet, deßhalb so bald als möglich eine gemein-eidgenössische Taglcistung aller Orte und der Zugewandten auszuschreiben, die französischen Ambassadorettauch dazu einzuladen und ihnen über das Resultat der eidgenössischeil Votschafteil zu relaticren. Zuglochwird mau sich über die von dem Erzherzog gegebene Erklärung wegen Erbauung neuer Schanzen undFestungswerke in den Bünden beratheil. Die Eidgenossen aus den katholischen Orten will man, falls sie deinErzherzog auf sein Begehren Volk in das Elsaß schicken wollen, davon abmahnen, da daraus unangenehm^Cvnsequenzcn erwachsen könnten und die Erbeinigung blos ein getreues Aufsehen verlange. Desgleichen windman sich über das Münzwcsen besprechen (und über die ausstehenden französischen Zahlungeil, wie von Glarusbegehrt wird, sowie überhaupt über das, was zu des Vaterlandes Wohl erforderlich ist. (Aus dem Glarum-exemplar im Zürcher Archivs Mail findet auch nothwendig, von den katholischen Orten Bescheid zu fordern,wessen man sich im Falle der Roth von ihnen zu verschen habe, weil sie bisher sich noch nicht darüb^erklärt haben. Ferner soll der Abt von St. Gallen, der sich seit einiger Zeit gegen die Stadt St. Galleöund gegen Appenzell-Außerrhoden uimachbarlich benimmt, über seine Gesinnung gegen diese und andersNachbarn befragt werden. I». Weil die Angelegenheiten in den Bünden die Krone Frankreich nahe berühr"uild man damit umgeht, das Veltlin und Worms den Bünden gänzlich zu entziehen und den Zehngcrichte»-bilnd vvil den beiden übrigen Bünden zu trennen, so wird für nothwendig erachtet, eine eidgenössischeGesandtschaft an den König von Frankreich zu schickeil, um denselben über den Stand der Angelegenheitin den Bünden gründlich zu belehren und von ihm Hülfe und Beistand zu begehren. Hierüber und wegeuder ausstehenden Zahlnngen wird man sich zn Baden bcrathen und vernehmen, wessen die katholischen Ltgesinnt seien. Willigen sie in die Gesandtschast nicht ein, so wollen die evangelischen Orte dieselbe von sichaus vornehmem, damit nicht gesagt werden könne, man habe Gesandtschaften an andere Fürsten gesclsi^Frankreich aber übergangen; auch wird man sich durch die Bedenken der französischen Ambassadvren »iciflabwendig machen lassen. Durch das Mittel der Gesandtschaft könne man auch für die evangelischen Unter-thancn des Königs intcrccdiercn, daß dieselben beim Ncligionsfricden belassen werden, und zugleich M"Jnterposition und Vermittlung des langwierigen Krieges zwischen Böhmen, Churpfalz, Spanien und Ocsi^reich ersuchen. — Außerdem wird auch die Frage aufgeworfen, ob es nicht zweckmäßig wäre, au ^Generalstaaten zu schreiben, da das letzte Schreiben nicht übergeben worden sei. «. Dem Ambassador tHerrschaft Venedig wird die gute Affection derselben bestens verdankt und ihm mitgetheilt, was ma»Betreff der Gesandtschaft nach Frankreich für nothwendig erachtet habe. Zugleich soll man darum ersucht