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August Z621.
ISS.
Confercnz der IV evangelischen Städte nnt den französischen Aindassadoren.
Vremgarten. IK2I, 24. uud 25. Slnguft (14. u. 15. a. K.).
SlaaiSarchiv Ziirich. liest. XU. ZU. r»I. ?s.
Gesandte: Zürich. Hans Georg Grcbel, des plaths. Bern. Niklaus Kilchberger, Venncr.
Hans Lukas Jselin bei St. Niartin, des Raths. Schaffhausen. Hans Konrad Peher, Statthalter.
Die Gesandten hören an, was an Zürich der Unruhen in Bünden wegen gelangt ist.') Hierauf^den Ainbassadoreu Miron uud von Monthvlon auf ihre jüngst zu Baden gehaltenen Vorträge »iü»^geantwortet. So sehr es die evangelischen Orte gefrent habe, daß die Krone Frankreich zu Gunsten düBündner mit Spanien einen Vertrag geschlossen habe, so sprechen die Gesandten ihr Bedauern aus, ^die sieben katholischen Orte ihren Entschluß dem Herrn von Montholon zn Luccrn für sich allein vorgebt-haben, und daß der Tractat von Madrid noch nicht zur Exccution gekommen sei. Die evangelische»hätten nicht unterlassen wollen, für sich und im Namen von Appenzell-Außerrhoden ihren Entschluß^Ambassadoren zu eröffnen; zuvor aber wünschen sie zu vernehmen, ob die Ainbassadoreu wegen dich'Tractats sich mit dem päpstlichen Nuntius und dem Herrn Präsidenten aus. Burgund endlich verglichhaben; sodann ob der Tractat auch ungeachtet der abschlägigen Antwort der katholischen Orte eM»hwerde, falls die evangelischeu Städte denselben gutheißen und dessen Handhabung versprechen, und t»b'diesem Fall das Veltlin den Bünden nach Inhalt des Vertrags restituiert werde. Zun: Dritten wü»h^sie zu vernehmen, durch welche Mittel die Bünde zur Beobachtung des Vertrags gebracht werdenwenn sie entgegen ihrem Versprechen denselben nicht halten sollten. Herr von Montholon antworte'^habe mit dein Präsidenten von Dole bisher noch nicht geredet und mit ihm nichts Anderes verhängals was durch den Nuntius, der sich in der Sache nachdrücklich bemühe und sein Bestes thne, gescheht »Weil inzwischen der Erzherzog Albert gestorben sei, so habe der Präsident nicht als erzherzoglicher Ges»>"tracticren wollen; derselbe habe eine Abneigung gegen diese Sache und betrachte den von dengefaßten Entschluß als nicht genügend. Was den zweiten Punkt betreffe, so begehre» der Nuntiuskatholischen Orte, der Bischof von Chur, die vertriebenen Bündner und die Unterthancn des LandeSgrößere Versicherung. Die evangelischeu Orte möchten deßhalb den Bündnern zusprechen, zumal da dervon Frankreich ihm anbefohlen habe, „daß er der katholischen Religion eine Vorbetrachtung habe»
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In Betreff des dritten Punktes können einstweilen die Ainbassadoreu keine Mittel und Wege angebe»' ^die Bünde ihr Versprechen nicht halten sollten, glauben aber, daß zuerst Freundlichkeit und nur imGewalt angewendet werden sollte. Dann beklagt sich Herr von Monthvlon, daß in Betreff der NelASache» in dem Lucernischcn Abschied stehen, an die er so, wie sie demselben einverleibt seien, nichthabe. Wenn den evangelischeil Orten seinethalbcn etwas Bedenkliches vorkomme, so möge man ihn d»^berichten. Wie bisher, gedenke er in der Sache ferner aufrichtig zu handeln. — Obgleich die Ambasi^^.'!keinen „satten" Bescheid gebe», theilen die evangelischen Städte dessenungeachtet ihren Entschluß ^und Appcnzell-Aiißerrhvden wollen trotz allerlei hochwichtiger Cvnsiderativnen und Bedenken de» zuvon Bassompicrre den 25. April 1521 (s. Beilage 1) gemachten Vertrag gutheißen und die Vi'»" ^Observation desselben anhalten helfen mit dein Vorbehalt, daß der Vertrag den Bündnissen, wr^' ^