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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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August 1621.

Bünde schreiben und sie zur Geduld ermahnen. An den Erzherzog Leopold wegen des den Bünden abge-schlagenen freien Kaufes zu schreiben, wird für dießmal nicht beliebt, weil die Blinde mit demselben inTractation begriffen sind und jetzt schwerlich etwas erreicht werden könnte. Abermals ersucht ZürichsGesandtschaft um Rath wegen Heimberufung des Kriegsvolkes. Weil die Gefahr jetzt am größteil undein neuer Monat angegangen ist, so wünscht sie, das Kriegsvvlk möchte bis zur Ankunft der Gesandtenin den Bünden gelassen werden. Zürich wird anheimgestellt, nach seinem Gutdünken zu handeln.

Zu') Wallis hingegen nahm den Tractal von Madrid an. In einein Actenstück, datiert Sitten12. August 1621, in dem Bande betitelt: Bündnisse und Briefe der Lobl. Eidgenossenschaft llarssooumlu im Stadtarchiv zu Sitten, heißt eS unter Andern»:....und dieweil solche Punkte (d. i. derVertrag) uns ilbcrsandt worden, unsere Mitstimmnng dazu zu geben, so haben wir dasselbe nicht ungern,sondern freiwillig gcthan, so weit dieselben unsers Consenö mangelbar sind, mit solcher klaren Erläuterungdoch, wofern Ihr K. Majestät zu Frankreich dieselben zuvorderst gutheißt, als auch die gemeinen Iii Bündeund Ihre katholische Majestät aus Hispanien denselben genugthun und ssicj halten wird, die Religionspunktedoch vorbehalten, weil in unscrm Bund deren eine Erläuterung geschehen, bei deren wir es beruhen lassen."

Konferenz von Urs, Schlvyz und Unterwalden.

Altovf. tkLl, U. August.

Laudeijarchiv Nldwulde».

Gesandte: Uri. Johann Heinrich Zum Brunnen, Ritter, Landammann; Emannel Veßler, Ritter,Alt-Landammann und Pannerherr; Johann Konrad von Beroldingen, Ritter, Alt-Landammann; MelchiorMegnet, Alt-Landammann. Schwhz. (Niemand.) Unterwalden. Melchior Jmfeld, Ritter, Land-ammann und Pannerherr, von Obwalden; Kaspar Leu, Statthalter, von Nidwalde».

Diese Conferenz tritt zusammen, um zu bestimmen, wie viel man von dem Herzog von Mailand für jedenvon den Soldaten fordern wolle, welche 1620 unter den Fähnlein und Wachen gestanden haben und für wieviele. Schwhz, ebenfalls zu dieser Conferenz eingeladen, erscheint nicht, weil mit dem spanischen AmbassadorHieronymus Casati darüber verhandelt werden müsse, dieser aber sich dermalen im Leid befinde. Mauvereinbart sich dahin, daß jedes Ort seine Forderungen specisiciert dem Ambassador zuschicke. Ein Monats-svld soll nicht mehr als 5 Ducatonen betragen, Haupt- und Amtleute inbegriffen. Schwhz und Uri hatten stüeineic Soldaten 5 Ducatonen, für einen Hauptmann 15, für eineil Wachtmeister 10 angesetzt; es wird jedochgut befunden, daß für einen Hauptmann nicht mehr als 15 Münzkronen, für einen Wachtmeister 10 und Mjeden Soldaten 7 Kronen zu 2 Gulden gilt gemacht werden sollen, wornach sich auch Unterwalden zu richte"habe. Nidwalden stellt seine Rechnung auf 010 Ducatonen. Obgleich in derselben für dem Soldaten Z"Bellenz 5 Ducatonen augesetzt sind, so werdeil in den beiden andern Orten den Soldaten 7 Krone"gutgemacht; der Ueberschußsoll den Obrigkeiten erschießen".