November und Dccembcr 1620. 173
König von Spanien könne sein König nicht gestatten, so wenig als die Fürsten in Italien, das; erstehfestsetze. Darüber müsse von Frankreich, Spanien und dem Papste tractiert werden; der Herzog von^"üand habe damit nichts zu schaffen. — Die Abgeordneten des vbern Bundes erklären vor dem Ambassa-und den katholischen Gesandten, sie seien bereit, die Entscheidung ihrer Streitigkeiten dein Herrn Guefficr°uie den Gesandten der Eidgenossenschaft und von Wallis zu übergeben, und bitten, ihnen eine Regel und Ord-"""ll vorzuschreiben, daß sie künftig in Ruhe und Einigkeit verbleiben können; man möchte auch daraufwie das Veltlin wieder restituiert werden könnte. Sie fügen das Ansuchen bei, die GesandtenAchten „och eine Zeit lang bleiben, bis die hauptsächlichsten Punkte erörtert seien; alsdann solle auch^ des Burgermeisters Meyer Freilassung erkannt werden. — Der Gotteshaus- und der Zehngerichtenbunden die Streitigkeiten ebenfalls dem Ambassador und den Gesandten zur Entscheidung übergeben; wasAeligionssachcn betreffe, darüber solle laut der Landcsstatnten zu gleichen Sätzen gesprochen werden.^ Zehngw'ichteubnnd will in Betreff der Besetzung der Aemter nach Marchzahl des Volkes bei dem Bundes-^schirmt bleiben. — Herr Guefficr erklärt, wenn die zuletzt moderierten Artikel, besonders der die^utralität betreffende, des Inhalts, daß sie mit keinem Fürsten oder freien Stand ohne Wissen und Rath^ Königs Bündnisse machen sollen, nicht angenommen werden sollten, so werde er sich mit der Sache) wehr befassen. — Die Gesandten der evangelischen Städte billigen das Verlangen der zwei Blinde inder Neligionssachcn, die der katholischen Orte begehren Aufschub, um sich darüber zu bedenken,ihm ^^cnte Session den 7. Dccember. Die Gesandten des obern Bundes erklären, daß die Zuinu-übcr^" ^ Nmbassadors ihrem Bundesbriefe stracks zuwiderlaufen, und daß sie ihre Streitigkeiten den Orten^^'bcn wollen, falls Herr Guefficr, was sie übrigens nicht hoffen, sich der Sache entziehe. — In Bezie-i^'^uf die Freilassung des Bürgermeisters Meyer möchten sie ebenfalls entscheiden, sobald die Hauptpunkte^cinc! gebracht seien. — Juvalta und Dvctor Sprecher eröffnen im Namen des Gotteshans- und Zchn-^^^mides, der obere graue Bund habe vor einigen Tagen Artikel „abgestellt", deren sich die Mehrzahl^ ^"^mden beschwert habe. Durch Vermittlung des Ambasssdors seien andere aufgestellt worden, zu^ Annahme derselbe aber nicht gerathen habe, man verspreche ihm denn, mit keinem Fürsten oder freienund ^ruer Bündnisse zu schließen. Der obere graue Bund habe sich dessen geweigert, der Gvtteshans-dvx ^ Zehngerichtenbund es auf Gefallen der Gemeinden hin angenommen. Damit hätte sich der Ambassa-
Moderation eintreten lassen. Während die Abgeordneten des grauen Bundesmoderierten Artikeln nicht widersprochen hätten, werde jetzt von ebendenselben behauptet,M,d ^ ^^'l wegen der Neutralität dem Bnndesbricf zuwider sei. Dieser weise aber aus, daß um kleine^ llrvße Sachen das Mehr ergehen und daß die Minderheit der Mehrheit folgen solle. Die Abgeordnetend.,. ^'^'shans- und des Zehngerichtcnbnndes seien durch ihre Instruction für die letzten Artikel gebunden;be^Ü^eachtet möchten die Gesandten bei Herrn Guefficr anhalten, daß er den Artikel, die Neutralitätfallen lasse oder wenigstens einstelle. Den an ihn abgeordneten Gesandten von Zürich, Bern,und Uri antwortet Guefficr, weil der Gotteshaus- und der Zehngerichtenbund d^e moderierten Artikelsvund er den König dessen berichtet habe, so könne er nicht davon abstehen; würde er es thun,^dicute er, in der Stadt Paris mit Ruthen „umher geschwungen" zu werden. Wenn der obere BundBil "Kmflischen" Halsstarrigkeit verbleibe, so werde es denselben gereuen. Wolle der obere Bundmachen, so werde das ihm nicht gestattet werden. Es seien etwa vier oder fünf Nädels-^ - die werde man wohl herausfinden, um ihnen ihren Lohn zu geben. Den Gesandten zu Gefallen