August 1620. 151
lich über alles, was nvch Vonnöthen ist, zu bespreche». Uri uud Schwyz werde» ersucht, sich uicht zurück-»uziehen. Uris Gesandtschaft referiert. »». Da das beruische Volk durch seine» Trotz den Aufbruch undgliche Kosten verursacht hat, soll man nicht unterlassen, Ersatz zu fordern. Inzwischen soll mit beidenwuglichen Ambassadoren ernstlich verhandelt werden, da sie sowohl der Religion und der Bündnisse wegen, als'^»>entlich wegen der Gefahr für Italien höchlich dabei interessiert sind. Wenn mau, im Falle, daß es Zürich'wd Bern in Bünden gelinge, in Folge dieser Unruhen wegen Abtreibung der venetianischcn Faction in Kosten^athe, sn möchten sie nicht nur die bereits aufgelaufenen Kosten ihnen abtragen, sondern noch mehr Geld dar-"ecken, damit mau nöthigenfalls mit einigen Fähnlein zun: Besten der Katholischen in die Blinde ziehenvniite. Zürich mird gebeten, den bereits angesetzten Tag zu besuchen. «. Luceru und Zug beklagen sichw' unehrbare wider sie ausgestreute Schmähredeu und wünschen, daß bei gelegener Zeit die Schuldigensichtlich belangt werden.
Dic Namcn dcr Gesandten ans dem Schwyzcrcmnplar.
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Couferenz von Zürich und den V katholischen Orten.
Zug. l«20, 25. August.
Ttaatönrchi» Zürich, «est. XII. iss. t'ol. l»7. Dtnntöarchiu Luccr». M'lch- <Io anno N!i0. ?d. XIII. I»I. l?i.
Eesandte: Zürich. Hans Ulrich Wolf, Seckelmeister; Kvnrad Grebel, Obmann; Georg Grcbel, Alt-^dtschrrig^. Salomon Hirzel, Zunftmeister. Lncern. Jakob Sonnenberg, Ritter, Schultheiß und"wrherr; Heinrich Cloos, Ritter. Uri. Emannel Beßler, Landammann; Johannes Zum Brunnen,Aü '' Hauptmann Alexander Beßler. S ch iv h z. Gilg Frischherz, Landammannn; Heinrich Reding,^^unnann und Pannerherr; Christoph Schvrno, Alt-Statthalter. Untcrwaldcn. Peter Jmfeld,u»>mann, Obivalden; Crispinus Zelger, Landammann, von Nidwalden. Zug. Andreas Jten,"wan,,- Konrad Zurlauben, Peter Staub, Ulrich Heggli, Martin Schund, alle Alt-Ammänncr; BeatMei, Ritter; Kaspar Brandenberg, Hans Heinrich Hasler, Seckelmeister; Beat Jakob Mehenberg.
In Folge der von Zürich und Schwyz den 10. August zu Nichterswyl gehaltenen Couferenz findet>Z'' ^wummenkunft statt, um zu beratheu, was zu Abwendung der augenscheinlichen Gefahr des Vater-wird^ ^ Erhaltung von Frieden und Ruhe und beständiger Wohlfahrt gcthan werden könne. 1) Einhelligitt», ^^vsscn, die aufgestellten Wachen, sowie die Zusätze zu Napperswyl, Nüti und anderswo zu ent-' und alles umliegende Kriegsvolk zum Abzug anzuhalten und die angelegten Schanzen zu beseitigen,nlü! ^ Morgen früh in Gegenlvart eines Ausschusses aus den Gesandten geschehen. 2) Heillose, un-' welche keine geringe Ursache der Unruhe und des schädlichen Mißtrauens sind, und deren manwclä ^ Seiten mehr als genug hat, sollen künftig ernstlich bestraft werden, namentlich diejenigen,^ W das Crucifix schmählich in Stücke zerschlagen haben. 3) Die katholischen Orte beklagen sich wegen»i i ^'^'wrte, welche die bernischen Kriegsamtleute zu Uznach gegen sie ausgestoßen. Alan würde dasenn ungeschlagen haben, wenn nicht das „räße und trotzige" Schreiben Berns gleiche Drohungenwu hätte. Es wird nun für gut erachtet, daß jedein sich beschwerenden Theile sein Recht gegen die