Druckschrift 
5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
Entstehung
Seite
199
Einzelbild herunterladen
 

April 1621.

199

erinnern und die baldige Abreise des Herrn von Moutholou in die Blinde zu befürworten. Sobald^ uiöglich soll eine eidgenössische Tagleistung nach Baden ausgeschrieben werden, damit man sich mit den^ 'Ken unterreden und vernehmen kann, wessen man sich von ilmen zu versehen habe. Bern gibt zu bedenken,^ nicht thuulich wäre, den fünf Orten in dem Sinne zu schreiben, man habe gewünscht, daß sie die^gesetzte badische Tagleistnug besuchen möchten, um sich über die Angelegenheiten der Bündner freundlich^ sprechen; mit Bedauern habe man aber vernommen, daß sie in Folge dessen, was ihrem Kriegsvolkwiderfahren sei, Willens seien, mit dem Hanse Mailand etwas Gewaltthätiges zu unternehmen; solche^stcnndliche Mittel würden im ganzen Vaterland nnr Unheil verursachen. Die evangelischen Orte seien^t, redlich dahin zu arbeiten, daß man allerseits wieder vereinigt und das Vaterland wieder aus derw)endcn Gefahr gerettet »verde. Von gewissen Orten her hat man Bericht erhalten, daß die österreichischenwtlente ihren Nnterthanen befohlen haben, auf die Zürich und Bern gehörigen Waffen, welche durchgeführt^ sollten, ein wachsames Auge zu haben und sie anzuhalten; dergleichen sei den österreichischen Unter-nien verboten worden, Früchte in die Stadt Schaffhausen zn führen.

Anmerkung >). Die III Bünde hatten nämlich ein Schreiben an die Xlll Orte geschickt, das mitvon Heinrich Bräm den 23. März (a. K.) an Zürich geschickten Artikeln (S. Absch. 168 Anm.) demZuhalte nach übereinstimmt. (S. auch Kantonöarchw Frciburg: Rathöprolokoll vom 26. April.)

Anmerkung-). Den Gesandten der vier Städte antwortet Montholon im Beisein von Miron und^"cffior, der König habe ihm den Alsttrag gegeben, in die Bünde zu reisen und durch gütliche Mittel einenVergleich zu Stande zu bringen. Er werde, wenn seine Gesundheit cS ihm gestatte, nächster Tage dahinabreisen; könne er nicht, so werde Gucsfier einstweilen Hinreisen. Damit die drohenden Gefahren abgewendetwürden, werde er durch Schreiben den Herzog von Feria und den Erzherzog Leopold dahin zu bestimmeniuchen, daß sie nichts Feindliches gegen Bünden vornehmen, und daß den Bündncrn der Paß und freieKauf wieder gegeben werde. Sollte die Güte nichts fruchten, so werde der König zur Gewalt schreiten.(Staatsarchiv Zürich Lost. XII. 1st0, sei. 217.)

174.

Conferenz von Un, Schwyz und Untcrlvaldcn.

Alwrf. tkLl, 27. April.

LandcSarchiv Schw»z.

H sandte: Nri. Emauucll Beßlcr, Ritter, Landammanu und Pattnerherr; Johann Konrad von^^wgen, Ritter, Alt-Landammanu; Heinrich Trösch, Alt-Landammann; Martin Epp, Jakob Muheim,^ Raths. Schwhz. Gilg Frischherz, Landammaun; Heinrich Neding, Alt Landammann und^ussi^I^^' Betschart, Alt-Statthalter, Landsfähnrich und des Raths. Unterwalden. Johann

' Nitter, Laitdammann lind Pannerherr; Kaspar Leu, des Raths, von Nidwaldcn.wls il^'c^^ ^^'wmissarius von Bellenz berichtet, daß die italienischen Soldaten, welche denen von Misox^'suchen zu Hülfe gezogen seien, zurückgeschlagen worden seien, so daß zu besorgen sei, die BünduerN die Gerichte und das Gebiet der drei Orte angreifen; ferner daß die Bündner sich beklagen, daß