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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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August 1620.

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Confcrenz der IV evangelischen Städte.

Zürich. l«2V, 25. August (15 a. K ).

Staatsarchiv Zürich. Söst. XII. IN. kol.MS.

Gesandte: Zürich. Haus Heinrich Holzhalb, Bürgermeister; Hans Rudolf Nahn, Bürgermeister,stmnnt etlichen andern Herreu des Raths. Bern. Franz Ludwig von Erlach, Herr zu Spicz; Antonflicr, Landvvgt. Basel. Hans Jakob Burckhardt, des Raths; Lukas Jscliu, der Aeltere, des Raths,^affhauseii. Hans Konrad Peher, Statthalter; Matthäus Pevcr im Hof, Scckelmcister.

Nach Berrichtung der eidgenössischen Begrüßung macht Zürich- den Städten Basel und SchaffhauscnAgende vertrauliche Mittheilungen: In den III Bünden stehen die Sachen mißlich und gefährlich. Nicht^ Veltliu ist in der Gewalt der Banditen und deren Anhänger, sondern auch das ganze Hochgericht»»stcrthal ist überfallen und in österreichische Gewalt gebracht worden. Der Zuzug von Zürich und Bern,hcnd ^ Regimentern von mehr als 3000 Mann, hat bisher den Durchpaß nur mit Mühe erhal-f Linien und wird sammt der Kriegsmacht der Bündner viel Arbeit bekommen, bis man Alles wiederf Hl Bünden zu Händen wird gebracht haben. Auf erfolgtes Geschrei, daß die Truppen Zürichs unddcn Paß über Uznach und durch das Gaster mit Gewalt erzwingen wollten, haben Schwvz und auflon Mahnung auch Uri und Nnterwalden die Grenzen gegen Zürich besetzt. Neberall hin werden Wachendeutschem und wälschcm Volk gelegt und Zürich der freie Paß, Handel und Wandel gesperrt. Zu^chütung von plötzlichem Neberfall hat Zürich in aller Stille Schanzen aufwerfen lassen und Wachen auf-fielst. Gegen diese hat man bereits mit Schießen und Schmähworte» allerlei Gewalt und Frevel verübt,dem an der Grenze liegenden österreichischen Kriegsvolk weiß man nicht, was es gcgev die Bünde vor-' Mt demselben wird den Evangelischen nn Toggenburg von ihrem Oberherrn, dem Abt von St. Gallen,und dessen Amtleuten, gedroht. Auch die Evangelischen im Thurgau sind wegen allerlei Gefahr besorgt. Unterf Volk Zürichs sucht man Mißtrauen und Aufruhr zu erwecken und Basel und Schaffhausen von ihm ab-unnig zn »lachen. Weil nun nicht allein die Landschaft Zürich, sondern das ganze evangelische Wesen in der. öniossmschaft bedroht ist, so werden Basel und Schaffhausen um treues Aufsehen und um alle möglichefst ersucht, wie dieß auch Bern gegenüber geschehen ist. Basel und Schaffhausen verdanken diese Mit-lf^igen. Die Blinde, welche sie mit den übrigen Orten haben, gestatten ihnen nur friedliche Vermitt-g> sie erklären sich daher bereit, ihre Gesandten in die Orte zu schicken und diesen das dem Vaterland)mde Unheil zu Gemüth zu führen. Um weniger Verdacht wegen der Religion zu erwecken, könnte manf Freiburg und Svlvthurn beiziehen, ferner eine Tagleistung aller Orte und der Zugewandten aus-N.r . !kch gegen einander zu erklären und Oesterreich zu ermahnen, von dem abzustehen, was der

^! '^nigung zuwider sei. Zürich verdankt Basel und Schaffhausen ihre Vereitwilligkeit; die Gesandten^ Abreise noch aufzuschieben, bis das Resultat der Zuger Cvnfereuz, wo die Sache auf gutenfb gekommen sei, bekannt werde; auch beabsichtige Zürich, zuvor mit den Gesandten von Bern zureden,sche/^^ Gesandten von Zürich treten mit denen von Bern, Basel und Schaffhausen zusammen. Die zürcheri-Aathsbotcn erstatten Bericht über die zu Zug abgehaltene Confercuz. Die von Basel und Schaff-angeregte Reise in die Orte wird nunmehr unnöthig erachtet. Man entschließt sich, abzuwarten,

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