Druckschrift 
5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
Entstehung
Seite
154
Einzelbild herunterladen
 

154

August 1620.

wie sich das büuduerische Wesen weiter gestalte. 2) Basel und Schaffhausen wünschen, daß Zürich, u>njeden Verdacht zu beseitigen, Lucern mitthcile, warum sie dieser Konferenz beigewohnt und was für einegütliche Vermittlung sie beantragt haben. Zürich will darüber an seine Obern referieren. 3) lieber dasSchreiben, das Bern wegen des gesperrten Passes bei Mellingen an die fünf Orte erlassen und das manfür einen Absagebrief gehalten hat, sowie über das bei der Zuger Konferenz besprochene TscherlizcrgesclMund die neue Allsrüstung etlicher Fähnlein giebt Bern beruhigendeil Aufschluß. 4) Da bei den seltsameil Din-gen und geschwinden Läufen nicht wohl zu trauen ist, wird nicht für nnnöthig erachtet, sich wohl gefaßt znhalten, um einander im Nothfall die Hand bieten zu können. Zürich redet noch besonders mit Basel undSchaffhansen. Was zwischen ihnen abgeredet worden ist, soll den Obern referiert werden, um bei ih»c»geneigte Bereitwilligkeit zu erweckeil.

44S

Konferenz von Freiburg und Solothurn.

Solothurn. t«2«, 27. August.

Ka»to»Sarchiv Frcilmrg. JnstructionoUmch. Bd. 17. Auch RaNMroivkoll vom 2b. August.

Der Abschied hat sich nicht vorgefunden. Die Instruction für die freiburgischcn Gesandten, Hans Reß?'Alt-Vurgcrmeistcr, nnd Franz von Affry, Vurgernicistcr, ist folgenden Inhalts: Da jedermann in der Eidg^nossenschaft gegen einander wacht, ja mit Wehren und Waffen zu Feld liegt, so will man sich berathschlage"-wie die katholischen Orte einander zu Hülfe kommen können, wie die beiden Städte, wenn es Ernst zu werdenansiengc, sich zu verhalten haben, wie man den Feind schädigen, wie man zusammenstoßen und angreifen könnck'Die Gesandten sollen sich auch mit Solothurn besprechen, wie man sich gegenüber denAnstößen" und Dr»'Hungen der Widersacher, welchen die beiden Städte besonders ausgesetzt sind, verhalten wolle; deßgleichcn ^man die Hülfe der benachbarten katholischen Fürsten und Stände ansprechen solle; ob man der Burgunder ha^zum Erzherzog in die Niederlande schicken wolle, ob man von Lothringen etwas Trost zu erwarten habe,wie viel Volk der Bischof von Basel zu Hülfe ziehen werde. Die Gesandten sollen ferner die heimlichenWeck'zeichen" mitnehmen und vom Ambassador die Erklärung verlange», ob auch er jetzt und künftig die thätü^Hand anlegen und wie viel Volk und Geld und wohin er cS geben werde.

Konferenz voll Urs, Schwyz und Nibwalden.

Altorf. 1 «20, 2«. August.

LaiidcSarchi» D-l,w>»z.

Gesandte: Uri. Emanuel Beßler, Ritter, Landammann und Pannerhcrr; Johann Konrad von.dingen, Ritter, Alt-Landammann; Peter von Noll, Ritter, Alt-Landammann; Melchior Megnct, Alt-La'^'ammann nnd Landshanptmann; Heinrich Drosch, Alt-Landammann. Schwyz. Gilg Frischherz, La>^'ammann; Heinrich Neding, Alt-Landammann und Pannerherr; Christoph Schorn», Alt-Statthaltck'Nidwalden. skrispinusf Zelger, Alt-Statthalter; Bnßinger, des Raths.