August und September 1620.
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Nachdem zwischen den fünf katholischen Orten und Zürich lind Bern eine freundliche Erörterung derStreitigkeiten zu Stande gekommen ist, bespricht man sich auf dieser Conferenz, auf was für eine Art mandie Unterthanen „abfertigen wolle". — Der neue und der alte Commissarius und der nach Bellenz der-malen abgesandte Matthias Herger berichten, daß in den letzten Tagen 76 Reiter, auf Befehl des Gubernator^Zu Mailand den fünf katholischen Orten zu Hülfe geschickt, an die Tresa gekommen, aber vom Landvogt zu^auis ermahnt worden feien, nicht weiter vorzurücken. Dieselben verlangen von den fünf katholischen Ortenbesoldet zu werden. Da aber der König von Spanien in dergleichen Fällen lallt Vündniß Hülfe zu leisten^Pflichtet ist und man sich erinnert, was zu Zug mit dem Gubernator zu Mailand durch Oberst von Berol-dingcn zu tractieren beschlossen worden ist, läßt man es dabec verbleiben. Dem Landvogt und den AmtleutenUürd nach Lauis geschrieben, sie sollen die Reiter zurückmahnen und abdankeil. I». Die Besoldung der unterbie Waffen gerufenen Unterthanen wird festgesetzt. Die von Livinen hat Uri zu besolden als seine eigenenUnterthanen ; für die Leute aus Niviera und Bollenz wird folgende Bezahlung festgesetzt: jedem HauptmannMonatlich 25 Kronen, jedem Fähnrich 15, jedem Fvurrier 15, jedem Wachtmeister 10, jedem Musketier""b Harnischknecht 6, jedem Haggen-, Spieß- und Hallebardeknecht 5. Den Schützen soll für empfangenes^ruut und Loth nichts abgezogen werden, wohl aber was sie an Speise, Trank und Geld empfangen haben,^us Bvlleuz waren 270 Mann, von der Niviera 145 Mann verschiedener Bewaffnung aufgeboten. In^em betragen die Ausgaben 2466 Kronen. Wenn auch die Besoldung gering sei, so solle den Leuten zu Ge-Mlllhe geführt werden, daß diese Erhebung zum Schlitz lind Schirm des lieben Vaterlandes und zur Erhaltungber katholischen Religion gescheheil sei, und daß sie deßwegen sich „ersättigen und vergnügen svllui . t'. ^>u^sprechuug des Vündnergeschäftes wird eine fünförtische Zusammenkunft auf den folgenden Mittwoch (2. Sep-tmiber) nach Altorf angesetzt.
II»
Conferenz der V katholischen Orte.
Altorf. 1620, 3. September.
Staatsarchiv Lacern. Msch. llo anno 1620. Nd. XIII. sol. 179. LandeSarchiv Schwyz.
Gesandte: Lucern. Heinrich Clvos, Ritter, Stadtvenuer; Gilg Fleckenstein, des Raths. Uri. Ema-"vel Beßler, Ritter, Pannerherr und Landammann; Johann Peter von Noll, Alt-Landammann; Johann^cinvich Zum Brunnen, Ritter, Statthalter; Martin Epp, Jakob Muheim, Jakob Trösch, alle des Raths.Owyz. Gilg Frischherz, Landamuiann; Heinrich Ncding, Ritter, Alt-Landanimann und Pannerherr;christoph Echvrnv, Alt-Statthalter. Uuterwalden. Melchior Jmfeld, Alt-Landammann, von Obwalden;Sannes Lussi, Ritter, Landamlnann; Crispinus Zelger, Alt-Landammaun und Landshauptinann, vonEwalden. Zug. Caspar Brandenberg, Statthalter; Johann Trinkler, des Raths.
Obgleich von Casati und Miro» in Betreff der Besoldung, der Hülfe, um welche der obere Bund die^ angesprochen hat, und welche die Herren lind Obern zu schicken beschlossen haben, bisher noch keine^chlgt ist, entschließt man sich doch, aus jedem Ort ein Fähnlein von 600 Mann, jedoch nur^^0lsion, zu schicken. Da der Ambassador Casati sich wegen der Besoldung im Allgemeinen eingelassen^ Vie Orte aufgefordert hat, eine Summe zu bestimmen, so wird gut erachtet, er solle für jedes Fähnlein