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März und April 1621.
Nachrichten Bedenken, weiter zu reiten; sie geben vor, daß dieß wegen der noch nicht angekommene»Gesandten von Uri und Freiburg geschehe, und weil sie noch weitem Befehl von ihren Herren und Ober»erwarten. Die evangelischen Gesandten reisen weiter, kommen am 29. März in Chur an und machen deinfranzösischen Ambassador Gucfsier Tags darauf einen Bestich, um ihm ihren Befehl zu eröffnen, daß sie mit ihmdie in den Bänden bestehenden Streitigkeiten vermitteln sollen. Der Ambassador verspricht, mit ihnen sein Bestesthun zu wollen. Die katholischen Gesandten werden nochmals ersucht, sich nach Chur zu begeben. De»24. März a. K. wird in Ilebcreinstimmung mit dem Ambassador an die Fähnlein der III Bünde ein Schreibe»abgeschickt, des Inhalts, sie mochten sich aller Ungebühr, namentlich gegen die Kirchen, enthalten, und daßdie Gesandten sich anerbieten, ihnen zum Frieden zu verhelfen. Jene verdanken in ihrer Antwort die „WohbMeinung" der Gesandten und melden, daß sie ihnen einen Ort zu eiuer Zusammenkunft bestimmen wolle»,senden auch die Artikel ein, welche sie zusammen beschworen haben, und welche zu beschworen sie die u»lsi-horsamen Gemeinden gezwungen habeil. Diese Artikel werden, sowie die Zeitungen, welche von den Kriegsleuten eingekommen sind, den Herren und Obern eingesandt. Inzwischen halten es die Gesandten für nöthig,daß die Pässe Eleven, Puschlav und andere einem Ueberfall ausgesetzten Orte verwahrt werden, und gehe"den Ambassador um die Mittel dazu an. Dieser giebt zwar gute Worte, aber kein Geld, beruft sichden bald ankommenden außerordentlichen Ambassador, der Befehle lind Geld bringeil werde, und weil Be»e-dig und die evangelischeil Orte in dieser Sache auch interessiert seien, sollen die Bündner bis zur Ank»»stjenes Ambassadors Geld entlehnen, wo sie solches finden. — Von den Abgeordneten der Fähnlein der III Bü»^'aufgefordert, zu ihnen in ihr Lager zu kommen, reiten die Gesandten mit denselben, nachdem sie de»'Ambassador davon Anzeige gemacht und ihn zur Theilnahme eingeladen habeil, von mehr als achtzig Reisigsbegleitet, nach Ems. Sie eröffneil hier, daß ihre Herren lind Obern des Sieges, welchen ihnen Gott >>l"»'diejenigen verliehen habe, welche sie von ihren alten Bnndesbriefen, ihren Rechten und Freiheiten lMe"verdrängen wollen, sich freuen, sowie auch, daß sie sich eid- und blindesgenössisch zusammengethaii tM"'was ein gutes Mittel seiu iverde, die verloreneil Lande wieder zu gewinnen. Sie erbieten sich, ihnenRath und,Thcit beizustehen. Da der außerordentliche Ambassador noch nicht angekommen ist, so vcrcb»bareil sich die Gesandten mit den Kriegsräthcn über folgende Punkte: 1) Das Volk von allen Fäh»^"der III Bünde soll sich in seine Heimath begeben, die Fähnlein selbst jedoch sollen nach Chur gebracht wtt'dc"und bei jedem sechs bis zehn Alaun bleiben; das große Geschütz bleibt zu Ems stehen. 2) Sollte ei»sich zeigen, so ist jeder bei Eidespflicht schuldig, mit Wehr und Waffen auf die bestimmte Stunde undbestimmten Orte zu erscheinen und einander mit Leib und Gut beizuspringeu. 6) Von jedem Hochge»^der III Bünde ist ein Mann abzuordnen, welcher Vollmacht hat, mit den Gesandten und dem Ambass»^über die Mittel zu berathen, wie Friede und Einigkeit wieder hergestellt werden können. — Den Gesandtwerden einige Schreiben im Original übergeben, welche hinter einigen Ausgewanderten gefunden Müd«"'sind, aus welchen hervorgeht, daß die evangelische Religion sollte ausgerottet und die verderblichenscheu Artikel mit Gewalt sollten eingeführt werden, wofür der Gubernator zu Mailand zureichendeanerbiete.
Den 9. April erscheinen sieben Gesandte von den III Bünden und berichten, daß die III Bünde st^wiederum so verbunden haben, daß der obere Bund wieder zu ihnen getreten sei, und daß nicht nur desst"Gesandte bei ihnen, sondern auch mit Ausnahme von Misox dessen Fähnlein bei den ihrigen zu ChurSie hätten sich über folgende Punkte mit einander vereinbart: Da sie von den fünf Orten, deren Fäh"^'