November 1681. 239
neuen Anschläge, in Folge deren ihnen an ihren Hölzern und gemeinen Weiden Abbruch geschehe. Man läßt
^ bei den alten Bräuchen und Gewohnheiten verbleiben, namentlich daß von jedem Ort zwei ehrliche Männer
Stählt werden sollen, welche die Macht haben, jedem nach Nothducft das zu fällende Holz zu verzcigcn.
Die Tagwener aber in den Auen an der Sense haben sich künftig des Holzens zu enthalten; das vom Flusse
"^gespulte Holz können sie sammeln. Ferner dürfen dieselben künftig blos je zwei Ziegen mit ihren Jungen
"uf den Auen weiden lassen; treiben sie mehr darauf, so haben sie von jedem Stück ein Pfund Pfenning
^ bezahlen. «. Uitt dem durch dieses Wasser immer wieder angerichteten Schaden Einhalt zu thun, wird
zweckmäßig erachtet, daß von beiden Seiten sachverständige Männer an Ort und Stelle geschickt werden,
^lche einen Augenschein zu nehmen und Vorschläge einzugeben haben, wie der Schaden abgewendet werdenkönnte.
Gemeineidgenösstsche Tagsechung der Xlll Orte.
Baden. lKLt, 23. bis 2!t. November.
GinatSarchU' Zürich, kost. XII. za. l'ol. au.
Gesandte: Zürich. Hans Rudolf Nahn, Burgermeister; Hans Ulrich Wolf, Seckelmeistcr. Bern,'ans Kilchbergcr, Venner; David Fellenberg, beide des Raths. Lucern. Jakob Sonnenberg, Ritter,"Wnltheiß u„d Panuerherr; Rudolf Pshffer, Ritter, des Raths. Uri. Hans Heinrich Zum Brunnen,^baininann; Emauucl Veßlcr, Ritter, Alt-Landammann und Pannerhcrr. Schwyz. Gilg Frischherz,^bainmann; Heinrich Neding, Alt-Landanuuann und Pannerhcrr. Unterwalden. Sebastian Wirtz,w>da»unann, von Obwalden; Johailn Lussi, Ritter, Landammaun uild Panuerherr, von Nidwaldcn."g' Konrad Zinlaubeic, Ulrich Heggli, beide Alt-Ammänner. Glarus. Adam Völliger, FridolinWsh, beide Alt-Landammänner. Basel. Jakob Burckhardt, Hans Lukas Jseliu, der Jüngere, beide desFretburg. Franz von Affrh, Bürgermeister. Svlothuru. Benedict Glutz, Seckelineister; VictorMcr, Stadtschreiber. Schaffhall seil. Hans Heinrich Schwach, Burgermeister; Hans Konrad Pehcr,^^balter med Panuerherr. Appenzell. Martin Suter, Landammann, von Junerrhoden; Konrad^P^'r, Landammann, von Außerrhoden.
1) Nach Verrichtling des eidgenössischen Grilßcs wird umständlich relatiert, was die vierörtige Gcsandt-bc l!' nach Lucern zu den daselbst residierenden drei französischeil Ambassadoren geschickt worden ist,eineir und andern Ambassador ausgerichtet hat, und wie ihr von Herrn von Montholvu die Audienz^^kagen wordeil ist. 8) Es wird berichtet, daß das Kriegsvolk des Erzherzogs Leopold sich nicht begütigtMg' ^ obere und das untere Engadin einzunehmen, es habe auch den Zehugerichtenbund überzogen und an^'keii gar iibel gehaust. Das Kriegsvolk habe die Brücken über den Rhein besetzt, Mahenfeld seineSeiten genommen und Chur zur Uebcrgabe aufgefordert; es verlaute auch, daß in dieser Gegendwlg^ geballt werden sollen. Die Obersten des Erzherzogs Leopold sagen aus, sie wollen ihrem Glück»>an^^^ woraus mau entnehmen könne, daß es nicht allein auf die Bünde abgesehen sei, sondern daß"üch und nach auch die Eidgenossenschaft unter das Joch zu bringen suche. Deßhalb hat Glarus als