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April 1621,
Conferenz der evangelischen Städte und Orte.
Aaran. 1V21, 2«. April (16. a. K.)
Staatsarchiv Zürich. Kost, XII. lti. kol, s.
Gesandte: Zürich. Hans Rudolf Nahn, Bürgermeister; Heinrich Vräm, Statthalter. Bern. FrauZLudwig von Erlach, Freiherr zu Spiez; Antoir Tillier, des Raths. Basel. Hans Jakob Vurckhardt, desRaths; Lukas Jselin, der Jüngere, des Raths. Schaffhausen. Hans Konrad Peher, Statthalter!Matthäus Peher im Hof, Seckelmeister. Appenzell Außerrhoden.. Johann Schuß, Landammann.
Die Bundesgenossen in den III Bünden hatten das Veltlin verloren. Der obere graue Bund wüHülfe des Kricgsvolks der fünf Orte hatte sich von den beiden andern Bünden getrennt und dem beschwörendVundesbrief zuwider mit dem Gubernator zu Mailand ein ihren Freiheiten präjudicicrliches Vündwßverhandelt und dasselbe etlichen Gemeinden im vbern Bund und anderswo mit Gewalt aufzudringen gehest(S. Anhang Nr. 2). Die beiden andern Bünde waren mit ihren Fähnlein dagegen aufgebrochen; die Sacheaber hatte die Wendung genommen, daß die III Blinde sich vereinigten und jenes Vündniß revociertd,in Folge dessen aber die Rädelsführer es dahin gebracht hatten, daß spanisches Kriegsvvlk das Misoxerthc»einnahm und österreichisches an den Grenzen stand und den feilen Kauf verweigerte. Unter solchen Umstände»wurde diese Conferenz zusammcnberufen. — Nach Verlesung der aus den Bünden eingelangteil Schreiben')und Anhörung des Herrn Johann Anton Marco, Ritters, wird das dringende Hülfsbegehren geinei»^III Blinde iil reifliche Erwägung gezogen. Ans Gefallen der Obrigkeiteil wird verabschiedet, die Blinde i»ihrem gefährlicheil Zustand nicht zu verlassen, da sie größtentheils um der evangelischen Wahrheit willc»angefochten werden und jetzt, wie man sagt, die Hand unter dem Faß haben, in der Hoffnung, daß d^außerordentliche französische Ambassador, Herr von Montholvii, seine Reise beschleunigen und den geschehe»^Vertröstungen gemäß den Bündeil mit Hülfe und Rath auch beispringen werde. Zu Unterhaltung ihn'^Kriegsvolkes und der Besatzungen soll den Bündnern gegen gebührende Versicherung und Verzinsung d'"Summe von 25,060 Kronen geliehen werdeil. Zürich und Bern als Verbündete geben je 9060, Vascl »»dSchaffhausen 7000 Kronen, mit dem Wunsche, es möchte dadurch viel Gutes geschafft und den geineiusa»»'"Feinden ihr Vorhaben vereitelt werden. Jedes Ort wird seinen Entschluß hierüber ohne Verzuginittheilen. Außerrhoden wird ersucht, den Bünden mit Pulver oder auf andere Weise alle mögliche Hülstzll leisten. Wird das Darleihen bewilligt, so soll um allerlei Ursachen willeil die Obligation blos »üsZürich und Bern gestellt und den beiden andern Städten für ihr Darleihen ein Revers eingehändigt werde»'Weil das Haus Oesterreich den Bünden den Paß und den freien Kauf abgeschlagen hat, so hat Zürich »"den Erzherzog Leopold, der in diesen Tagen nach Constanz kommen soll, geschrieben und um Aufheb»»üdieser Maßregel nachdrücklich angehalten, auch Gesandte an den Grafeil von Hoheuems, österreichischenzu Feldkirch abgeschickt. Außerrhoden bittet um getreues Aufsehen und um Beistand, wenn esseilen „Widerwärtigen" angefochten werden sollte; dergleichen bittet Zürich um eidgenössischen Bcista»^wenn die fünf Orte den Paß in der Grafschaft Sargans schließen sollten und seine Obrigkeit zu eiw»»ernsthaften Entschluß veranlaßt würde. Unmittelbar nach dieser Tagleistung will man insgesamintSolothurn zu den drei französischen Ambassadoren reiten, um dieselben mit Ernst au die Gefahr in den Bü»d^