Druckschrift 
5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
Entstehung
Seite
181
Einzelbild herunterladen
 

Januar 1621.

^'meiden, weil bei dieser gefahrlichen Zeit die Gegenpartei sowohl in Deutschland als in der Eidgcnosscn-b)aft den Wurf und Vorthcil in der Hand hat. Die evangelischen Städte und Orte, überall von Feindenu»igcben, können einander nicht, wie zu wünschen wäre, Hülfe bringen; überdieß handelt es sich um wenigeZivilen, die man gegen ihren Willen zum Evangelium nöthigen will. Deßhalb »vollen die drei Städte^uf einer Cvnferenz zu Aarau Bern ersuchen, sich etwas zu nähern und zu leidlichen Mitteln sich zuHue »ie>,. Die Conferenz soll gegen Neujahr stattfinden und der Entschluß Berns auf einer gemeineil Tag-Ming vdcr auf anderem Wege den Orten mitgethcilt werdeil. Bis dahin kann man sich wegen nicht erfolg-st von Seite Berns damit entschuldigeil, daß von Freiburg auch kein Bescheid erfolgt sei. I». Inschling auf die schon oftmals besprochene Gesandtschaft nach Frankreich sind von den Orten ungleichetuillilen gefalleil. Einige wollen dieselbe abgehen lassen, andere wegen' der dermaligen unbeguemcn Jahres-zeit sie auf bessere Gelegeilheit einstellen. Da nicht allein in der Eidgenossenschaft, sondern auch in6Mnkrcich die Sachen nicht in Ordnung sind, so wird beschlossen, die Gesandtschaft einstweilen einzustellen^ die übrigen Orte davon zn benachrichtigen. Der Ambassador soll angegangen werden, dafür zu sorgen,» die Gesandtschaft erspart »verde, wiedrigenfalls die Sache auf nächstem Tage zu Aarau wieder zurnn gebracht werden solle, v. Basel meldet, daß es bei seiner im August gemachten Taxierung der. "uzsvrten bleiben werde, weil es sich nach andern Orten der Eidgenossenschaft nicht richten könne »lud sichNachbarn conformiercn müsse. Den Neichsthaler habe es seither zu 33 Batzen taxiert. Schaffhanseilan, daß es auf der Herren von Zürich Bericht die jüngste St. Gallertaxe auch angenommen habe,allerlei Gattnilgen schlechter Dreibätzncr im Lande sind, lasse es dieselben prüfen, damit die gering-^ Hm verrufen werden können. Da gegenwärtig aus den spanischen Dublonen schlechte Churcr Gold-kest^" ^'schlagen »verden und die Longttevillesschen Goldgulden auch gar gering sind, so werden die Obrig-^ ersucht, Gegeiimaßregeln gegen solche schlechteil Sorten zu ergreifen. Zürich erzählt weitläufig, mit^ fiir großen Kosten es sein Kriegsvolk in die Blinde geschickt habe. Weil dieß vornehmlich des gemeinen'Helischen Wesens halber gescheheil sei und man »licht wissen könne, »vie lange dasselbe dort noch verweilenso ersucht Zürich die Städte Basel lind Schaffhausen, sich über den begehrten Beitrag zur Unter-" tling des Kriegsvolkes zu entschließen. Die Gesandten der beiden Städte nehmen das Ansuchen in denEbschied.

4 «öS.

Conferenz von Zürich, Lncern, Uri, Schlvyz nnd Zug.

Zug. 1621, 21. Januar.

Staatsarchiv Lacern. Absch. clo anno 1621 und 1622. Vd. XIV. 5ol. 2.

Gesandte: Zürich. Hans Ulrich Wolf, Seckelmeister; Hans Ulrich Stampfer, Wardein; Hans JakobMünzverwalter. Lucern. Jakob Sonnenberg, Ritter, Schultheiß und Pannerherr; Rudolf^llcr, Ritter. U ri. Hans Heinrich Zum Brunnen, Statthalter; Alexander Beßler, des Raths. S ch »v y z.Frischherz, Landammann; Balthasar K»)d, Alt-Seckelmeister. Zug. Konrad Zurlaubcn, Alt-Ammann;reas Jwu, Ammann; Peter Staub, Alt-Ammann; Martin Schund, Alt-Ammann; Beat Jakob Frey,Schalter; Caspar Brandenberg, Statthalter; Thoman Jten, Alt-Seckelmeister.