November und December 1620.
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da er es gegen seinen König nicht verantworten könnte. Die evangelischen Gesandten erklären, daß, weildas Mehr der Gemeinden in den beiden Blinden die Neutralität angenommen habe, sie es dabei verbleibenlassen. Die katholischen Gesandten beharren bei ihrer dieses Artikels wegen gegebenen Erklärung. DenBürgermeister Meyer wollen die zwei Bände frei lassen; der obere Bund hingegen bleibt bei seiner frühergegebenen Antwort.
Siebente Session den 7. Decembcr. Die Ausschüsse des obern Bundes erklären nochmals, daß sie beichren im Feld beschworenen Artikeln bleiben werde», und ersuchen die Gesandten, den Ambassador dahin zudermögen, daß er von seiner Meinung, die Neutralität betreffend, abstehen möchte. Die Gesandten ordnen«nige aus ihrer Mitte zu dem Ambassador ab, um ihm das Ansuchen des obern Bundes zu eröffnen.Nach langem Hin- und Herreden entschließt sich derselbe, den Artikel der Neutralität für den obern Bund^llcn zu lassen, doch daß über die übrigen Artikel in gemeinen III Bünden das Mehr aufgenommen werdenbisse. Darauf erklären die Ausschüsse des obern Bundes, sie würden nicht mit den andern zwei BündenMehren; daß dem obern Bund allein die Neutralität erlassen werde, halten sie für keine Erlassung; esAüßte auch den zwei andern Bünden dieselbe erlassen werden. Sie hätten zusammen geschworen, nach deinZu leben, was in ihrem Bunde das Mehr habe; von den andern zwei Bünden wollen sie sich nicht mehrberstimmm lassen, znmal da dieselben schon vielmal gegen sie bundesbrüchig geworden seien.
Achte Session den 8. December. Der Ambassador eröffnet den Gesandten, daß er Gesundheits halbernach Chnr verreisen werde und die ganze Sache ihnen gern überlassen wolle; wenn man aber die Sachekünftig in Chnr verhandeln wolle, so wolle er mit den Gesandten für dieselbe sein Bestes thun. ZugleichkPt er den Gesandten mehrere neue Artikel vor und ersticht sie um ihren Rath, ob dieselben gemeinen^Bünden vorzulegen seien. sS. Absch. 156n: Achte Sessionff Die Gesandten finden cs nicht unpassend,^eselben den Bünden zur Kcuntniß zu bringe». Alsdann wird gut befunden, die weiter» Verhandlungenkus Mitw Januar zu verschieben und zum Ort der Wiederaufnahme derselben Napperswyl zu bestimmenund den betreffenden Personen sicheres Geleit zuzusichern. Der Ambassador eröffnet seine nenen Artikel vor^u Abgeordneten der III Blinde.
Neunte Session den 9. December. Die Abgeordneten der zwei Bünde eröffnen den Gesandten, daß^Men oon denen aus dem obern Bund zugemuthet werde, einen Compromiß einzugehen, daß sie aber dafürkeine» Befehl haben; sie wollen sich dafür Vollmacht geben lassen und wünschen, daß die Sache sobald als'ubglich wieder an die Hand genommen und daß Chnr zum Ort der künftigen Verhandlungen bestimmtwerden möchte. Die zwei Blinde übergeben nun die Schlichtung des ganzen Streites und die Errichtung«nes Compromisses, wie der obere Bund, dem Ambassador lind den Gesandten und bitten dieselben, nochküugcr zu bleiben. In Folge dessen erklärt auch der Ambassador, länger bleiben zu wollen. — Darauf^öffnen die Ausschüsse der zwei Blinde, daß ihre frühere Erklärung dahin zu verstehen sei, daß man überausgeschriebenen Artikel vermöge ihres Vundesbriefes das Mehr aufnehmen solle „und was dann hierüberiPänig"/p^A wollen sie zur Vergleichung übergeben mit Ausnahme der Neligionssachen, welche von gleichenZützen entschieden werden sollen. — Da aber der Ambassador die Gesandten ersucht, Chnr oder Ems zum^Ae der künftigen Verhandlungen zu bestimme», so werden die Ausschüsse angewiesen, sich von ihren Ge-binden bessere Vollmacht geben zu lassen und einen Compromiß unter sich zu Stande zu bringen, in Folge^!stn dann die Hauptsache vollends zu Napperswyl erörtert werden solle. Sollte dieser Ort denen in den Bünden>ucht genehm sein, so könne ein anderer bestimmt werden. Ans das ernstliche Ansuchen der Gesandten an
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