März 1621.
187
IVV.
Konferenz der VII katholischen Orte.
Lucern. IK21, L März.
Staatsarchiv Lucer». Absch. >1» anno 1W1 und 1K2Ü. Bd. XIV. t'ol.. ». LandeSarchiv TchwvZ.
Gesandte: Lncern. Jakob Sonncnberg, Ritter, Alt-Schultheiß und Panncrherr; Walther Amrhyn,Ritter, Stadtfähnrich; Heinrich Clvos, Ritter; Rudolf Pfhffer, Ritter, alle des Raths. Nri. EinanuelKeßler, Ritter, Laudammanu; Hans Konrad von Beroldingen, Ritter, Alt-Landainuiann. Schwyz. GilgFrischherz, Landammann; Heinrich Neding, Ritter, Alt-Landammaim und Panncrherr. Unterwalden.Melchior Jmfeld, Ritter, Landammann und Panncrherr, von Obwalden; Crispinus Zeiger, Ritter, Alt-Land-Munann, von Nidwalden. Zug. Kaspar Brandenberg, Statthalter; ikl. Staub. Freiburg. (Nie-wand). Svlvthurn. Haus von Noll, Venner; Victor Hafner, Stadtschreibcr.
Diese Zusammenkunft lvurde wegen etlicher „beschwerlicher" Punkte in dem Schreiben des HerrnMiron und wegen des Vündnergeschäftes veranstaltet.
Nach geschehener Begrüßung wird zuerst angehört, was der Ambassador Casati mündlich vortragenmid schriftlich vorlegt, deßgleichen gedachtes Schreiben des Herrn Miron, betreffend das Bündner-Mlchäft. Man hört hierauf einen Auszug der Artikel au, wegen deren die fünf Orte und ihre GesandtenHerrn Miron (in Folge ihm hinterbrachter widriger und ungründlicher Relation) „taxiert werden",iwnmt dem Bericht über das, was in den Bünden vorgegangen ist. Es wird beschlossen, sich bei demMubassador und dem König gründlich zu verantworten und zu entschuldigen und zu diesem Zwecke vonledein Gesandten abzuordne», welche Donnerstag den 11. in Svlvthurn eintreffen sollen,
inzwischen kein anderer Bericht von Svlvthurn wegen der Ankunft des außerordentlichen Ambassadvrs^ Frankreich kommt. A». Oberst von Beroldingen berichtet umständlich über den Tractat, den die^'sandten des vbern Bundes mit dem Gubernator von Mailand geschlossen habe» sollen (S. Anhang Nr. 2),^uptniann Heinrich Flcckcnstein, wie die Sache in den Blinden stehe. Da die Erbitterung wegen der Er-mordung des Pompejus Planta besonders im obern Bund groß ist, so befürchtet man, daß die Parteieneinander gerathen und fremdes Volk ins Land gezogen werden möchte; auch besorgt man, daß der^vnig g»n Frankreich die zu Mailand angefangene Capitulation mit Univillen aufnehmen werde/) DieGesandtschaft an Herrn Miron soll deßhalb gleich von Lncern aus abgehen und Donnerstag den 11. in^elothurn eintreffen und dieß auch Freiburg mitgetheilt werden/) Dem Gubernator zu Mailand wirdschrieben, mit der Bestätigung der Capitulation innnezuhalten, bis die Obrigkeiten ihr Gutdünken zur^mtniß bringen könntem Oberst von Beroldingen wird mit einem Schreiben a» den ober» Bund abge-best, des Inhalts, daß sie die Ratification des Vertrages ausstellen und gegen die andern Blinde nichts^Miches vornehmen, sondern sich ruhig verhalten möchten, bis wieder eidgenössische Gesandte zu ihnenZürich wird von dem Verhandelten in Kenntniß gesetzt und ersucht, die zwei Bünde ebenfalls^ Ruhe zu weisen und mit den übrigen Orten Gesandte in die Blinde zu schicke». «. Wegen der MünzenMt man es bei dem zu Zug errichtete» Abschiede verbleiben. Es wird wohl nöthig sein, zu erläutern,^ die Schillinge an Fein halten sollen. Ä!. (S. u. Baden). «. Dem ncuerwählten Papste soll beför-w'lich gratuliert und bei dieser Gelegenheit auch die Beatificatiou des sel. Bruders Klaus wieder betriebenen. L. Uri macht abermals auf den Schaden aufmerksam, den das Wasser letztes Jahr beim Latifer